Knobloch: „Ich kann die Formel ‚nie wieder!‘ kaum mehr hören“

Knobloch: „Ich kann die Formel ‚nie wieder!‘ kaum mehr hören“




Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau hat um 9.45 Uhr die Gedenkstunde des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden München und Oberbayern an der jüdischen Gedenkstätte im ehemaligen KZ Dachau stattgefunden. In ihrer Rede in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde:

"Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr verehrter Herr Ministerpräsident, mit Ihrem Kommen zu diesem Ort, in dieser Stunde, setzen Sie das richtige Zeichen – im richtigen Moment. Nicht allein, um gemeinsam der Millionen Opfer in der Vergangenheit zu gedenken. Sondern weil Sie verstanden haben, dass die jüdische Gemeinschaft Ihres Landes in der Gegenwart von wachsenden Sorgen und Zweifeln erfüllt ist."

Knobloch verwies auf den Zuwachs antisemitischer Exzesse in ganz Europa – auch in Deutschland. "Jetzt, im siebten Jahrzehnt nach der Shoa, wird die jüdische Gemeinschaft hierzulande mit ihrer verletzlichen Heimatliebe und dem neu gefassten Vertrauen immer häufiger brüskiert."

Knobloch sieht eine klaffende Lücke zwischen dem Geschichts- und Verantwortungsbewusstsein in der politischen Elite und den Einstellungen und Stimmungen in der Bevölkerung. Knobloch: "Hier und heute müssen wir uns der Wahrheit stellen: Auch im 21. Jahrhundert, auch in Deutschland, spüren wir, wie salonfähig der Antisemitismus wieder ist. (…) Ich beziehe mich dabei nicht auf Umfragen oder Statistiken. Vielmehr spüren wir diese Stimmung in unserem Alltag. Der Antisemitismus begegnet uns inmitten unserer Gesellschaft mit blankem Hass, mit Genugtuung, mit Arroganz und Hochmut. Er wütet unter hier lebenden Muslimen. Wuchert an den schmutzigen Rändern rechts und links. – Und er keimt auch und gerade in der breiten bürgerlichen Mitte fruchtbar auf." Solange dagegen nicht auf breiter gesellschaftlicher Ebene entschlossener angekämpft werde, möchte sie nicht länger die Worte „nie wieder!“ in den Mund nehmen.

Damit bezog sich die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland nicht nur auf den Antisemitismus, sondern: "gleichermaßen Antiziganismus, Homophobie, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Mobbing auf dem Schulhof, Menschenverachtung in jeglicher Form." Längst habe man sich an analoge, und noch viel extremer, an digitale Diskriminierung gewöhnt. (…) Haben wir verdrängt, dass Menschenverachtung keine Kleinigkeiten kennt? Wie ist es eigentlich um das Wehren der Anfänge bestellt?"

Eindringlich forderte Knobloch, dass sich alle deutschen Verfassungsorgane geschlossen hinter den NPD-Verbotsantrag des Bundesrats stellen sollten.
Mit den Worten "Das Gegenteil von ‚nie wieder‘ ist allgegenwärtig" verwies die einstige Vizepräsidentin des World Jewish Congress auf "weltweit zu beobachtende Ungeheuerlichkeiten". "Vor unseren Augen grassiert unvorstellbare Barbarei. Denken wir an die Gräueltaten des IS, an die Verfolgung der iranischen Bahai, an die Ermordung von Christen im Nahen und Mittlerer Osten, in Syrien, Libyen, im Irak, oder in Afrika, an den Terroranschlag auf dem Campus im kenianischen Garissa. (…) Millionen von Menschen sind auf der Flucht vor grausamster Gewalt und Kriegen. Und es ist unsere Verantwortung, die Ursachen und die Folgen als unsere Aufgabe zu begreifen – im Zeichen der Menschlichkeit."

Abschließend betonte Knobloch: "Ein Schlussstrich, wie ihn sich viele wünschen, kann nicht gelingen. Im Gegenteil: Der Mensch war, ist – und bleibt – zu Unmenschlichkeit imstande. (…) Ich plädiere dringend dafür, den Heutigen unsere Geschichte nicht als Last, sondern als Chance näherzubringen – als Motivation zu Mündigkeit, Wehrhaftigkeit und Menschlichkeit. Das ist mein Wunsch an mein Land, an diesem Ort, an der Schwelle der Zeit, da die Epoche der Zeitzeugen zu Ende geht."

 

Foto: Aus dem Gedenken erwächst Verantwortung für die Zukunft (Foto: Bundespresseamt/Bergmann)

 

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Autor: joerg
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Montag, 04 Mai 2015






"Er wtet unter hier lebenden Muslimen." "Wtet" ist schon mal der richtige Terminus. Aber,in einem Atemzug und beschwichtigenderweise, wo hat sie denn diese "Infomation" her?: "Und er keimt auch und gerade in der breiten brgerlichen Mitte fruchtbar auf."

@ Steve: Dir kann geholfen werden. Geh mal zu diesen "Pegida"-Aufzzgen, insbesondere wenn der Wander-Starredner aus Mnchen auftritt, wie da gegen Beschneidung und Schchtung gehetzt wird - und dann berleg mal, in welcher Religion das zentrale Punkte sind. Und schau Dir bei Gelegenheit das Israel-Bild nicht weniger Deutscher an. Was auch hilfreich ist: Die jhrlich aktualisierte Studie "Deutsche Zustnde", die seit fast 3 Jahrzehnten die Stimmungslage des "gesunden Volksempfindens" ergrndet.

@2sascha: Jo mei, uns Saschenka wieder mal: "...das Israel-Bild nicht weniger Deutscher an" Na was meinen denn, woher "das Israel-Bild nicht weniger Deutscher" wohl herkmmt? Bingo!! Richtig Saschenka, aus den MSM. Woher kommen die "Studien"? Noch mal Bingo!!, auch aus den selbigen. Ein Blick in die tageschau.de und ich kriege das blanke Zittern vor Israel....

@2sascha: Wenn Sie allerdings diesen Mittelstand meinen (ist Friseur eigenlich Mittelstand?), dann haut das schon hin, Ist jetzt zwar ein Beispiel aud Felix Austria, nimmt sich aber nicht viel mit DE. "Ibrahim T., 29 Jahre alt, ist der Inhaber eines Friseursalons in Wels bei Linz. Er stellte ein Foto von Hitler auf seine Facebook-Seite und verffentlichte dazu ein fiktives Zitat des Nazi-Fhrers: Ich knnte alle Juden tten. Aber ich habe einige am Leben gelassen, um euch zu zeigen, wieso ich sie gettet htte. Medienberichten zufolge flehte der Friseur zudem zu Allah, dass er den jdischen Staat vernichten mge." http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/28246/

@2 Sascha Weit Du Sascha, ich finde Pegida total in Ordnung, nicht weil alles was sie sagen richtig ist sondern weil sie es sagen, ansonsten wrde es niemand hren. Natrlich gehren auch "Antischchter" aus den Reihen der Tierschtzer dazu oder auch aus anderen Richtungen aber mit denen kann man reden und natrlich sind auch welche dabei, die immer noch der Meinung sind, sie mssten Gott vertreten obwohl der gut fr sich selber sorgen kann. Aber, die Gewalt ging von den Gegendemonstranten aus, die haben dafr gesorgt, dass keine "Mittelstndler" mehr unter den Pegidas sind (mit Ausnahme von Dresden?) und der Anteil an "Rechten" immer grer wird, aber genau das wollen die ja auch erreichen, das sollte Dich an die Zeit vor 80 Jahren erinnern, die SA war nicht die Mehrheit aber sie hat dafr gesorgt, dass die Kommunisten allein waren und die hatten keine Chance gegen SA UND Polizei, verstanden? So luft der Hase und was Dresden betrifft, gib doch einfach mal "Susanna H. Dresden" bei Google ein, danach kannst Du ja Deine >Meinung ber Steve nochmal durchdenken. Mal sehen ob Du diskussionsfhig bist.

@ Steve: Was schreibst Du denn jetzt fr iulkiges Zeugs? Studien von den MSM? Informierst Du dich denn nicht? Die Studie "Deutsche Zustnde" wird von der Uni Duisburg von der Forschungsgruppe um Prof. Heitmeyer erstellt. Deine plumpe Art diskreditiert selbst deine berechtigten Kritiken. @pp: Es ist nicht irgendwer bei diesen kruden "Gida"-Veranstaltungen, sondern einer der Starredner. Und wenn es um "Tierschutz" gehen wrde, warum wird dann nicht das wesentlich qualvollere Schlachten kritisiert, sondern das fr Tiere schonendere Schchten?

@6 Sascha Es geht natrlich nicht um Tierschutz sondern diese Leute werden benutzt (instrumentalisiert), und natrlich wei ich, dass Schchten die Tiere weniger qult. Aber all das sind Punkte ber die man reden kann, es muss nur erst einmal eine "Redesituation" geben, in der derzeitigen Situation gibt es die nicht. Jeder Versuch einer Diskussion wird doch unterbunden durch "Schreihlse" die nur ihre Meinung hren wollen, versuch doch mal denen etwas ber Demokratie, Gleichberechtigung oder Frauenrechte in Israel zu erzhlen, dann wirst Du sehen, was da aus dem Abgrund kriecht. Es ist total egal ob Du Archologie, Politik Wirtschaft oder was auch immer nimmst, Israel hat an der Stelle immer ganz schlechte Karten und da kann ich Steves Meinung zu 100% untersttzen auch wenn er manchmal sehr "plump" ist und ich das vielleicht anders sagen wrde. Die Ausdrucksweise sollte nicht der entscheidende Faktor sein sondern der Inhalt.

@6Saschenka: Na gut, vieleicht etwas "ulkig". Aber wer gibt denn letztenendes solch "Studien" in Auftrag und bezahlt sie. PS: Der Witz " Informierst Du dich denn nicht?" war gut. Ich informiere mich aber bestimmt nicht in deinen bevorzugten linken Radaublttern: taz.de: "Neue Heitmeyer-Studie Das Brgertum verroht" http://www.taz.de/!62265/ @7pp: "...auch wenn er manchmal sehr "plump" ist und ich das vielleicht anders sagen wrde." Merci beaucoup, Du bist und bleibst ein Gentleman. ☺☺

@8 Steve Vielen Dank Steve, ich finde Deine Meinungen durchwegs gut und richtig, manchmal etwas hart aber das ist besser als der Mist den so mancher schreibt. @6 Sascha Im deutschen Bltterwald wird das geschrieben was "politisch korrekt" ist und wenn Du diese Bltter wirklich liest msstest Du das erkennen. Was die Gidas betrifft, ich persnlich wrde dort erst hingehen, wenn ich sehe, dass es notwendig ist oder denkst Du ich habe Lust mir von einem "Gegendemonstranten" was an den Kopf werfen zu lassen? Die Berichterstattung ber die Gidas in den Medien war von Anfang an nicht korrekt, die Gewalt ist zuerst von den "Gegen" ausgegangen aber nicht nur das, auch die falsche Darstellung ist ein groes Problem, kennst Du die Studie der Uni Dresden? Aber eigentlich solltest Du als Leser von Haolam das verstehen und was Bachmann betrifft, ein armer Wicht fr den man hoffen kann, dass er eines Tages vernnftiger wird, man muss nicht alles ins Internet stellen, allerdings habe ich IHN nicht gewaltttig gesehen!

@9pp: "...manchmal etwas hart..."..und dabei rei ich mich schon sooo sehr zusammen...hihi...☺☺ Geschtzter pp, meinst Du das Hitlerbilchen von Bachmann im Net, was sich im Nachhinein als Fake herausgestellt hat?

@ steve: Auch wenn ich nicht wsste, was Dich das angeht oder inwiefern das meine Argumentation tangiert - ich verrate es Dir trotzdem, bin ja ein Netter: Ich lese als Tageszeitungen Die Welt, die Jerusalem Post und die Washington Post. Wrde ich Dir auch empfehlen, dann httest Du den Grundsatzkommentar des Herausgebers der Jerusalem Post damals zur "Beschneidungsdebatte" gelesen: Wre das Gesetz nicht gekommen, dann htte Hitler doch noch sein "judenreines Deutschland" bekommen. @pp: Es geht nicht um den Bachmann. HrDir mal die Reden von dem Strzenberger an und sein gegeifere gegen Beschneidung und Schchtung, die scheinbar seiner abstrusen Meinung nach den Untergang "des Abendlandes" herbeifhren knnten - oder so hnlich.

@11S.: Danke fr die beraus wertvollen Tipps. brigens geht mir die sog. "Beschneidungsdebatte" links&rechts am A.... vorbei. Zu Strzenberger; waren Sie den schon mal bei einer seiner Reden dabei? Beim Thema Schchten geht es einzig und allein um die "Handhabe" der...na Sie wissen schon von wem. Einfach mal bei Bildergoogle >Schchten< eingeben.....

@11sascha Wenn man erstmal die "Gemigten" vertrieben hat wird das Argumentieren einfacher oder nicht? Ich habe keine Probleme mit G Wilders oder Tatjana Festerling, von denen habe ich schon gehrt, dass sie bei Pegida gesprochen haben und die Kommentare in den deutschen Medien habe ich auch gelesen, dass Du dich damit anscheinend eins machst spricht nicht fr Deine Objektivitt. Von Strzenberger habe ich noch nichts gehrt und gelesen, wer gegen Beschneidung und Schchtung quatscht den nehme ich nicht Ernst. Die "Welt" ist nicht gerade das gute Beispiel fr Objektivitt, genauso wie Zeit, FAZ oder Sddeutsche, alles eine Soe und von Information weit entfernt. Ich nehme mir ja auch kein Beispiel an den 2 Polizisten, die den thiopischen Israeli verkloppt haben, das Video sah zumindest nicht gut aus. Wenn ich in Israel bin bemhe ich mich immer ein Foto mit israelischen Soldaten zu bekommen und ich bemhe mich auch die Jerusalem Post zu lesen, zumindest ein Bisschen. Ansonsten lege ich Wert darauf mit israelischen Freunden zu reden.

@ steve: Dafr, das Du postulierst so fr Israel zu sein, geht Dir dann aber die Grundlage jdischen Lebens erstaunlich leicht am Arsch vorbei. Immerhin gab es damals ersthafte Planspiele in Israel, wie man mit der zu erwartenden Auswandserungswelle von Juden aus Deutschland in Richtung Israel organisatorisch fertig wird und welche Manahmen notwendig sein mssten, eine mglichst schnelle Auswanderung zu bewerkstelligen. Auch ber einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen wurde diskutiert, wre jdisches Leben in Deutschland vom Gesetzgeber unmglich gemacht worden. Und ja, ich kenne die Reden, ich kenne die Videos, die seine Website von seinen Reden verffentlicht. Da geht es niergends um irgendeine Differenzierung, sondern pauschal um das Schchten. Und was deine Gruselbilder anbelangt - natrlich gibt es da blutspritzende Bilder von Schchtungen, auch von Schchtungen nach jdischem Ritus. Aber die Menge spritzenden Blutes sagt rein gar nichts ber Leiden oder Qualen des Tieres aus. Der entscheidende Unterschied ist: Im muslimischen Schchtvorgang darf nachgeschnitten werden - wodurch Blut in Fleisch gelangen kann. Nach jdischen Ritus mssen alle Nerven- und Blutbahnen im Hals mit einem einzigen Schnitt durchtrennt werden, somit kann das Tier vollstndig ausbluten und sein Fleisch ist koscher. Das sieht zwar recht blutig aus, aber da alle Nervenbahnen durchtrennt sind sprt das Tier nichts - ganz im Gegensatz zum qualvollen schlachten wie es in Deutschland - und anderen Lndern - blich ist.

@13pp; "..bemhe ich mich immer ein Foto mit israelischen Soldaten zu bekommen.." ha, ich auch, besonders mit weiblichen Uniformierten.☺☺ Die sind ja sowas von hbsch... @Saschenka: Ich werd das Gefhl nicht los, wir reden aneinander vorbei?☺? Ich htte gern von Ihnen nhere Informationen zu den "Planspielen". Danke...

Steve, ich mchte mich nicht in ihre Diskussion mit Sascha einmischen, erlaube mir aber, dennoch darauf zu antworten. Es gab in verschiedenen Kreisen berlegungen, wie ein "Exodus" aus Deutschland zu bewerkstelligen ist. Auf der Grundlage von Anfragen bei der Jewish Agency, Umfragen und Meldungen aus den Gemeinden, wurde versucht, Prognosen zu erstellen, wieviele Juden insgesamt nach Israel einwandern wollen wrden - und wie sich das in den ersten Monaten innerhalb des ersten Jahres staffeln wrde. Daraus resultierten unterschiedliche Fragen - hat die EL AL gengend Maschienen, mssten andere Fluggesellschaften (z.B. IsraAir) Maschienen freistellen, mssten Maschienen angemietet werden? Wie wre die Erstversorgung (Unterknfte, Arbeitspltze, Schulversorgung usw.). Daneben gab es direkte Aufrufe insbesondere aus dem rechts-zionistischen Spektrum (Likud-, Bayit Yehudi-Aktivisten, Fhrung der Studentenbewegung Im Tirtzu), die die Juden Deutschlands direkt aufriefen, das Land zu verlassen, wenn die Beschneidung nicht legalisiert wird.

@15 Steve und 14 +16 Sascha + Samuel ich kann Dich verstehen Steve, habe auch ein Foto mit Soldatinnen, ist echt toll. Mach Dir nicht zu viel aus den beiden Diskussionsteilnehmern, die sind doch sehr auf ihre Linie eingefahren und haben keine Mglichkeit ber andere Gedanken nachzudenken, das ist SCHADE. Es gibt von ihnen keine vernnftige Entgegnung und wenn sie die Mglichkeit einer Entgegnung nicht haben wird es einfach totgeschwiegen. Den Ausreisewillen der Juden nach Israel halte ich fr nicht allzuhoch, warum auch. Ein Flug nach Israel fr eine Beschneidung ist heutzutage kein groes Problem mehr und die nichtreligisen Juden in Israel mssen auch eine Mglichkeit auerhalb Israels finden um zu heiraten. Bei den franzsischen Juden ist das etwas ganz anderes, sie sind in ihrer Seele getroffen weil sie sich total in Frankreich zu Hause gefhlt haben, solche Ereignisse und der Umgang ziehen einem den Boden unter den Fen weg. Sicherlich gibt es "Aktivisten" die das gern anders sehen, die Realitt ist aber manchmal anders, siehe die letzten Wahlen.

@ PP: Dein Verstndnis fr das Judentum scheint einige Mngel aufzuweisen. Ja, Israel ist nur wenige Stunden entfernt. Darum geht es aber nicht. Warum sollten Juden in einem solchen Land - mit einer solchen Geschichte - leben, wenn man aus der Geschichte nicht gengend gelernt hat, als das man ernsthaft darber nachdenkt, die Grundlagen jdischen Lebens zu kriminalisieren? Was htte ein Jude in einem solchen Land verloren? Nichts. Zumal: Wenn die deutsche Justiz, die so deutsch und abendlndisch ist, in Deutschland beispielsweise die Beschneidung strafrechtlich verfolgen wrde, wrden Eltern, die ihr Baby in Israel beschneiden lassen, sich automatisch bei einer Rckkehr der Strafverfolgung aussetzen. schon mal darber nachgedacht? Und wenn ich dann diese grhlende Masse auf den Videos sehe, die bei den "Gidas" anfangen "Lgenpresse" und "Volksverrter" zu skandieren - dann scheint der Nachholbedarf in Sachen Geschichtsunterricht eklatant zu sein in Deutschland.

@18 Samuel "Der Fremde" hat es immer schwer den "Einwohner" zu verstehen, das ist eine Diskussionsgrundlage. Mein Verstndnis fr das Judentum rhrt natrlich aus meinem christlichen Hintergrund, das ist einfach aber auch eine Grundlage. Es rhrt abe auch aus meiner persnlichen Erfahrung und natrlich aus meiner geschichtlichen Erfahrung. Was Du lieber Samuel anfhrst sind "Variable" die man aus verschiedenen Richtungen sehen kann. Ich sehe den Verlust der jdischen Bevlkerung Deutschlands durch die Nazis zuerst als menschliches Leid und danach als gesellschaftlichen, kulturellen, ethischen und mebnschlichen Verlust fr DEUTSCHLAND. Zu Deinen Argumenten, es muss ja einen Grund fr die Situation geben, nichts geschieht ohne Grundlage und die muss gefunden werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die geschichtliche Abhandlung in der Schule nach dem Krieg sehr drftig war, das produziert ein gewisses Verhalten, es gibt Bereiche im gesellschaftlichen System die eine bestimmte Politisch/gesellschaftliche Richtung bewirken, das ist aberr in Israel nicht anders und die heutige deutsche Justiz verfolgt eine eigene Richtung. Wenn ein Land so pervertiert ist, dass die politische Minderheit versucht die Gesetzgebung durch "richterliche Entscheiduhngen" zu unterlaufen sind wir wirklich an einer schlechten Ecke der Gesellschaft angekommen, genau das passiert aber und die Entscheidungen sind nicht immer positiv. Mitte der 1970er Jahre war Abtreibung in Deutschland verboten, die Menschen sind nach Holland gefahren, wurden sie danach in Deutschland angeklagt? Heute sind bestimmte Bereiche der knstlichen Erzeugung/Befruchtung verboten, die Menschen fahren in andere Lnder, werden sie hinterher angeklagt? So einfach kannst Du nicht argumentieren. Die Juden in Frankreich haben ein ganz anderes Nationalgefhl aufgrund der "Zugehrigkeit", sie waren ohne Einschrnkung Teil Frankreichs und haben sich auch so gefhlt, Aktionen von Moslems wie in Deutschland, dass 1000e grhlen "Juden ins Gas" waren in Frankreich (noch) undenkbar, DAS hat sich gendert und ist mit der Situation der Juden im Nachkriegsdeutschland gar nicht vergleichbar, hier sind bestimmte Beeiche immer noch nicht geklrt, siehe Kunst- oder Wertrckfhrung an ehemalige Besitzer. Oder bist Du auch der Meinung, dass die berfhrung von Werten fr einen Appel und ein Ei eine rechtlich korrekte Handlung ist? Eine Antwort auf diese Situation ist weder von der politischen noch gesellschaftlichen Macht gebt und wird es sicherlich auch nicht, die Gidas sind lediglich die Spitze eines Eisberges der mit der geldgierigen, machtbesessenen Art und Weise des Umgangs mit Andersdenkenden ausgebt wird und Lgenpresse ist ein "anrchiges" Wort, kennzeichnet aber die Situation der deutschen Medien am Besten. Nur zur Erinnerung, der Unterschied zwischen "soll" und "hat" wird in der Berichterstattung doch sehr genau benutzt um Tatsachen zu schaffen.

@18Samuel: Bei allem Respekt vor Ihnen, aber das hier ist sehr eigenartig formuliert: " Und wenn ich dann diese grhlende Masse auf den Videos sehe, die bei den "Gidas" anfangen "Lgenpresse" und "Volksverrter" zu skandieren - dann scheint der Nachholbedarf in Sachen Geschichtsunterricht eklatant zu sein in Deutschland.". PS: Mir scheint der "Nachholbedarf" in Sachen Deutschlands Gegenwart eklatant zu sein, was die sog. "Gidas" betrifft....moins....

@ PP Eine christliche Sicfht oder Interpretation kann interessant sein, auch fr einen Dialog. Aber gesteh uns zu, das wir unsere Religion selber interpretieren, dazu brauchen wir auch weder das "Neue Testament" noch andere heilige Schriften anderer Religionen. Und das Judentum und Israel sind nicht zu verstehen, wenn man Tourimig sich mal mit nem Soldaten fotografieren lsst. Das ist nett und gut, ersetzt aber nicht das Wissen um Judentum und Israel. Und die Grundlagen des Judentums sind eben u.a. die Beschneidung und die Kashrut, also die Speiosevorschriften und insbesondere das Gebot der Schchtung anstatt der Schlachtung. brigens: Auch fr skularte Juden stehen Beschneidung und Schchtung nicht zur Debatte, auch skulare Familien lassen ihre mnnlichen Babies beschzneiden. Auch weil es medizinisch sinnvoll ist. Du findest hier auf haOlam doch jede Menge Artikel ber klinische Studie4n zur mnnlichen Vorhautbeschneidung, warum sie mehr als empfehlenswert ist - und ich denke mal, Du bist wesentlich eher in der Lage damit zu befassen als mancher andere hier.

Mir geht da schon lange was durch den Kopf. Das Thema Beschneidung war hier in DE eigentlich noch nie "das Thema". Aber mit der "Flutung" muslimischer "Einwanderer" wurde "das Thema" pltzlich zur Chefsache erklrt. Hat doch vorher auch keine Sau interessiert. Ich kann nat. falsch liegen, aber das ist so meine Sicht der Dinge.

@steve: Jetzt geht wieder deine Paranoi mit Dir durch. Auslser des Ganzen war ein Schandurteil des Landgerichts Kln, vorausgegangen waren einige Artikel eines mehr als nur umstrittenen "Juristen" in einer entsprechenden Fachzeitschrift. Und selbstverstndlich musste es "Chefsache" werden, da dann eben - vielleicht verstehst Du es irgendwann - jdisches Leben in Deutschland nicht mehr mglich gewesen wre. Samuel hat das doch auch schon erklrt. Und im Gegensatz zu einigen Richtungen im Islam, ist im Judentum der Zeitpunkt der Beschneidung - wenn kein medizinischer Grund dagenspricht - festgelegt auf wenige Tage nach der Geburt. Das US-Gesundheitsministerium empfielt inzwischen o9ffiziell landesweit die Vorhautbeschneidung nach der Geburt, vielleicht kommt man in Deutschland auch mal so weit endlich die Konsequenten aus der medizinischen Wissenschaft zu ziehen. Und das hat nichts mit deinen Verschwrungstheorien zu tun.

Die "Beschneidungsdebatte" war eine von Antisemiten inszenierte Kampagne, sollen wir uns jetzt dafr entschuldigen, das wir uns gegen diese Primitivlinge und ihre Hasspropaganda gewehrt haben?

@23/24: Ich habs gewusst!! Ich werd ans Kreuz genagelt....☺

Nachtrag@23/24: Himmel, Harn und Firn, ich will damit sagen, da erst seitdem in DE die Berufsjudenhasser aus dem forderasiatischen* Raum hier Fuss gefasst haben und Salonfhig gepusht wurden, kommen auch die alten antisem. Ratten wieder aus ihren Lchern gekrochen. So und jetzt nagelt mich weiter ans Kreuz. *kein Schreibfehler...☺

@21 Samuel Also Samuel, ich habe nicht von einer christlichen Sicht gesprochen sondern lediglich die jdische Grundlage des christlichen Glaubens betont. Das "Neue Testament" hast Du erwhnt und ber andere Religionen brauche ich auch nicht zu reden. Ich lasse mich nicht tourimig mit israelischen Soldaten fotografieren sindern habe das gemacht weil ich das Foto vergrert und an meine Wohnungstr gehngt habe. Fr mich ist weder Schchtung noch Beschneidung ein Problem sondern eine Tatsache, auch ber die Besonderheit des 8. Tages fr die Beschneidung bin ich informiert. Ich kann also das was Du unter 21 geschrieben hast beim allerbesten Willen nicht verstehen. Wenn Du eine bessere Erklrung fr die unterschiedliche Auffassung/Verhaltensweise deutscher und franzsischer Juden hast, lass es mich wissen.

@ pp: Ich wollte Dich nicht angreifen. Ich denke, das Du da offener bist. Es gibt ein ganz gutes Buch zu den Grundlagen des Judentums, und damit auch zu den Grundlagen Israels: "Was ist koscher?" von Paul Spiegel. Was die Aliyah anbelangt: Inzwischen ist Frankreich mit an der Spitze der Lnder, aus denen Juden Aliyah, also Rckkehr, nach Israel machen. In Deutschland steigen die Zahlen auf einem niedrigen Niveau auch bestndig an - einen regelrechten "Run" an Anfragen an die Aliyah-Organisationen in Deutschland gab es whrend der "Beschneidungsdebatte" und nach den antisemitischen Ausschreitungen im vergangenen Sommer.

@28 Samuel Hrt sich doch ganz anders an, das mit dem Anstieg nach den Chaoten im letzten Sommer kann ich gut verstehen, das besttigt aber nur Steves Meinung. Das Buch von Paul Spiegel werde ich mir mal zu Gemte fhren. Und Deine Meinung zu den unterschiedlichen Verhaltensweisen von franzsischen und deutschen Juden? @26 steve denke da liegst Du richtig steve brigens ein wirklich sehr guter Nichtfehler, das nenn ich echt Humor.

@Sascha Das mit dem "Schandurteil" siehst Du schon richtig aber denk doch mal nach, warum wohl kam das aus Kln? Na klingelts? Die Urteile zu Peter Herrmann sollten Dich doch zum Nachgdenken bewegen. @ Samuel Verstndnis hat ja nicht nur damit zu tun, dass Du verstehst was gemeint ist (oder ich oder jeder Andere) sondern Verstndnis fr Deinen Gegenber zu haben und an der Stelle hast Du genausoviel Mangel wie jeder Andere, es ist aber wichtig Verstndnis zu haben. Du erwartest (nehme ich an) dass ich mich mit Deinen Argumenten beschftige, tust Du das mit meinen auch?

@ pp: Nein, es besttigt Steves Vermutungen nicht, da er den - wesentlich signifikanteren - Anstieg whrend der "Beschneidungsdebatte" weglsst, den Du jetzt auch nicht bercksichtigt hast, sondern nur den Anstieg im letzten Sommer. Steve sieht daneben offenbar einen Zusammenhang zwischen Muslimen und der "Beschneidungsdebatte" - den er refelkartig zieht, da er irgendwie "die Muslime" einbauen mchte. Tatschlich aber wurde dieses Urteil von autochonen deutschen Richtern gesprochen, nachdem im Vorfeld von einem mutmalich atheistischen deutschen Juristen ein entsprechende, umstrittener Artikel mit teils fragwrdiger Argumentation in einer ju8ristischen Fachzeitschrift erschien. Die jdische Gemeinschaft war durch das Schandurteil mindestens genauso betroffen, wie die muslimische Gemeinschaft - wobei die Beschneidung im Judentum einen hheren Stellenwert hat, was sich auch dadurch zeigt, das auch bei einem bertritt eines Erwachsenen zum Judentum die Beschneidung notwendig wird.

@31 Samuel Samuel, Du willst die Dinge getrennt sehen, abe das was Du als Argument bringst ist kein Argument weil Du wichtige Zusammenhnge nicht bercksichtigst. Wenn Du die ersten Pegida-Demos in Dresden mal ansiehst (sollte immer noch mglich sein) wirst Du feststellen, dass Israel-Fahnen ganz normal dazugehrten, erst aufgrund des Drucks der von den Medien ausgebt wurde hat sich etwas an den Inhalten verndert. Das mit dem Schandurteil sehe ich hnlich wie Du aber fr mich ist der Ort wo dieses gesprochen wurde auch wichtig, fr Dich anscheinend nicht, ich mnuss nicht jedes mal betonen, dass das Auswirkungen auf Aliyah hat, sonst wrde ich tippen, dass es nach dem Angriff auf die kleinen jdischen Kinder hnlich war, das muss ich aber Dir gegenber nicht betonen, in der Diskussion mit Deutschen mache ich das schon, dort betone ich auch, dass ein deutsches Gericht die das verspeisen menschlicher Teile als Kunst bezeichnet nicht als normal bezeichnet werden kann. Fr mich ist die Achtung einer anderen Religion eine grundstzliche Sache.

"@31pp: "...dieses Urteil von autochonen deutschen Richtern gesprochen.." Ich hatte schon unter @26 darauf hingewiesen, da durch das Erstarken der isl.Lobby in DE, gewisse Kreise Morgenluft wittern... uadm*....*undausdiemaus...

@31 Samuel habe mir gerade den Bericht "Zion an der Spree" angesehen, war wirklich nett und gibt ja doch ein kleines bisschen Hoffnung. Das meine ich brigens weil Israelis ihr enormes Potential in Deutschland einsetzen "Veganes Essen knstlerisch" einfach toll.




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