Sohn eines Hamas-Funktionärs in London festgenommen

Sohn eines Hamas-Funktionärs in London festgenommen


Ein Sohn von Bassem Naim, einem führenden Hamas-Politiker, soll in Europa Anschläge auf Juden und Israelis geplant haben – unter den Augen westlicher Sicherheitsbehörden.

Sohn eines Hamas-Funktionärs in London festgenommen
Symbolbild

Der 39-jährige Mohammed A., Sohn des hochrangigen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Funktionärs Bassem Naim, wurde in London festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, als Teil eines überregionalen Netzwerks Anschläge auf israelische und jüdische Ziele in Europa vorbereitet zu haben – darunter in Deutschland und Österreich. Der Fall offenbart, wie tief das Terrornetzwerk der Hamas inzwischen in europäische Strukturen vorgedrungen ist.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte die Festnahme, die auf Antrag deutscher Ermittler durch britische Behörden erfolgte. Mohammed A. soll im Sommer in Berlin mehrere Schusswaffen und Munition entgegengenommen und anschließend nach Wien geschmuggelt haben. Laut den Ermittlungsakten plante er, die Waffen für koordinierte Anschläge gegen israelische Einrichtungen und jüdische Gemeinden zu verwenden.

Die Blutlinie des Terrorismus

Sein Vater, Dr. Bassem Naim, war Gesundheitsminister im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen und gilt als einer der zentralen internationalen Sprecher der Hamas. Er war wiederholt an antisraelischen Kampagnen beteiligt, trat in europäischen Medien auf und pflegte enge Kontakte zu pro-palästinensischen Organisationen in Deutschland und Großbritannien. In den vergangenen Monaten hielt er sich in Katar auf, wo er Berichten zufolge nur knapp einem israelischen Luftschlag entging.

Dass nun sein Sohn im Zentrum einer europäischen Terrorzelle steht, wirft ein Schlaglicht auf die Doppelstrategie der Hamas: Während ihre Führung in Doha oder Beirut politische Anerkennung sucht, operieren ihre Aktivisten auf dem Kontinent im Schatten krimineller Netzwerke – mit Waffen, Geld und ideologischer Indoktrination.

Ein Jahr der Schattenoperationen

Die Ermittlungen gegen Mohammed A. sind Teil eines größeren Komplexes, in dem vier Männer – zwei davon deutsche Staatsbürger – beschuldigt werden, seit über einem Jahr Attentate in mehreren europäischen Ländern vorbereitet zu haben. Ursprünglich sollen sie im Umfeld einer türkisch-libanesischen Schmugglerorganisation aktiv gewesen sein, bevor ihre Verbindung zur Hamas ans Licht kam.

Laut Sicherheitsdiensten nutzte die Gruppe Routen über Istanbul, Skandinavien und Deutschland, um Waffen, Bargeld und elektronische Ausrüstung zu transportieren. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Hamas über dieses Netzwerk logistische Unterstützung für Anschläge auf israelische und jüdische Ziele in Europa aufbaute – ein gefährlicher Trend, der zeigt, dass die Bewegung längst nicht mehr nur im Nahen Osten agiert.

Spur nach Wien – und nach Gaza

Nach dem Transport der Waffen nach Österreich wurde Mohammed A. von den deutschen Behörden überwacht. Die Polizei in Wien entdeckte schließlich ein WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen mit mehreren Pistolen und Munition – dieselben, die er zuvor in Berlin übernommen hatte. Kurz darauf griffen Ermittler in Deutschland zu: Drei Hamas-Mitglieder wurden verhaftet, die nachweislich Anschläge auf jüdische Einrichtungen planten.

Wie inzwischen bestätigt wurde, arbeitete der israelische Geheimdienst Mossad eng mit den deutschen und österreichischen Behörden zusammen. Einer der in Deutschland festgenommenen Hamas-Männer war demnach der direkte Verbindungsmann von Mohammed A. – sein operativer Führer im europäischen Netzwerk.

Europas Sicherheitsproblem

Der Fall wirft erneut Fragen auf, wie weit westliche Staaten tatsächlich auf die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus vorbereitet sind, der nicht aus Flüchtlingsmilieus, sondern aus organisierten Netzwerken mit staatlicher oder halbstaatlicher Unterstützung erwächst. Hamas, offiziell in der gesamten EU als Terrororganisation verboten, agiert weiterhin über Tarnstrukturen – Vereine, humanitäre Deckorganisationen und religiöse Netzwerke –, die Spendengelder sammeln und Personal rekrutieren.

Die Tatsache, dass ein hochrangiger Hamas-Funktionär wie Bassem Naim seine Familie frei in Europa ansiedeln kann, während sein Sohn hier Waffen hortet, zeigt die gefährliche Naivität, mit der manche europäische Behörden dem politischen Arm der Hamas begegnen.

Politische und diplomatische Sprengkraft

Dass der Fall ausgerechnet jetzt publik wird – während die USA unter Präsident Donald Trump versuchen, das Gaza-Abkommen zu stabilisieren – ist kein Zufall. IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen verweist seit Jahren darauf, dass die Hamas nicht nur im Gazastreifen, sondern auch in europäischen Städten ihre Netze spinnt. Der aktuelle Fall bestätigt diese Warnungen auf drastische Weise.

Die Bundesregierung hält sich bislang mit politischen Kommentaren zurück, doch in Sicherheitskreisen herrscht Alarmstufe Rot. Der Fall zeigt: Die Hamas hat Europa längst nicht nur als Bühne für politische PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen entdeckt, sondern als operatives Feld für Terror.

Zwischen Doha und London – das doppelte Gesicht der Hamas

Während Bassem Naim in Katar politische Strategien mit arabischen Diplomaten entwirft, plante sein Sohn in London den bewaffneten Kampf gegen Juden in Europa. Diese familiäre Parallele ist mehr als ein Detail – sie steht sinnbildlich für die ideologische Kontinuität der Hamas: Generationenübergreifender Hass, in Netzwerke übersetzt, die von Gaza bis Berlin reichen.

Wenn Europa die Lehren aus diesem Fall nicht zieht, droht der Kontinent, zum nächsten Spielfeld einer Organisation zu werden, die längst nicht mehr lokal, sondern transnational agiert – und deren Feindbild unverändert dasselbe bleibt: der jüdische Staat und seine Bürger, überall auf der Welt.




Autor: Redaktion
Dienstag, 11 November 2025

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