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Irans Regime zittert vor eigener Bevölkerung und vor amerikanischer Macht

Irans Regime zittert vor eigener Bevölkerung und vor amerikanischer Macht


Hinter den Kulissen wächst in Teheran die Angst, dass ein gezielter US-Schlag das wackelige Fundament der Islamischen Republik endgültig ins Wanken bringt. Interne Quellen berichten von Panik an der Spitze des Regimes, das die eigene Bevölkerung kaum noch kontrollieren kann.

Irans Regime zittert vor eigener Bevölkerung und vor amerikanischer Macht

Nach außen präsentiert sich die iranische Führung wie gewohnt unerschütterlich, droht den Vereinigten Staaten und Israel mit Vergeltung und gibt sich als unbesiegbarer Akteur im Nahen Osten. Doch hinter den dicken Mauern der Machtzentren in Teheran herrscht offenbar eine ganz andere Stimmung. Interne Gespräche zeigen ein Regime, das sich seiner eigenen Schwäche schmerzhaft bewusst ist.

Mehrere aktuelle und ehemalige iranische Regierungsvertreter berichten übereinstimmend, dass die Führung des Landes zunehmend fürchtet, ein möglicher amerikanischer Militärschlag könnte nicht nur militärische Ziele treffen, sondern vor allem die Macht der Islamischen Republik von innen heraus zerstören. Der Grund dafür ist nicht etwa die Stärke der USA, sondern die Wut der eigenen Bevölkerung.

Die Protestwelle, die den Iran in den vergangenen Monaten erschüttert hat, war die heftigste seit der islamischen Revolution von 1979. Tausende Menschen wurden getötet, zehntausende verhaftet, Familien auseinandergerissen. Das Regime reagierte mit brutaler Gewalt, mit Massenhinrichtungen, Folter und systematischer Einschüchterung. Doch der Effekt war ein anderer als erhofft: Die Angst der Menschen ist verschwunden.

Genau das macht den Machthabern nun solche Sorgen. In hochrangigen Sitzungen wurde dem obersten Führer Ali Khamenei offenbar offen gesagt, dass viele Iraner bereit seien, erneut auf die Straße zu gehen und sich den Sicherheitskräften zu stellen. Ein externer Schock, etwa ein begrenzter amerikanischer Angriff, könnte wie ein Funke wirken, der das Pulverfass erneut entzündet.

Ein Regierungsvertreter formulierte es drastisch: Ein militärischer Schlag in Kombination mit massiven Demonstrationen könnte das gesamte System zum Einsturz bringen. Genau davor habe die Führung derzeit die größte Angst. Nicht vor Raketen oder Bomben, sondern vor den eigenen Bürgern.

Diese Einschätzung steht im krassen Gegensatz zur offiziellen Rhetorik aus Teheran. Öffentlich spricht das Regime von ausländischen Verschwörungen, von „zionistischen“ Plänen und von angeblichen Terroristen, die die Proteste gesteuert hätten. Doch intern weiß man sehr genau, dass der Zorn echt ist und tief sitzt.

Die Situation heute unterscheidet sich deutlich von früheren Phasen. Als Israel und die USA im Sommer 2025 massive Schläge gegen iranische Ziele ausführten, blieb die Straße relativ ruhig. Damals war die Bevölkerung noch erschöpft, verängstigt und traumatisiert. Heute, nach den jüngsten Massakern, hat sich das Bild gewandelt.

Ein ehemaliger hochrangiger Funktionär brachte es auf den Punkt: Die Menschen seien extrem wütend, und die Mauer der Angst sei endgültig gefallen. Viele hätten nichts mehr zu verlieren. Genau das macht sie aus Sicht der Machthaber so gefährlich.

Auch international wächst der Druck. Mit der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus ist die amerikanische Haltung gegenüber Teheran deutlich härter geworden. US-Militärverbände wurden in den Nahen Osten verlegt, und Washington lässt keinen Zweifel daran, dass es notfalls bereit wäre, militärisch einzugreifen.

Gleichzeitig wird im Iran offen über Reformen gestritten. Der frühere Präsident Hassan Rouhani warnte öffentlich, ohne tiefgreifende Veränderungen werde das Land erneut von Protesten erschüttert. Seine Worte wurden von Hardlinern sofort als Verrat gebrandmarkt. Ein Abgeordneter forderte sogar offen seine Verhaftung und Hinrichtung. Allein diese Reaktion zeigt, wie nervös die politische Elite ist.

Auch prominente Oppositionsfiguren schlagen Alarm. Der unter Hausarrest stehende frühere Premierminister Mir-Hossein Mousavi erklärte, die im Januar vergossene Blutspur werde die Geschichte verändern. Die Menschen hätten genug von den Lügen des Systems. Der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karroubi sprach von einer nationalen Tragödie und forderte ein freies Referendum über die Zukunft des Landes.

Diese Stimmen machen deutlich, wie tief die Risse im Fundament der Islamischen Republik inzwischen sind. Jahrzehntelange Misswirtschaft, internationale Isolation, Korruption und ideologische Verbohrtheit haben ein Land geschaffen, das kaum noch Perspektiven bietet. Die junge Generation sieht keine Zukunft, die Mittelschicht verarmt, und selbst ehemalige Anhänger des Systems wenden sich ab.

Das Regime reagiert darauf mit noch mehr Repression. Während der Proteste im Januar gingen Sicherheitskräfte mit tödlicher Gewalt gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichteten von wahllosen Schüssen, von gezielten Tötungen und von Verschleppungen. Offiziell behauptet Teheran bis heute, es habe sich um bewaffnete Extremisten gehandelt. Doch diese Propaganda glaubt im Land kaum noch jemand.

Analysten warnen, dass die Ruhe auf den Straßen trügerisch ist. Unter der Oberfläche brodelt es weiter. Wirtschaftliche Not, Inflation, Arbeitslosigkeit und politische Unterdrückung treiben immer mehr Menschen in die Verzweiflung. Viele warten nur auf einen Auslöser.

Genau hier liegt die große Furcht der Führung. Sollte es zu einem amerikanischen Schlag kommen, könnte dies als Signal verstanden werden, dass das Regime verwundbar ist. Demonstranten würden sich ermutigt fühlen, erneut aufzustehen. Die Sicherheitskräfte müssten dann gleichzeitig gegen äußere und innere Feinde kämpfen.

Ein Regierungsinsider warnte offen vor einem Blutbad. Unter einem Angriff der USA würde man noch brutaler gegen jede Form von Widerstand vorgehen. Doch je härter das Regime zuschlägt, desto größer wird die Wut der Bevölkerung. Ein Teufelskreis, der kaum noch zu durchbrechen scheint.

Viele Iraner haben bereits angekündigt, im Falle eines amerikanischen Angriffs erneut auf die Straße zu gehen. Ein Vater, dessen 15-jähriger Sohn von Sicherheitskräften erschossen wurde, sagte offen, er werde zurückkehren, um Rache zu nehmen. Solche Stimmen sind kein Einzelfall.

Derweil versucht Ali Khamenei verzweifelt, die Realität umzudeuten. In einer jüngsten Stellungnahme verglich er die Demonstranten mit Terroristen des Islamischen Staates und beschuldigte die USA und Israel, hinter allem zu stecken. Diese Rhetorik zeigt vor allem eines: Das Regime weiß, dass es den Rückhalt im eigenen Volk verloren hat.

Für Israel und den Westen sind diese Entwicklungen von enormer Bedeutung. Ein Iran, dessen Führung um das eigene Überleben kämpft, ist unberechenbar. Gleichzeitig zeigt sich, dass die größte Bedrohung für das Regime nicht aus Jerusalem oder Washington kommt, sondern aus Teheran selbst.

Die kommenden Wochen und Monate könnten daher entscheidend sein. Ob durch äußeren Druck, durch erneute Proteste oder durch interne Machtkämpfe: Die Islamische Republik steht vor ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten. Und zum ersten Mal seit langer Zeit hat die iranische Bevölkerung das Gefühl, dass Veränderung tatsächlich möglich sein könnte.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Khamenei.ir - https://farsi.khamenei.ir/photo-album?id=2050, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=132167676
Dienstag, 03 Februar 2026

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