Berlin gedenkt der Opfer des Hamas-Massakers – Polizei mit Großaufgebot im EinsatzBerlin gedenkt der Opfer des Hamas-Massakers – Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
Zwei Jahre nach dem Angriff der Hamas auf Israel erinnert Berlin an die Opfer des 7. Oktober 2023. Mit Namenslesungen, Mahnwachen und leeren Stühlen wird der Toten gedacht. Die Polizei sichert die Veranstaltungen mit rund 1.400 Einsatzkräften.

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Zwei Jahre nach dem Terrorangriff der islamistischen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen auf IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen hat Berlin am Dienstag der rund 1.200 Opfer gedacht. Am Brandenburger Tor, am Bebelplatz und in mehreren Kirchen der Hauptstadt fanden Gedenkveranstaltungen statt, die von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet wurden.
Bereits am frühen Morgen wurden am Brandenburger Tor die Namen der Getöteten verlesen. Auf dem Platz standen etwa 1.100 leere Stühle – als Symbol für die Menschen, die am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen ermordet oder verschleppt wurden. Nach Angaben der Jüdischen Studierendenunion Deutschland stehen einige dieser Stühle stellvertretend für ganze Familien, die an diesem Tag ausgelöscht wurden.
Am Abend sollen die Worte „Bring them home now“ auf das Brandenburger Tor projiziert werden. Die Botschaft richtet sich an die internationale Öffentlichkeit und fordert die Freilassung der Geiseln, die bis heute in den Händen der Hamas sind. Parallel ist am Berliner Bebelplatz eine Mahnwache gegen AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen geplant.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) wird am Abend in Berlin eine Ausstellung eröffnen, die den Angriff auf das Nova-Musikfestival dokumentiert. Das Festival war eines der Hauptziele der Hamas-Terroristen, dort wurden mehr als 360 Menschen getötet. Bundesweit sollen die Flaggen an diesem Tag auf Halbmast gesetzt werden.
Auch die Kirchen beteiligten sich am Gedenktag. In der Berliner Hedwigs-Kathedrale fand am Vormittag ein ökumenischer Gottesdienst statt, an dem der katholische Erzbischof Heiner Koch und der evangelische Bischof Christian Stäblein teilnahmen. Beide erinnerten an die Opfer und verurteilten den Terror ausdrücklich.
Die Berliner Polizei sicherte die Veranstaltungen mit etwa 1.400 Kräften. Nach Angaben eines Sprechers sollen die Beamten sowohl das Gedenken als auch mögliche Gegenaktionen überwachen. Unterstützung kam aus mehreren Bundesländern, darunter Sachsen, Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern.
Am Morgen griff die Polizei bereits in Berlin-Friedrichshain ein, nachdem Teilnehmer einer pro-palästinensischen Aktion eine Kreuzung nahe der Oberbaumbrücke blockiert und verbotene Parolen gerufen hatten. Mehrere Personen wurden festgenommen.
Die Sicherheitslage in Berlin gilt an Tagen mit Israelbezug als angespannt. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei angekündigt, konsequent gegen Störungen oder antisemitische Aktionen vorzugehen.
Der 7. Oktober 2023 markiert den schwersten Angriff auf Israel seit der Staatsgründung. Kämpfer der Hamas und anderer Gruppen drangen aus dem GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen in israelisches Grenzgebiet ein, töteten etwa 1.200 Menschen und verschleppten mehr als 250 Geiseln. Israel reagierte darauf mit einer umfassenden Militäroffensive gegen die Hamas im Gazastreifen.
Die Gedenkveranstaltungen in Berlin sollen an die Opfer erinnern und zugleich ein Zeichen gegen Antisemitismus und Terror setzen.
Autor: Redaktion
Dienstag, 07 Oktober 2025