AfD: Diskussionen um und heftige Kritik am neuen Grundsatzprogramm

AfD:

Diskussionen um und heftige Kritik am neuen Grundsatzprogramm


Auf ihrem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende haben die rund 2.000 Delegierten der rechtsgerichteten Partei AfD ein neues Grundsatzprogramm beschlossen - das Diskussionen und heftige Kritik ausgelöst hat.

Nachfolgend veröffentlichen wir die Statements des Zentralrats der Juden in Deutschland (ZdJ) und des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschlands (LSVD), sowie einen Link zu einer anderen Einschätzung des neuen AfD-Programms auf dem Portal gaystream.info.

 

Zentralrat der Juden in Deutschland: Religionsfeindliche Haltung der AfD

 

Statement zum neuen Grundsatzprogramm der "Alternative für Deutschland"

 

Zum neuen Grundsatzprogramm der AfD, das die Partei am Sonntag in Stuttgart verabschiedet hat, erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

 

„Die programmatischen Beschlüsse der AfD vom Wochenende haben die religionsfeindliche Haltung dieser Partei glasklar deutlich gemacht. Damit verlässt die AfD den Boden unseres Grundgesetzes. Vor allem die gegen den Islam gerichteten Passagen im Programm zeigen die Intoleranz und Respektlosigkeit der Partei vor religiösen Minderheiten in Deutschland. Dies drückt sich ebenso in der Ablehnung des Schächtens aus. Die Beschlüsse der AfD stellen daher auch einen Angriff auf das Judentum in Deutschland dar, den wir nicht hinnehmen dürfen. Die Ausführungen im Parteiprogramm sind der durchsichtige Versuch, unsere Gesellschaft zu spalten und das friedliche Miteinander zu hintertreiben.“

 

 

LSVD: AfD - Im Stechschritt in die Vergangenheit


Die AfD hat auf ihrem Parteitag in Stuttgart ihr Grundsatzprogramm beschlossen. Zum Bekenntnis der AfD zur traditionellen Familie als Leitbild für die Gesellschaft erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD):
 
Mit ihrem Grundsatzprogramm hat die AfD zu einem familien- und gesellschaftspolitischen Rollback aufgerufen. Das ist eine Kampfansage an gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Lesben, Schwule und Transgender werden als Gefahr für Kinder und Jugendliche diffamiert und sollen zurück in die gesellschaftliche und rechtlose Unsichtbarkeit gedrängt werden. Die Forderung nach der Rückkehr der Frauen an Heim und Herd ist eine Verhöhnung von Gleichstellung und Selbstbestimmung. Mit der Feststellung, dass „Gender Mainstreaming und die generelle Betonung der Individualität“ angeblich Familien gefährden würden, zeigt die Partei ihre homo- und transphobe Grundeinstellung und ruft als gesellschaftspolitisches Ziel, die Rückkehr zur völkisch patriarchalisch-heteronormativen Gesellschaft aus.
 
Mit diesem Programm beschwört die AfD nicht nur die angeblich „heile Welt“ vergangener Zeiten herauf, sie bekennt sich zu einer Ideologie, die längst überwunden schien. Statt Gleichstellung will man Gleichmacherei, statt individuelle Lebensentwürfe diskriminierungsfrei zu ermöglichen, sollen ideologisch gesteuerte Zwangswege vorgegeben werden. Während man mit einem rassistischen und antimuslimischen Kurs ein „souveränes Deutschland als Nationalstaat des deutschen Volkes“ sichern will, soll „die Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Keimzelle der Gesellschaft“ wieder Mittelpunkt der Familienpolitik werden.“ Eine solche Ideologie hat schon vor 83 Jahren viel Leid über Deutschland gebracht.
 
Damit erklärt sich die AfD nicht nur zur Gegnerin von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, sondern auch zur Gegnerin einer individuellen, freiheitlichen und zukunftsorientierten Gesellschaftsordnung in unserem Land.

 

 

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Montag, 02 Mai 2016






Die Stimmung in der Gay-Communitiy ist gemischt. Ja, die AfD vertritt ein konservatives Familienbild, andrerseits vertritt sie individuelle Freiheit, was die anderen Parteien nicht tun. Die Stellungnahme von Axel Hochrein geht an dem vorbei, was auf dem Parteitag beschlossen wurde. Immerhin sieht der Islam für Schwule ja Hochhaus oder Baukran vor, wo immer er regiert. Und ebenso: judenfreundlich ist der Islam nicht, in keinem islamischen Land, und auch Marxloh und Altenessen sind es nicht mehr.

Ist es nicht der Islam der Juden überall auf der Welt verfolgt ?Waren es nicht Moslems ,die die ersten Separierungen von Juden in Endebbe und auf dem Schiff Achille Lauro durchgeführt haben .

Die Erklärung des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden verwundert mich doch etwas. Der Vorsitzende müßte doch die judenfeindlichen Äußerungen im Koran doch kennen.Sie sind ausreichend belegt. Warum sind die judenfeindliche Angriffe in Frankreich vergessen, die Salafistengruppe in NRW ( " die geschrieen haben `Juden raus ins Gas oder so ähnlich `), ja das sind auch Islamanhänger, die tätlich gegen Kippa tragende Juden in Berlin vorgegangen sind.Die Juden in Deutschland werden doch von bestimmten Moslemgruppen in Deutschland bedroht.Warum verschließt man so fest die Augen davor?. Es sind islamischen Staaten, die die Existenz Israel nicht anerkennen und nicht die AfD. Trotz seines religiösen Ursprung ist m.E der Islam keine Gesetzesreligion mehr, sondern eine polit-religiöse Ideologie, die das Grundgesetz mißachtet, im Gegensatz zum Judentum, die parlamentarische Demokratie verachtet,Juden und Christen, obwohl Schriftbesitzer und Anhänger einer Buchreligion, als Menschen zweiter Klasse betrachten und allen Polytheisten ( Hinduisten und Buddhisten ) den Tod wünschen. Der Zentralrat der Juden sollte auch dies einmal zur Kenntnis nehmen.

Daß Hr. Schuster die Ideologie von Menschenschlächtern in Deutschland befürwortet ist schon länger bekannt. Da bleibt nur die Frage, wer nicht mit dem Grundgesetz konform ist. Wir empfehlen ihm dringend das Buch von ´Bibi´ zu lesen; wie man sich zu schützen hat. Und das Buch über die ´Zweite Große Shoa´ von 1760 in Israel sollte er auch nicht vergessen!

Die Zntrierung auf entweder oder ist nicht zielorientiert sondern wirft viele Probleme auf. Nur weil die AfD den Schwulen und Lesben keinen roten Teppich auswirft heißt das noch lange nicht, dass sie grundsätzlich dagegen ist. Genausowenig ist sie gegen den Islam als Religion sondern lediglich gegen seine extremen Auswüchse und das ist verständlich. Was bitte hat der Muezzinruf in einem Land zu suchen, das noch vor wenigen Jahren reihenweise Prozesse wegen der Abschaffung von Kreuzen aus dem öffentlichen Raum und wegen des Abschaffens des Läutens von Kirchenglocken geführt hat, schon vergessen? Ein Minarett ist weder für das Gebet noch für die Ansprache des Muezzins nötig, welchen konkreten Bedarf gibt es dafür? Berechtigte Kritik an der Afd ist etwas Anderes und über Beschneidung oder Schächten kann man mit denen sicher reden aber man sollte vorher nicht alle Wege vernichten, dann gibt es nämlich keine Diskussion mehr. Für unsere Freunde vom Zentralrat: In welchem islamischen Land werden denn bitte die Rechte von Minderheiten gewahrt? Und wieso sollten wir glauben, dass alle hierher gekommenen Muslime mit den Gepflogenheiten ihrer Heimatländer nichts gemeinsam haben wage ich zu bezweifeln.

Leute, regt Euch nicht auf. Uns Schusti muss so reden, obs ihm passt oder nicht sei dahingestellt. Schließlich lebt er in DE. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. ☺

Wenn es der AfD tatsächlich um diese Differenzierung gehen würde, und man sich nur gegen den radikalen Islam, bzw. den politischen Islam richtet - warum wird dann gegen schächten und Beschneidung Stellung genommen, beides betrifft nicht nur alle Msulime, also auch liberale Muslime, sondern auch Juden? Und da wundert man sich über heftigere Reaktionen?

Ich finde die in Artikel 13 aufgeführten Forderungen zu Natur-, Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft insgesamt gemachten Aussagen durchaus sinnvoll und beachtenswert. Das Schächten wird erst einmal nicht grundsätzlich in Abrede gestellt, es wird eine elektrische Betäubung gefordert. Ob das sinnvoll ist oder nicht ist nicht das Problem, darüber kann man nämlich reden und auf die Notwendigkeiten und die Vorzüge des Schächtens gegenüber der Massentierhaltung mit ihren Schlachthöfen hinweisen. Die AfD hat ja durchaus ein Interesse hier Veränderungen zu bewirken, warum muss denn die Grundlage für Gespräche durch Einseitigkeit zerschlagen werden?

Wenn es in Schulbüchern so dargestellt wird als ob es keine normalen Familien mehr gibt und in "Aufklärungsbroschüren"eine Erwachsenhand im A... eines K... rumfummelt dann sollte dem letzten klar sein das etwas falsch läuft.

@9 Heike Müller Das ist nach 20 Jahren einfach der erneute Versuch Kinder für sexuelle Wahnvorstellungen zu instrumentalisieren. Solange bei uns der Täterschutz über dem Opferschutz steht wird das nicht der letzte Versuch sein.