Revolutionsgarde in höchster Alarmstufe: Das iranische Regime bereitet den inneren Krieg vorRevolutionsgarde in höchster Alarmstufe: Das iranische Regime bereitet den inneren Krieg vor
Während Millionen Iraner auf den Straßen Freiheit fordern, zieht sich das Regime in den innersten Machtkern zurück. Ajatollah Ali Khamenei setzt alles auf die Revolutionsgarde. Die Botschaft ist eindeutig: Der Machterhalt hat Vorrang vor jedem Menschenleben.
Die Proteste in Iran haben eine Schwelle überschritten, die das Regime selbst als existenziell empfindet. Nach vierzehn Tagen landesweiter Demonstrationen hat der oberste Führer Ali Khamenei die Revolutionsgarden in die höchste Alarmstufe versetzen lassen. Nach Angaben aus dem inneren Machtzirkel ist dies der höchste Bereitschaftszustand seit dem Krieg im vergangenen Juni höher noch als während direkter militärischer Konfrontationen mit Israel.
Das allein ist ein politisches Eingeständnis. Ein Staat, der seine Eliteeinheit gegen das eigene Volk in Stellung bringt, hat jede Legitimationsgrundlage verloren.
Machtkonzentration aus Angst
Khamenei hat sich faktisch von Armee und Polizei abgewandt. Sein Vertrauen gilt nahezu ausschließlich der Islamic Revolutionary Guard Corps, weil er dort keine nennenswerten Absetzbewegungen erwartet. Diese Entscheidung offenbart die Nervosität der Führung. In anderen Sicherheitsorganen wird offenbar mit Befehlsverweigerung gerechnet.
Dass regimeinterne Stimmen inzwischen sogar öffentlich einen Rückzug Khameneis fordern, wäre vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen. Wenn selbst loyale Ökonomen und Funktionäre einen Führungswechsel anmahnen, ist das kein Reformvorschlag mehr, sondern ein Warnsignal aus dem Inneren des Systems.
Eskalation auf den Straßen
Die Lage auf den Straßen spitzt sich weiter zu. Demonstranten greifen zunehmend staatliche Einrichtungen an, Symbole der Macht brennen. In Isfahan wurde ein Gebäude des Staatsrundfunks in Brand gesetzt. Mehrere hochrangige Justiz- und Sicherheitsbeamte kamen laut Berichten bei Angriffen ums Leben. Das Regime reagiert darauf nicht mit Deeskalation, sondern mit Militarisierung.
Parallel dazu laufen die berüchtigten unterirdischen Raketenanlagen der Revolutionsgarden auf erhöhter Bereitschaft. Die Drohung ist bewusst doppeldeutig: Sie richtet sich nach außen gegen die Vereinigten Staaten, aber auch nach innen gegen die eigene Bevölkerung. Das Regime signalisiert, dass es bereit ist, jedes Mittel einzusetzen.
Die Angst vor Trump ist real
Hinter verschlossenen Türen ist weniger die Straße das größte Schreckgespenst, sondern Washington. Präsident Donald Trump, amtierender Präsident der Vereinigten Staaten, hat mehrfach klargemacht, dass massenhafte Tötungen von Demonstranten nicht folgenlos bleiben würden. Diese Warnungen werden in Teheran ernst genommen. Interne Stimmen sprechen offen von der Sorge vor einer amerikanischen Intervention, sollte das Regime die Gewalt weiter eskalieren lassen.
Dass Khamenei dennoch auf maximale Repression setzt, zeigt die innere Logik des Systems. Für die Islamische Republik ist Nachgeben gefährlicher als Blutvergießen. Ein Präzedenzfall von Schwäche könnte das gesamte Machtgefüge zum Einsturz bringen.
Ein Regime im Überlebensmodus
Die Revolutionsgarden stehen nun im Zentrum der Macht. Khamenei hat sein Schicksal vollständig an sie gebunden. Das ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Isolation. Die Führung weiß, dass sie nicht mehr regiert, sondern sich verteidigt.
Was wir derzeit in Iran erleben, ist kein gewöhnlicher Protestzyklus. Es ist eine offene Konfrontation zwischen einer verarmten, mutigen Gesellschaft und einem ideologisch erstarrten Machtapparat, der nur noch durch Gewalt zusammengehalten wird. Die höchste Alarmstufe ist keine Vorsichtsmaßnahme. Sie ist die Vorbereitung auf einen inneren Krieg.
Die Welt sollte sich keinen Illusionen hingeben. Dieses Regime ist bereit, sein eigenes Land in Brand zu setzen, um an der Macht zu bleiben. Wer jetzt noch von Stabilität spricht, verwechselt Ruhe mit Unterdrückung. Iran steht an einem historischen Punkt - und das Verhalten der Führung zeigt, dass sie diesen Moment fürchtet wie nichts zuvor.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61841325
Sonntag, 11 Januar 2026