Ein Brief als Propagandawaffe: Emine ErdoÄŸan stellt sich an die Seite der HamasEin Brief als Propagandawaffe: Emine ErdoÄŸan stellt sich an die Seite der Hamas
Emine Erdoğan, die Frau des türkischen Präsidenten, hat in einem Brief an die US-First Lady Melania Trump dazu aufgerufen, sich für die Kinder im Gazastreifen einzusetzen. Was nach einem humanitären Appell klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als durchsichtiges politisches Manöver: Es ist der Versuch, Israel auf der internationalen Bühne weiter zu isolieren – und die Hamas von jeder Verantwortung reinzuwaschen.

By Casa Rosada (Argentina Presidency of the Nation), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16167906
In dem von der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu veröffentlichten Schreiben betont ErdoÄŸan, sie vertraue darauf, dass Melania Trump ihr Mitgefühl für Kinder, die im Ukraine-Krieg getötet wurden, auf „die Tausenden Kinder im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen“ ausweite. Ein moralisches Anliegen, das auf den ersten Blick berührt. Doch die entscheidende Leerstelle fällt sofort auf: Keine Silbe über die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, die den Gazastreifen seit Jahren diktatorisch beherrscht, die Zivilbevölkerung bewusst als menschliches Schutzschild missbraucht, Krankenhäuser zu Waffenlagern umbaut und Schulen als Abschussrampen zweckentfremdet. Keine Erinnerung an den 7. Oktober, an dem Hamas-Terroristen in IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen Kinder auf bestialische Weise ermordeten, Familien verschleppten, Frauen vergewaltigten. Stattdessen wird Israel zum alleinigen Schuldigen erklärt.
Diese Einseitigkeit ist kein Zufall, sondern politische Strategie. Recep Tayyip ErdoÄŸan hat längst klar gemacht, auf welcher Seite er steht. Schon kurz nach den Massakern bezeichnete er die Hamas als „Befreiungsorganisation“, in Istanbul sprach er gar den Wunsch aus: „Möge Allah das zionistische Israel zerstören.“ Sein Außenminister wiederholt in regelmäßigen Abständen die altbekannten antiisraelischen Parolen, während Hamas-Funktionäre in der Türkei mit offenen Armen empfangen werden. Es ist eine Politik der gezielten Verbrüderung mit einer Terrororganisation, die der Westen offiziell ächtet, deren Blutspur aber von Sderot7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen über JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen bis in die israelischen Kibbuze reicht.
Vor diesem Hintergrund wirkt der Brief von Emine ErdoÄŸan nicht wie ein Akt des Mitgefühls, sondern wie ein kalkulierter Beitrag zur politischen PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen. Die Adressatin Melania Trump ist klug gewählt: Ihr Brief an Wladimir Putin, in dem sie zum Schutz ukrainischer Kinder aufgerufen hatte, machte international Schlagzeilen. Nun soll derselbe moralische Maßstab gegen Israel in Stellung gebracht werden – ein durchsichtiges Spiel mit Emotionen, das auf Gleichsetzung hinausläuft: die Kinder in Gaza gegen die Kinder in der Ukraine. Doch dieser Vergleich ist nicht nur unredlich, er verharmlost zugleich den Terror der Hamas und die Verantwortung der Täter.
Denn eines steht fest: Die größte Bedrohung für Kinder im Gazastreifen ist nicht Israel, sondern die Hamas. Sie gräbt Tunnel unter Wohnhäusern, verschleppt Minderjährige in Ausbildungslager, verheizt sie in ihrem mörderischen Kampf. Israel verteidigt sich gegen eine Terrororganisation, die ihr eigenes Volk zum Opfer macht. Dass Emine ErdoÄŸan diesen entscheidenden Punkt ausklammert, zeigt, worum es wirklich geht: Israel soll international delegitimiert werden – und die Hamas soll von jeglicher Schuld freigesprochen erscheinen.
Der Brief ist damit kein humanitärer Appell, sondern eine politisch motivierte Propagandawaffe. Wer sich ernsthaft für Kinder einsetzen will, muss die Täter benennen. Wer schweigt, wenn die Hamas Kinder als Schutzschilde missbraucht, macht sich mitschuldig. Emine ErdoÄŸan hat mit ihrem Schreiben nicht die Kinder in Gaza in den Mittelpunkt gestellt, sondern die politische Agenda ihres Mannes. Eine Agenda, die den Terror verharmlost, AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen schürt und Israel dämonisiert.
Das Ziel ist klar: Druck auf Washington, Druck auf Europa, um Israel international zu isolieren und den Terroristen in Gaza eine Plattform zu geben. Wer diesen Brief naiv als „mütterliches Mitgefühl“ liest, fällt auf eine PR-Inszenierung herein. In Wahrheit reiht sich Emine ErdoÄŸan damit in die antiisraelische Linie ihres Mannes ein. Es ist ein weiterer Beweis, dass die Türkei unter ErdoÄŸan nicht Vermittler, sondern Brandbeschleuniger in diesem Konflikt ist.
Autor: Redaktion
Montag, 25 August 2025