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Australien Jüdischer Pfadfinder wegen Israel Flagge brutal ins Gesicht geschlagen

Australien Jüdischer Pfadfinder wegen Israel Flagge brutal ins Gesicht geschlagen


Ein jüdischer Jugendlicher wird in einem australischen Ferienlager angegriffen, nur weil er seine Identität zeigt.

Australien Jüdischer Pfadfinder wegen Israel Flagge brutal ins Gesicht geschlagen

Es war ein Ort, der Sicherheit, Gemeinschaft und Vertrauen vermitteln sollte. Ein Pfadfinderlager im australischen Bundesstaat Victoria, tausende Jugendliche, gemeinsame Aktivitäten, eine Atmosphäre, die eigentlich von Zusammenhalt geprägt sein müsste. Doch für den 18jährigen Joshua Levy wurde dieser Ort zu einem Schauplatz nackter Gewalt, ausgelöst durch nichts anderes als seine jüdische Identität und seine Verbindung zu Israel.

Joshua trug eine Kippa und eine israelische Flagge. Symbole seiner Herkunft, seiner Geschichte, seines Selbstverständnisses. Für einen anderen Teilnehmer war genau das Anlass für Hass. Der Angreifer stellte ihn zur Rede, verlangte eine Erklärung und schleuderte ihm eine Anschuldigung entgegen, die längst zu einem globalen Schlachtruf geworden ist. Israel töte Kinder. Es war kein Gespräch, sondern eine Anklage. Joshua zog sich zurück, doch der Hass ließ ihn nicht los.

Später, mitten unter anderen Teilnehmern, kam der Angreifer erneut auf ihn zu. Ein Schlag auf die Schulter, dann sofort die Faust. Drei harte Treffer ins Gesicht, gezielt gegen Nase und Wange. Kein spontaner Streit, sondern ein Angriff auf einen Menschen, der als Jude erkannt worden war.

Zurück blieb ein junger Mann, der zum ersten Mal am eigenen Körper erlebte, was es bedeutet, Ziel von Judenhass zu sein. Er hatte davon gehört, hatte die Berichte gelesen, hatte die Warnungen gekannt. Aber er hatte nicht geglaubt, dass es ihn selbst treffen würde. Jetzt stand er vor dem Spiegel und sah nicht nur die Verletzungen, sondern die Realität dahinter. Die Erkenntnis, dass seine Identität für andere ein Grund zur Gewalt ist.

Der Angriff hat eine Wirkung, die weit über diesen Moment hinausgeht. Joshua stellte sich die Frage, ob er jemals wieder zu den Pfadfindern zurückkehren kann. Nicht aus fehlendem Interesse, sondern aus Angst. Angst vor dem nächsten Schlag, vor der nächsten Begegnung, vor dem nächsten Menschen, der ihn nicht als Jugendlichen sieht, sondern als Feindbild.

Jüdische Organisationen in Australien sprechen offen aus, was viele lange verdrängt haben. Antisemitismus ist nicht verschwunden. Er hat sich nicht aufgelöst in der Erinnerung an die Geschichte. Er ist zurück, sichtbar, greifbar, brutal. Was früher als Ausnahme galt, wird immer häufiger zur Realität.

Der Täter wurde aus dem Lager ausgeschlossen und hat sich entschuldigt. Doch eine Entschuldigung kann nicht auslöschen, was geschehen ist. Der Schlag war mehr als eine körperliche Attacke. Er war eine Botschaft. Eine Botschaft an einen jüdischen Jugendlichen, dass seine bloße Existenz für manche ein Problem darstellt.

Dieser Vorfall zeigt eine Entwicklung, die viele jüdische Familien weltweit mit wachsender Sorge beobachten. Der Hass, der sich gegen Israel richtet, endet immer öfter bei Juden selbst. Grenzen verschwimmen, Hemmungen fallen, und am Ende steht Gewalt gegen einen Jugendlichen, der nichts anderes getan hat, als zu zeigen, wer er ist.

Australien gilt als liberale, offene Gesellschaft. Doch auch dort erleben Juden, dass diese Offenheit für sie nicht mehr selbstverständlich ist. Der Angriff auf Joshua ist kein isolierter Vorfall. Er ist Teil einer Realität, die sich immer deutlicher zeigt. Eine Realität, in der Juden wieder lernen müssen, vorsichtig zu sein.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert
Montag, 23 Februar 2026

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