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Israel-Bericht nennt Greta Thunberg und Tucker Carlson als einflussreiche Stimmen antisemitischer Narrative

Israel-Bericht nennt Greta Thunberg und Tucker Carlson als einflussreiche Stimmen antisemitischer Narrative


Ein neuer Bericht aus Jerusalem zeichnet ein klares Bild. Antisemitismus verbreitet sich nicht mehr nur am Rand, sondern erreicht über soziale Medien ein globales Publikum mit enormer Reichweite.

Israel-Bericht nennt Greta Thunberg und Tucker Carlson als einflussreiche Stimmen antisemitischer Narrative

Das israelische Diaspora-Ministerium hat kurz vor dem Holocaust-Gedenktag einen Bericht veröffentlicht, der eine deutliche Zunahme antisemitischer Tendenzen weltweit beschreibt. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Entwicklung selbst, sondern die Frage, wer diese Narrative verbreitet und verstärkt.

Der Bericht identifiziert gezielt einflussreiche Persönlichkeiten, deren Aussagen und Reichweite nach Einschätzung der Regierung zur Verbreitung von antisemitischen oder antiisraelischen Positionen beitragen.

Prominente Namen mit globaler Reichweite

Unter den genannten Personen befindet sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Laut Bericht hat sie sich seit dem 7. Oktober verstärkt als kritische Stimme gegen Israel positioniert und dabei Begriffe wie „Völkermord“, „Belagerung“ oder „Massenhunger“ verwendet.

Aus israelischer Sicht ist dabei nicht nur die Wortwahl entscheidend, sondern die Reichweite. Thunbergs Inhalte erreichen weltweit Millionen Menschen und werden über Aktivistennetzwerke weiterverbreitet.

Ebenfalls aufgeführt ist der US-Kommentator Tucker Carlson. Ihm wird vorgeworfen, wiederholt Narrative zu verbreiten, die klassische antisemitische Verschwörungstheorien über angeblichen jüdischen Einfluss auf Medien, Finanzsystem und Außenpolitik aufgreifen.

Mit Nick Fuentes nennt der Bericht zudem eine Figur aus dem rechtsextremen Spektrum. Ihm werden offene antisemitische Aussagen, Relativierungen des Holocaust und die Verbreitung extremistischer Ideologien zugeschrieben.

Auch die Kommentatorin Candace Owens wird genannt. Laut Bericht habe sie wiederholt Inhalte verbreitet, in denen sie Entscheidungen oder Entwicklungen mit angeblichen „zionistischen Strukturen“ erklärt und damit Verschwörungsnarrative bedient.

Weitere Akteure und globale Vernetzung

Neben diesen bekannten Namen führt der Bericht weitere internationale Stimmen auf. Dazu gehören unter anderem Influencer, Journalisten und religiöse Persönlichkeiten, die laut Einschätzung des Ministeriums gezielt Inhalte verbreiten, die Israel delegitimieren oder Juden pauschal negativ darstellen.

Auffällig ist dabei die Vielfalt der Hintergründe. Die genannten Personen stammen aus unterschiedlichen politischen Lagern, geografischen Regionen und gesellschaftlichen Bereichen. Der Bericht macht deutlich, dass antisemitische Narrative heute nicht mehr an ein bestimmtes ideologisches Spektrum gebunden sind.

Strategiewechsel im Umgang mit Antisemitismus

Das Diaspora-Ministerium Israel betont, dass es sich nicht mehr nur um vereinzelte Vorfälle handelt. Vielmehr gehe es um strukturelle Entwicklungen, die früh erkannt und gezielt bekämpft werden müssten.

Minister Amichai Chikli spricht von „tiefen Trends“, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Teile des politischen Diskurses würden sich zunehmend von legitimer Kritik entfernen und in verschwörungstheoretische Muster übergehen.

Die israelische Regierung setzt dabei nach eigenen Angaben verstärkt auf einen proaktiven Ansatz. Dazu gehören die systematische Beobachtung von Entwicklungen, die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie Maßnahmen zur Unterstützung jüdischer Gemeinden.

Antisemitismus im digitalen Zeitalter

Der Bericht zeigt vor allem eines: Antisemitismus hat seine Form verändert. Er verbreitet sich nicht mehr nur über klassische Strukturen, sondern vor allem über soziale Medien, Influencer und globale Kommunikationsnetzwerke.

Damit steigt nicht nur die Geschwindigkeit der Verbreitung, sondern auch die Reichweite. Einzelne Aussagen können innerhalb kürzester Zeit ein weltweites Publikum erreichen und gesellschaftliche Debatten beeinflussen.

Eine Warnung mit politischer Botschaft

Für Israel ist der Bericht mehr als eine Analyse. Er ist eine Warnung. Antisemitische Narrative sollen nicht erst bekämpft werden, wenn sie sich verfestigt haben, sondern bereits in ihrer Entstehung erkannt werden.

Gerade im Kontext des Holocaust-Gedenktages erhält diese Botschaft besonderes Gewicht. Die Erinnerung an die Vergangenheit wird hier bewusst mit der Gegenwart verknüpft.

Die zentrale Aussage ist klar: Antisemitismus beginnt nicht mit Gewalt. Er beginnt mit Worten, mit Bildern, mit Erzählungen.

Und genau dort setzt dieser Bericht an.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Brahim Guedich - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=174730849
Montag, 13 April 2026

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