Nach Drohungen und Holocaust-Leugnung: Polizei nimmt "Reichsbürger"-Aktivisten fest

Nach Drohungen und Holocaust-Leugnung:

Polizei nimmt "Reichsbürger"-Aktivisten fest


Am vergangenen Samstag (5. 12.2015) nahm die Polizei den Aktivisten der Brgida-Bewegung und Reichsbrger Christoph K. vor dem Berliner Reichstagsgebude vorbergehend fest. Im Vorfeld einer von ihm angemeldeten, aber nicht genehmigten Kundgebung vor dem Kanzleramt bedrohte er die Bundeskanzlerin auf seiner Facebookseite und rief zu Gewalt auf.

Wochenlang mobilisierte Christoph K. seine Anhänger/innen aus der sogenannten Reichsbürgerszene zu einer Kundgebung vorm Kanzleramt, um die Absetzung der Bundeskanzlerin zu fordern. In seinem Facebook-Aufruf verlangte K. „Waffengleichheit“ mit der Polizei. „Die Polizei ist doch schließlich auch bewaffnet“, verteidigte er seinen indirekten Aufruf zur „bewaffneten Gegenwehr“ und bezeichnete den deutschen Staat dabei als „Terrorregime“.

Kurz vor der angesetzten, von der Berliner Versammlungsbehörde jedoch verbotenen Kundgebung, veröffentlichte K. ein Porträt von Angela Merkel auf der Mobilisierungsseite. Auf diesem Bild ist die Stirn der Kanzlerin mit dem Fadenkreuz und dem Leuchtpunkt eines Laservisiers markiert. Zu diesem Bild schrieb K.: „Bitte überprüft sorgfältig Eure Sprengstoffguertel. Reinigt Eure Waffen und sorgt bitte für ausreichend Munition.“ Weiter heißt es: „Überprüft auch die Panzerfauste, damit uns da morgen nix schief laeuft.“ K. ist bereits in der Vergangenheit mehrfach durch neonazistische Propaganda und mindestens eine Gewalttat aufgefallen.
Derartige Gewaltphantasien sind bei den Bärgida-Aufmärschen, dem Berliner PEGIDA-Ableger, immer wieder zu vernehmen, an denen Christoph K. maßgeblich beteiligt ist. Hasserfüllte Parolen – wie „Hängt die Merkel ans Brandenburger Tor“ – gehören dort inzwischen zum Standardrepertoire.
Ein weiterer Facebook-Kommentar im Vorfeld der geplanten Kundgebung deutet darauf hin, dass Christoph K. die Verbrechen der Herrschaft des Nationalsozialismus leugnet bzw. zumindest verharmlost. Mit vermeintlich detektivischer Spitzfindigkeit fragt er: „Und warum fand man in Eurer sog. GASKAMMER keine Rückstände von Zyklon B? Weder im Boden, noch in den Wänden, noch in der Decke. Es wurden nämlich Proben genommen. Wen luegt ihr an?“. Solche Äußerungen sind schockierend, sie von K.´s Seite zu hören aber wenig überraschend, hatte sich dieser doch früher schon mit Holocaustleugnern solidarisiert.

Nach dem Verbot fand die geplante „Reichsbürger“-Kundgebung zur Absetzung der Kanzlerin am Samstag faktisch nicht statt. Potentiellen Teilnehmer/innen, die vor Ort waren, sprach die Polizei einen Platzverweis aus. Ein Dutzend Aktivisten, darunter Christoph K., versammelten sich schließlich auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude. Nach einer knappen halben Stunde beendete die Polizei auch dieses „Herumstehen“ mit der Ingewahrsamnahme des Anführers. Den anderen „Reichsbürgern“ erteilte sie erneut Platzverweise.
Christoph K., der laut BILD bis vor kurzem in der Justizvollzugsanstalt Heidering gesessen haben soll, wurde nach längerer Vernehmung durch einen Haftrichter wieder auf freien Fuß gesetzt.

 

JÜdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (Foto: Facebook-Seite des "Reichsbürgers" (Foto: Screenshot von JFDA)

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Montag, 07 Dezember 2015






Wenn hier ein Beitrag mit /innen oder dergleichen Genderfaxen anfngt, lese ich erst garnicht weiter. Egal um was es geht. Klingt bld, is aber so.

Passend zum Thema gibt es ein hbsches Video: (Siehe ab 5:20) https://www.youtube.com/watch?v=9h60EbtQV-k

@ Steve ...zumal das sogar die Gefahr beinhaltet eine Faschmeldung zu sein. Denn ob da wirklich Frauen dabei waren? Aber wen interessiert das schon? Ideologie und das Binnen-I in seinem Lauf, hlt weder Ochs noch Esel auf.

@3Hans: Sach ichs doch, fngts mit der Innerei an, ab in die Tonne. Mit Ochs und Esel. ☺




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