Israelisches Startup könnte Anfang vom Ende aller Computerviren sein

Israelisches Startup könnte Anfang vom Ende aller Computerviren sein




Ein israelisches Startup behauptet, dass es Viren, Malware und Trojaner, die die Weltwirtschaft hunderte Milliarden Dollar jährlich kosten, besiegen kann. Cyactive beansprucht für sich, nicht nur bereits wildernde, Schaden verursachende Viren stoppen zu können, sondern, wie CEO und Mitbegründer Liran Tancman behauptet, die meisten schon abzuwehren, bevor sie überhaupt entwickelt werden. - See more at: http://itrade.gov.il/germany/israelisches-startup-konnte-anfang-vom-ende-aller-computerviren-sein/#sthash.nckPOBzN.dpuf

Das Geheimnis steckt in der Erkenntnis, dass Viren zum größten Teil evolutionär und nicht revolutionär funktionieren. „Ein erheblicher Teil des Codes, selbst bei großangelegten Cyber-Attacken, wird wieder und wieder in weiteren Attacken verwendet“, sagt Tancman. „Eigentlich gab es niemals einen Virus, der im Kern nicht auf Malware zurückgriff, die bereits existierte.“

Besonders zu Zeiten, in denen sich Hacking global zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat, müssen Hacker liefern. Zumeist bleibt keine Zeit, das Rad neu zu erfinden, was laut Tancman aber auch nicht nötig sei. „Das Problem ist, dass Computer- und Netz-Sicherheit reaktiv und nicht aktiv ist. Ein Konzern bringt tausende oder gar Millionen Dollar auf, um sich gegen eine bekannte Malware-Variante abzusichern, sprich, um eine ganz bestimmte Art von Angriff bekämpfen zu können.“ Diese Verteidigung zu umgehen, ist für einen Hacker ein Kinderspiel. „Sie müssen nichts weiter tun, als ein paar Änderungen in ihrem Malwarecode durchzuführen und schon haben sie ihr Soll erfüllt. Für 150 US-Dollar kann ein Cyberkrimineller einen Hacker anheuern, der einen Schaden von 25 Millionen US-Dollar fabrizieren kann, den er ein paar Monate später wieder anrichten kann, indem er einfach kleine Änderungen im Malwarecode vornimmt.“

Tancman, der früher selber Leiter im Bereich Cyber-Strategie in einer Elite-Einheit des IDF-Nachrichtendienstes war und zehn Jahre Erfahrung aus dem israelischen Nachrichtencorps mit sich bringt, hat viel Zeit darauf aufgewendet, dieses Phänomen zu studieren und hat eine Lösung gefunden, von der er glaubt, dass sie das Potential hat, allen gegenwärtig und zukünftig aktiven Viren den Garaus zu machen. „Wenn wir eine Abwehr gegen den Kern der Malware entwickeln können, d.h. gegen die 98 Prozent des Codes, die eben nur eine Variante der schon existierenden Malware ist, könnten wir Viren-Attacken endgültig beenden“, sagt Tancman.

Cyactive hat hierfür intelligente Algorithmen entwickelt, die laut Tancman Malware untersuchen und analysieren, um herauszufinden woher sie kommt und wohin sie geht. „Man kann den ‚Schlüsselbund‘ klar erkennen, der mit den Methoden behangen ist, die die Hacker gerade benutzen, und mit jenen Varianten, die sie in Zukunft nutzen werden“, sagt Tancman. „Auch die größten Attacken wie Flame, Stuxnet und andere speisen sich aus einem ähnlichen Kern.“ Hacker haben keine Alternative: Sie haben weder die Zeit, noch die Ressourcen oder die Fähigkeiten einen komplett neuen Schlüsselbund zusammenzustellen, der dem Angreifenden neue Zugänge ermöglicht, behauptet er.

Wenn er Recht behält, fügt Tancman hinzu, wird Hacking quasi über Nacht fast unmöglich. Und selbst wenn Hacker es schaffen neue Kerntechnologien zu entwickeln, reicht eine einzige Attacke für Cyactive aus, diesen neuen Ansatz zu entschärfen und ein Anti-Malware-Lösungspaket zu schnüren, das den Angriff entschlüsselt. „Schlussendlich werden Hacker erkennen, dass die Arbeit, die sie in das Hacking stecken, sich nicht mehr so auszahlen wird, wie sie es gewohnt sind“, argumentiert Tancman, mit dem Resultat, dass das Hacking, so wie wir es kennen, sein Ende finden wird.

Lesen sie hier die komplette Geschichte auf Englisch, in der die Funktionsweise von Cyactive näher erläutert wird und ein Investor zu Wort kommt.

 

Trade-Center der Botschaft des Staates Israel in Berlin (Foto: Botschaft Israels)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Sonntag, 16 Februar 2014