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Indien handelt, Europa redet: Britische Israelhasser werden sofort ausgewiesen

Indien handelt, Europa redet: Britische Israelhasser werden sofort ausgewiesen


Während in Deutschland und Großbritannien antisemitische Hetze meist folgenlos bleibt, setzt Indien ein klares Signal. Zwei britische Touristen, die Israel mit Hakenkreuzen diffamierten, mussten das Land umgehend verlassen. Ein Lehrstück darüber, wie konsequentes Handeln aussieht.

Indien handelt, Europa redet: Britische Israelhasser werden sofort ausgewiesen

Der Unterschied könnte kaum deutlicher sein. In Europa werden israelfeindliche Parolen oft als legitimer Protest verharmlost, antisemitische Schmierereien als Meinungsfreiheit verteidigt und Boykottaufrufe achselzuckend hingenommen. In Indien genügte ein einziger Vorfall, um zu zeigen, wie ein souveräner Staat wirklich mit Hasspropaganda umgeht.

Zwei britische Staatsbürger hatten in der nordwestindischen Stadt Pushkar Aufkleber verteilt, die offen antisemitisch waren. Auf ihnen fanden sich Parolen wie „Boycott Israel“ und „Free Palestine“. Besonders abscheulich: Israelische Flaggen wurden mit Hakenkreuzen verunstaltet. Eine gezielte Provokation in einer Region, in der jedes Jahr tausende israelische Reisende unterwegs sind.

Die Reaktion der indischen Behörden war eindeutig und kompromisslos. Ohne lange Debatten, ohne juristische Spitzfindigkeiten und ohne falsche Rücksichtnahmen wurden die beiden Briten identifiziert, festgesetzt und ausgewiesen. Begründung: Sie hätten gegen die Bestimmungen ihres Touristenvisums verstoßen und politische Aktivitäten entfaltet, die den öffentlichen Frieden gefährden.

Kein jahrelanges Verfahren, keine endlosen Untersuchungen, keine Ausreden. Die Botschaft aus Neu-Delhi lautete schlicht: Wer antisemitische Hetze verbreitet, ist in Indien nicht willkommen.

In Deutschland oder Großbritannien wäre der Ablauf mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig anders gewesen. Dort hätten sich Anwälte, Aktivisten und Politiker sofort über Meinungsfreiheit, Versammlungsrechte und angebliche politische Sensibilitäten gestritten. Wahrscheinlich wären die Täter mit einer Verwarnung davongekommen. Vielleicht hätten sie sich sogar als Opfer staatlicher Repression inszeniert.

Indien hingegen behandelte den Fall mit gesunder Selbstverständlichkeit. Für die dortigen Behörden war klar, dass Aufrufe zum Boykott Israels, verbunden mit Nazi-Symbolen, keine harmlose politische Meinung darstellen, sondern Hetze. Sie wurden als das eingestuft, was sie sind: ein Angriff auf eine Bevölkerungsgruppe und eine Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Besonders bemerkenswert ist, dass Pushkar ein beliebtes Reiseziel für Israelis ist. Schätzungen zufolge halten sich derzeit rund 2000 israelische Touristen in der Region auf, jedes Jahr besuchen etwa 10.000 das Gebiet. Die indischen Behörden wollten offenbar ein deutliches Zeichen setzen, dass Gäste aus Israel willkommen sind und geschützt werden.

Genau hier liegt der eigentliche Unterschied zu Europa. Während in Berlin, London oder Paris jüdische Bürger und israelische Touristen immer öfter Angst haben müssen, erleben sie in Indien einen Staat, der klar und ohne Zögern handelt. In vielen westlichen Ländern hat sich hingegen eine Kultur der Ausreden etabliert. Antisemitische Vorfälle werden relativiert, Demonstrationen mit Hassparolen geduldet und Täter oft nur halbherzig verfolgt.

Die indische Vorgehensweise wirkt fast altmodisch. Sie basiert auf einem einfachen Prinzip: Respekt vor dem Gastland, Respekt vor anderen Nationen und Nulltoleranz gegenüber Extremismus. Wer diese Regeln missachtet, verliert das Privileg, sich im Land aufzuhalten.

In sozialen Netzwerken wurde das Vorgehen der indischen Polizei von vielen Israelis begeistert aufgenommen. Zahlreiche Reisende lobten die Konsequenz und Professionalität der Behörden. Ein Nutzer brachte es auf den Punkt: Ein Entwicklungsland verstehe offenbar besser als manche europäische Demokratie, wie man mit Israelhassern umgehen müsse.

Diese Reaktion sagt viel über den Zustand Europas aus. Wenn Staaten wie Indien, die mit eigenen sozialen und politischen Herausforderungen kämpfen, klarer und mutiger gegen Antisemitismus vorgehen als Deutschland oder Großbritannien, dann offenbart das ein moralisches Versagen des Westens.

Es geht dabei nicht um große Worte oder symbolische Erklärungen. Europäische Politiker verurteilen Antisemitismus regelmäßig in Sonntagsreden. Doch wenn es darauf ankommt, scheuen sie häufig entschlossenes Handeln. Indien hat gezeigt, dass es auch anders geht. Ohne große Ankündigungen, aber mit klaren Taten.

Der Vorfall in Pushkar ist deshalb mehr als nur eine kleine Episode. Er ist ein Spiegel für zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen. Auf der einen Seite ein Europa, das redet, zögert und relativiert. Auf der anderen Seite ein Indien, das handelt.

Für Israel und jüdische Menschen weltweit ist das ein wichtiges Signal. Es gibt noch Länder, die Antisemitismus nicht als unvermeidliches Übel akzeptieren, sondern als Gefahr bekämpfen. Genau diese Haltung sollte für Europa ein Vorbild sein.

Indien hat nicht lange diskutiert. Indien hat entschieden. Und genau deshalb steht das Land in diesem Fall moralisch über Deutschland und Großbritannien.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert
Donnerstag, 05 Februar 2026

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