Teheran 1943-Genf 2013 / Iranium

Teheran 1943-Genf 2013 / Iranium




von Daniel Schneerson, Haifa/Israel

Die "Eureka"-Konferenz wurde sie genannt, das überhaupt erste Zusammentreffen aller Regierungschefs der Großmächte in Allianz gegen Hitlers Reich in Teheran. Sie jährt sich zum siebzigsten Male, vom 28.11.-1.12.1943 stattgefunden habend.
Auch dieser Tage sah man eine Konferenz in Genf, wenn auch nur auf Aussenministerebene.

Über die Ereignisse in Genf wird ausreichend berichtet. Aber die "Eureka" scheint in ihrem historischen Glanz verstaubt zu sein.
Die damals zeitgleich geplante, damals geheime deutsche Kommandooperation unter dem Namen "Weitsprung", welcher dank sehr sorgfältiger Recherche eines Eliteteams des sowjetischen Geheimdienstes, im Iran erfahren operierend ein vorzeitiges Ende gesetzt wurde. Das Ziel war es, einen Anschlag auf die Staatsoberhäupter zu verüben.

Der damalige Ermittler des Eliteteams der Aufklärung, Geworg Wardanjan, gibt einen zu glaubwürdigen Augenzeugenbericht über die Vorkommnisse in dieser Zeit ab, als dass man den deutschen Versionen, einen "Weitsprung" habe es nicht gegeben, glauben kann. Abgesprungen sind damals, ironischerweise in Qom, sechs Funkexperten der Nazis, um den Auftritt des Superstars Otto Skorzeni, dem Haudegen Hitlers für spezielle Kommandooperationen, logistisch vorzubereiten. Da Wardanjan sehr detailliert arbeitete, brauchte Skorzeni selbst nicht mehr einzufliegen. Nun stellt sich die Frage, warum gerade dieser etwa 60 km von Teheran gelegene Ort in Skorzenis Planung eine Rolle spielte.

Bereits Mitte der 30er Jahre beauftragte Himmler seine wissenschaftlichen Expeditionen mit Reisen in alle Welt.
Wenn 1943 das Netz der deutschen Agenten im Iran zerschlagen wurde, was waren wohl vorher die Verbindungen im Iran?
Vor dem Krieg waren die Botschafter der Dunkelheit gern gesehene Gäste im Orient, mit ihrer fast "ritterlichen" Höflichkeit.
In der Teheraner Konferenz von 1943 kamen Churchill, Roosevelt und Stalin in der Botschaft der Sowjetunion zu Gesprächen zusammen, welche das weitere militärische Vorgehen im vom Krieg glühenden Europa seitens der Alliierten zu festen Plänen fügen sollten. Stalin war sehr stolz, Gastgeber dieser sicher auch mit festlichen Banketten ausklingender Tage zu sein. Der NKWD kontrollierte die Stadt mit 3000 Sondertruppen. Die Gäste fühlten sich dank dieser Vorkehrungen so wohl, daß sie sich im offenen Jeep, gar zu Fuß spazierend in der Stadt bewegten.

Ohne Zwischenfälle gingen Churchill, Stalin und Roosevelt auseinander.

Genf, 2013.

Es geht um einen Staat, den man derzeit diplomatisch besser behandelt als Israel.

Dieser Staat kichert sich nach seinem Triumph daheim ins böse Fäustchen, welches in Genf noch zur Hand ausgestreckt war.
Diejenigen, welche den Film "Iranium" noch nicht gesehen haben, sollten sich ein Bild machen, wer da eigentlich am Verhandlungstisch sitzt. Der Film ist aufgrund der Genfer Konferenz vom Clarion Fund aktuell zur Verbreitung zugänglich gemacht worden.

Und wie ist es möglich, dass Guido Westerwelle solche, besonders in Hinsicht auf Israel sonderbare, wichtige Mitverantwortung für das Ergebnis der Verhandlungen trägt?

Welche Diplomaten welcher Regierung verhandeln da aktuell für Deutschland?
70 Jahre sind eine lange Zeit.

Aber wie wird die Welt wohl in sieben Monaten aussehen?
Aber erst einmal, Happy Hanukkah!

 

Foto: Atompilz (Foto: von The picture was taken by Charles Levy from one of the B-29 Superfortresses used in the attack. [Public domain], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Dienstag, 26 November 2013