Geglückter Auftakt:

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Habeck zurückverfrachtet nach Hallig Hooge

Geglückter Auftakt:

Von Ramiro Fulano

Leider nur kurzfristig haben dialogbereite Landwirte den Urlaub des Bundesmärchenministers Robert Habeck um ein paar Stunden verlängert und damit der Allgemeinheit einen unschätzbaren Dienst erweisen: Im Urlaub richtet der gelernte Philosoph bestimmt weit weniger Schaden an als an seinem Schreibtisch in Berlin.

Meine Damen und Herren, es ist grundsätzlich leichter, für die Gesprächsangebote dialogbereiter Bauern zu sein als für die Straßenblockaden zweckdienlich verblödeter und über die Maßen verwöhnter höherer Töchter jederlei Geschlechts, aka „Klimakleber“.

Denn während die rücksichtslosen und gemeingefährlichen Proteste der Habeck-Jugend letztlich darauf abzielen, das Leben für alle von uns noch teurer zu machen als es ohnehin schon ist, versuchen die Landwirte sich gegen eine weitere Inflation der Nahrungsmittelpreise zu wehren - oder dachten Sie wirklich, dass Lebensmittel billiger werden, wenn die Subventionen für Agrardiesel und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge gestrichen werden? Ich auch nicht.

Aber nicht nur verstehen die Bauern offensichtlich mehr von Wirtschaft als der ehemalige Kinderbuchautor und sein Ministerium. Sie treten zudem auch völlig gewaltfrei auf.

Das behaupte nicht bloß ich, sondern das sagt die Polizeidirektion Flensburg in ihrem Bericht von der Habeck-Retoure.

Und während bei den Protesten der selbsternannten „Klimaretter“ regelmäßig Menschen sterben, weil Rettungsdienste ebenso kriminell wie asozial an der Durchführung ihrer Arbeit gehindert werden, hat sich bei den Bauernprotesten bislang noch nicht mal jemand den Finger geklemmt.

Die Bauern sind zu recht aufgebracht und sie verschaffen sich lautstark, aber friedfertig Gehör. Die Habeck-Jugend nicht.

Trotzdem – oder grade deshalb – haben die protestierenden Landwirte jetzt die gesamte veröffentlichte Einheitsmeinung gegen sich. Von Rechts bis links, von Söder bis Baerbock, schallt ihnen nichts als Verständnislosigkeit und Empörung des politischen Establishments entgegen.

Aggressiv fordert vor allem der gebührenfinanzierte Staatsfunk zur Diffamierung und Kriminalisierung jener Landwirte auf, die von ihrem Grundrecht auf eine freie Meinung Gebrauch machen. Obwohl dabei niemandem auch nur ein Haar gekrümmt wurde und außer der gekränkten Ehre des Bundesmärchenministers nichts und niemand verletzt wurde.

Die Klimakleber hingegen können machen, was sie wollen, und haben die polit-mediale Kaste und deren linksalternativ gleichgeschaltete Einheitsmeinung geschlossen hinter sich, selbst wenn sie mutwillig und billigend in Kauf nehmen, dass bei ihren Straßenblockaden Menschen sterben, was bekanntlich schon mehr als zu oft passiert ist.

Mir sagt das alles, was ich über die demokratische Reife der offiziellen Politik wissen muss. Wenn die Habeck-Jugend demonstriert, ist das genau jener zweckdienlich inszenierte „Druck der Straße“, der sich prima dafür eignet, den Leuten noch tiefer in die leeren Portemonnaies zu fassen: politisch opportun, ökonomisch lukrativ. Und deshalb bei Medien und Staat beliebt – sie sind die Sturmtruppen der „Energiewende“, dieser Brücke ins Nichts.

Die Bauern hingegen: Nützliche, fleißige und ehrbare Menschen, die für uns alle hart arbeiten und nebenbei noch dafür sorgen wollen, dass das Leben für uns alle nicht noch unbezahlbarer wird.

Ich weiß, wer mir lieber ist.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Freitag, 05 Januar 2024

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