UNESCO nannte laut Bericht Terrorfunktionäre JournalistenUNESCO nannte laut Bericht Terrorfunktionäre Journalisten
UN Watch wirft der UN Organisation vor, getötete Hamas und Dschihad Mitglieder in Gaza als Journalisten geführt zu haben. Die Jüdische Allgemeine greift den Bericht auf, UNESCO soll die Einträge trotz neuer Hinweise nicht korrigiert haben.

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Ein neuer Bericht von UN Watch stellt der UNESCO eine Frage, die für die Glaubwürdigkeit internationaler Organisationen schwerer kaum sein könnte: Hat die UN Organisation nach dem 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen wiederholt Männer als Journalisten betrauert, obwohl diese nach Angaben von HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, Islamischem Dschihad oder israelischen Dokumenten selbst Teil terroristischer Strukturen gewesen sein sollen? Die Jüdische Allgemeine griff den Bericht am Donnerstag auf und fasste den Kernvorwurf deutlich zusammen: UNESCO habe tote Mitglieder von Hamas und Islamischem Dschihad öffentlich als Journalisten geehrt und die betreffenden Erklärungen später nicht korrigiert, obwohl Zugehörigkeiten teils von den Terrororganisationen selbst öffentlich gemacht worden seien. UNESCO habe sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.
Das ist kein Streit um ein Wort. Es ist ein Streit um die Grenze zwischen Pressefreiheit und Terrorpropaganda. Journalisten müssen geschützt werden, gerade in Kriegen. Wer berichtet, wer dokumentiert, wer unter Lebensgefahr Bilder und Informationen sammelt, verdient Schutz und Respekt. Aber genau dieser Schutz wird beschädigt, wenn internationale Institutionen nicht mehr sauber prüfen, ob eine Person tatsächlich als ziviler Journalist tätig war oder zugleich eine militärische, operative oder propagandistische Funktion für eine Terrororganisation hatte. Eine Kamera macht keinen Terroristen unschuldig. Ein Presseausweis löscht keine Kommandofunktion. Und eine UN Erklärung darf aus einem Kämpfer nicht einfach einen Reporter machen.
UN Watch wirft UNESCO vor, seit den Hamas geführten Massakern vom 7. Oktober 2023 mehrfach öffentliche Erklärungen zu getöteten Personen in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen abgegeben zu haben, in denen diese als Journalisten bezeichnet wurden. In mehreren Fällen seien später Hinweise oder Selbstzuschreibungen durch Hamas und Palästinensischen Islamischen Dschihad bekannt geworden, nach denen die Betroffenen Mitglieder oder operative Kräfte dieser Organisationen gewesen sein sollen. Trotzdem, so der Vorwurf, habe UNESCO die eigenen Erklärungen weder korrigiert noch zurückgezogen. Der Bericht fordert deshalb eine umfassende Überprüfung aller entsprechenden UNESCO Einträge seit dem 7. Oktober, eine unabhängige Untersuchung der Prüfverfahren und klare Korrekturen, wenn Personen falsch eingeordnet wurden.
Die Jüdische Allgemeine nennt sieben Fälle. Mohammad Sami Jarghoun, dessen Tod UNESCO laut Bericht als Tod eines Journalisten von Smart Media beklagt habe, soll in einem Nachruf der Al Kassam Brigaden als Mitglied der Rafah Brigade geführt worden sein. Mohamed Naser Abu Huwaidi, von UNESCO als Reporter der Zeitung Al Istiklal bezeichnet, werde vom Islamischen Dschihad als Kommandeur einer eigenen Medienkriegseinheit reklamiert. Hamza Al Dahdouh und Mustafa Thuraya, die UNESCO als Kameramann beziehungsweise freien Videojournalisten geführt habe, seien nach israelischen Dokumenten als stellvertretender Kommandeur einer Raketeneinheit des Islamischen Dschihad beziehungsweise als stellvertretender Zugführer einer Hamas Brigade identifiziert worden.
Besonders drastisch ist der Fall Mohammed Manhal Abu Armana. UNESCO habe ihn als Journalisten von Palestine Now bezeichnet. Nach Darstellung von UN Watch trat er jedoch in einem Hamas Märtyrervideo als Zugkommandeur auf, mit Sturmgewehr, Panzerfaust, Tunnelaktivitäten und Sprengstoff. Anas Al Sharif wiederum, dessen Tod UNESCO im Zusammenhang mit Al Jazeera Journalisten verurteilt habe, sei nach israelischen Angaben Anführer einer Hamas Zelle für Raketenangriffe gewesen. Mohammed Washah, von UNESCO als Al Jazeera Korrespondent betrauert, sei der israelischen Armee zufolge Kommandeur einer Panzerabwehr Raketeneinheit der Hamas gewesen.
Man muss jeden einzelnen Fall sorgfältig prüfen. Ein Bericht von UN Watch ersetzt kein Gericht, und auch israelische Angaben müssen als Quelle eingeordnet werden. Aber genau darum geht es ja: UNESCO trägt nicht das Gewicht einer Kommentarspalte, sondern die Autorität der Vereinten Nationen. Wenn eine solche Organisation öffentlich erklärt, ein getöteter Mann sei Journalist gewesen, dann wirkt das weit über den Einzelfall hinaus. Es prägt Meldungen, Kampagnen, parlamentarische Debatten und die Wahrnehmung Israels in der Welt. Aus einer möglicherweise unvollständig geprüften Erklärung wird schnell ein globaler Vorwurf: IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen töte Journalisten. Wenn später herauskommt, dass einzelne dieser Personen zugleich Funktionen in Hamas oder Islamischem Dschihad hatten, bleibt die erste Schlagzeile trotzdem stehen.
Genau das ist für Israel gefährlich und für echte Journalisten beschämend. Hamas und Islamischer DschihadIslamischer Dschihad: Irans Terrorpartner gegen IsraelDer Islamische Dschihad ist eine palästinensische Terrororganisation, die Anfang der 1980er Jahre entstand. Sie lehnt Israel ab, wird stark vom Iran unterstützt und verfügt mit den Al Quds Brigaden über einen bewaffneten Arm.Mehr lesen haben ein klares Interesse daran, ihre militärischen Strukturen in zivile Rollen einzukleiden. Krankenhäuser, Schulen, Hilfswerke, Wohnhäuser, Pressewesten, Kameras und Medienbüros können in Gaza Teil eines Schutznebels werden, hinter dem sich Terroristen bewegen. Wer diesen Schutznebel nicht durchdringt, schützt nicht die Zivilbevölkerung. Er macht die Methode der Terrororganisationen erfolgreicher.
Der Bericht von UN Watch formuliert deshalb eine zentrale Forderung: Bevor UNESCO den Tod einer Person als Tötung eines Journalisten verurteilt, müsse geklärt werden, ob diese Person zivilen Schutz beanspruchen konnte oder in einer militärischen beziehungsweise kampfunterstützenden Rolle für eine Terrororganisation tätig war. Außerdem fordert UN Watch, dass UNESCO ihre Quellen und Prüfmethoden offenlegt und Einträge korrigiert oder zurückzieht, wenn glaubwürdige Gegenhinweise auftauchen.
Das ist keine Kleinigkeit für eine Datenbank. Es ist eine Frage politischer Hygiene. Die UNESCO beruft sich auf Pressefreiheit, Glaubwürdigkeit und Schutz von Journalisten. Dann muss sie gerade in Gaza genauer prüfen, nicht weniger genau. Denn dort operiert eine Terrororganisation, die seit Jahren die Unterscheidung zwischen zivilem Raum und militärischer Struktur systematisch angreift. Wenn die internationale Gemeinschaft diese Vermischung übernimmt, statt sie aufzudecken, verliert das humanitäre Völkerrecht seine Klarheit genau dort, wo es am dringendsten gebraucht wird.
Für Israel ist dieser Vorgang Teil eines größeren Problems. Immer wieder werden Zahlen, Titel und Opferlisten aus Gaza international verbreitet, ohne dass die Rolle von Hamas ausreichend sichtbar wird. Aus Kämpfern werden Zivilisten. Aus Propagandisten werden Journalisten. Aus Kommandeuren werden Medienleute. Aus militärisch missbrauchten Einrichtungen werden ausschließlich zivile Schutzräume. Das Ergebnis ist ein Bild, in dem Israel fast automatisch als Täter erscheint und die Terrorstruktur hinter dem Geschehen verschwindet.
Gerade deshalb ist die Rolle von UNESCO so wichtig. Wer weltweit Journalisten schützen will, darf den Begriff Journalist nicht entwerten. Wenn Terrororganisationen eigene Leute als Reporter tarnen oder in Medienrollen einsetzen, muss eine UN Organisation das benennen. Andernfalls verrät sie nicht nur Israel, sondern auch jene Reporter, die wirklich unabhängig arbeiten und in Kriegen ihr Leben riskieren.
Die Jüdische Allgemeine berichtet, dass UN Watch von UNESCO Generaldirektor Khaled El Enany ein umfassendes Maßnahmenpaket verlangt. Dazu gehören eine öffentliche Verurteilung der Praxis von Hamas und Islamischem Dschihad, Kämpfer in Medienrollen zu tarnen, die Überprüfung sämtlicher UNESCO Erklärungen und Einträge seit dem 7. Oktober 2023, eine unabhängige Untersuchung der internen Verifizierungsprozesse und die Offenlegung von Quellen und Methodik.
Sollte UNESCO die Vorwürfe für falsch halten, muss sie sie transparent widerlegen. Sollte sie Fehler gemacht haben, muss sie korrigieren. Schweigen reicht nicht. Nicht bei einer Organisation, deren Worte weltweit Gewicht haben. Nicht bei einem Krieg, in dem Hamas jede Unschärfe nutzt. Und nicht bei einem Thema, bei dem Israel seit Monaten mit dem Vorwurf konfrontiert wird, gezielt Journalisten zu töten.
Am Ende steht ein einfacher Maßstab. Journalisten müssen geschützt werden. Terroristen dürfen nicht durch den Journalistenbegriff geschützt werden. Wer diese Grenze verwischt, hilft nicht der Pressefreiheit. Er hilft jenen, die Pressefreiheit missbrauchen, um Krieg zu führen.
UNESCO muss erklären, wie diese Einträge zustande kamen. Sie muss offenlegen, was sie wusste, was sie prüfte und warum sie trotz späterer Hinweise nicht korrigierte. Denn wenn die Autorität der Vereinten Nationen dazu benutzt wird, Terrorfunktionäre als Journalisten erscheinen zu lassen, ist nicht nur eine Statistik falsch. Dann wird die Wahrheit selbst zum Schlachtfeld.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 09 Juli 2026