ZDF bestätigt nach israelischen Beweisen: getöteter „Mitarbeiter“ war Hamas-KommandantZDF bestätigt nach israelischen Beweisen: getöteter „Mitarbeiter“ war Hamas-Kommandant
Die deutsche Rundfunkanstalt ZDF hat ihre ursprüngliche Kritik an Israels Luftangriff revidiert. Nach Vorlage israelischer Beweise räumte der Sender ein, dass der bei einem Angriff getötete palästinensische „Produktionsmitarbeiter“ in Wahrheit ein Hamas-Kommandant war. Die Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma in Gaza wurde umgehend gestoppt.

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Der deutsche Fernsehsender ZDF hat am Montag eingeräumt, dass der bei einem israelischen Luftangriff am 19. Oktober in Deir al-Balah (GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen) getötete Mitarbeiter einer palästinensischen Produktionsfirma Mitglied der Terrororganisation HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen war.
In einer offiziellen Mitteilung erklärte der Sender, IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen habe Dokumente und Beweise vorgelegt, die eindeutig zeigen, dass der Verstorbene – Ahmad Asad Muhammad Abu Matar, ein Angestellter der Produktionsfirma PMP – „eine operative Funktion innerhalb der Hamas-Strukturen“ innehatte.
Daraufhin kündigte der ZDF-Sprecher an, die Kooperation mit der Firma PMP in Gaza bis auf Weiteres auszusetzen.
Diese Erklärung stellt eine bemerkenswerte Kehrtwende dar: Noch vor wenigen Tagen hatte der Sender Israels Angriff scharf verurteilt und von einem „inakzeptablen Angriff auf Journalisten“ gesprochen. Die Chefredakteurin Bettina Schausten hatte damals erklärt: „Es ist unvorstellbar, dass Medienschaffende ins Visier genommen werden, während sie ihrer Arbeit nachgehen.“
Doch bereits kurz nach dieser Stellungnahme hatte das israelische Militär öffentlich widersprochen. Laut einem Bericht des deutschen Magazins BILD identifizierten israelische Streitkräfte Abu Matar nicht als zivilen Medienmitarbeiter, sondern als Kommandeur einer Hamas-Einheit – und somit als legitimes militärisches Ziel.
In einer Antwort an BILD hatte das ZDF zunächst angegeben, man arbeite bereits seit 1996 mit der palästinensischen Firma PMP zusammen und habe „keine Kenntnis von einer möglichen Terrorverbindung“ gehabt. Interne Prüfungen hätten damals „keine Hinweise auf eine Zugehörigkeit zur Hamas ergeben“.
Israelische Sicherheitsquellen hingegen legten dem ZDF inzwischen nachrichtendienstliche Unterlagen vor, die Abu Matar als Abteilungsführer der Hamas-Militäreinheit auswiesen – und somit als Teil der Kommandostruktur.
Die Enthüllung wirft erneut ein Schlaglicht auf die Verflechtung zwischen westlichen Medien und lokalen Auftragnehmern im Gazastreifen, die oftmals auch für Terrororganisationen tätig sind.
Ein israelischer Regierungssprecher erklärte am Montag: „Dies ist nicht der erste Fall, in dem sich vermeintliche ‚Journalisten‘ als Hamas-Mitglieder herausstellen. Israel wird weiterhin verhindern, dass Terroristen ihre Zugehörigkeit hinter Presseausweisen verstecken.“
Das ZDF erklärte abschließend, man nehme die Angelegenheit „sehr ernst“ und werde „sämtliche Partnerschaften in den palästinensischen Gebieten überprüfen“.
Autor: Redaktion
Montag, 27 Oktober 2025