NGO Kampagne gegen Israel: „Völkermord“ Vorwurf war laut Experten jahrelang vorbereitetNGO Kampagne gegen Israel: „Völkermord“ Vorwurf war laut Experten jahrelang vorbereitet
Ein führender NGO Kritiker erhebt schwere Vorwürfe gegen internationale Organisationen.
Der Begriff „Völkermord“ sei nicht spontan entstanden, sondern Ergebnis einer langfristigen Strategie gegen Israel.
Der Präsident der Organisation NGO Monitor, Dr. Gerald Steinberg, wirft internationalen Nichtregierungsorganisationen vor, über Jahrzehnte gezielt darauf hingearbeitet zu haben, Israel mit dem schwersten aller politischen Vorwürfe zu belegen. Nach seiner Einschätzung bot erst der Gaza Krieg nach dem 7. Oktober den Moment, auf den diese Gruppen gewartet hätten.
Steinberg erklärt, innerhalb zahlreicher NGO Netzwerke sei bereits seit mehr als zwanzig Jahren darüber diskutiert worden, Israel als angeblichen „Völkermordstaat“ zu bezeichnen. Diese Wortwahl ist nicht irgendein politischer Begriff. Sie ist die schärfste moralische Anklage, die gegen einen Staat erhoben werden kann. Wer sie verwendet, stellt nicht nur politische Entscheidungen infrage, sondern die Legitimität eines Landes selbst.
Nach Ansicht des Experten folgten viele dieser Organisationen einem wiederkehrenden Muster. Israel werde systematisch dämonisiert, während sich die Organisationen gegenseitig in ihren Botschaften verstärkten. Dabei handele es sich nicht um spontane Reaktionen auf aktuelle Ereignisse, sondern um langfristig aufgebaute Narrative.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Debatte durch interne Vorwürfe innerhalb der Hilfsorganisation Oxfam. Die frühere Leiterin von Oxfam Großbritannien beschuldigte ihre eigene Organisation, antisemitische Tendenzen zugelassen zu haben und darauf gedrängt zu haben, den Krieg als Völkermord zu bezeichnen, ohne ausreichende Beweise vorzulegen. Dass eine frühere Führungspersönlichkeit solche Vorwürfe erhebt, ist außergewöhnlich und unterstreicht die Brisanz der Diskussion.
Steinberg betont, dass viele NGO heute nicht mehr nur humanitäre Akteure seien. Sie verfügten über enorme finanzielle Mittel, professionelle Kommunikationsabteilungen und direkten Einfluss auf internationale Institutionen wie die Vereinten Nationen. Mit Budgets in Milliardenhöhe könnten sie die globale öffentliche Meinung entscheidend prägen.
Aus israelischer Sicht ist die Wirkung dieser Kampagnen enorm. Der Vorwurf des Völkermords trifft Israel in einer Phase, in der das Land einen Verteidigungskrieg gegen die Terrororganisation Hamas führt. Die Hamas hatte am 7. Oktober einen beispiellosen Angriff verübt und dabei gezielt Zivilisten ermordet, entführt und misshandelt. Dennoch habe sich die internationale Aufmerksamkeit schnell auf Anschuldigungen gegen Israel verlagert.
Steinberg kritisiert zudem die Rolle einzelner medizinischer und humanitärer Organisationen. Einige ihrer Vertreter hätten schwerwiegende Anschuldigungen verbreitet, die sich später als falsch oder stark übertrieben herausgestellt hätten. Ein besonders prägnantes Beispiel sei die Behauptung gewesen, Israel habe ein Krankenhaus bombardiert und Hunderte Menschen getötet. Spätere Untersuchungen deuteten darauf hin, dass eine fehlgeleitete Rakete aus Gaza selbst die Explosion verursacht hatte.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Nutzung ziviler Einrichtungen durch die Hamas. Israel hat wiederholt erklärt, dass Krankenhäuser und andere zivile Gebäude für militärische Zwecke missbraucht worden seien. Diese Praxis stelle Israel vor ein moralisches und militärisches Dilemma. Wenn Terrororganisationen zivile Infrastruktur nutzen, verschwimmen bewusst die Grenzen zwischen militärischen und zivilen Zielen.
Nach Ansicht Steinbergs stellt sich deshalb eine grundlegende Frage. Wenn Organisationen wussten, dass Hilfsgüter missbraucht und zivile Einrichtungen militärisch genutzt wurden, warum hatten sie geschwiegen. Diese Frage betrifft nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Glaubwürdigkeit internationaler Institutionen.
Für Israel geht es dabei nicht nur um Kritik, sondern um die eigene Legitimität. Der Vorwurf des Völkermords ist kein gewöhnlicher politischer Angriff. Er zielt auf die moralische Existenz eines Staates. Wenn solche Anschuldigungen ohne klare Beweise verbreitet werden, entsteht ein Schaden, der weit über die aktuelle politische Situation hinausreicht.
Die Debatte zeigt, wie stark der Kampf um Begriffe und Narrative geworden ist. In modernen Konflikten entscheidet nicht nur militärische Stärke, sondern auch die Deutung der Realität. Für Israel ist dieser Kampf längst zu einer zweiten Front geworden, auf der es um Wahrheit, Glaubwürdigkeit und Existenz geht.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By DeloarAkram - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=163481093
Montag, 16 Februar 2026