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Khomeinis Enkel feiert Trump Deal als Sieg und kündigt neuen Dschihad an

Khomeinis Enkel feiert Trump Deal als Sieg und kündigt neuen Dschihad an


Hassan Khomeini nennt das US Iran Papier einen Sieg für Teheran. Während Washington von Frieden spricht, verkauft das Regime den Deal als Beginn einer neuen Kampfphase.

Khomeinis Enkel feiert Trump Deal als Sieg und kündigt neuen Dschihad an
Bildnachweis: Symbolbild

Wenn ein Regime einen Friedensrahmen als Sieg feiert, sollte man genau zuhören. Hassan Khomeini, Enkel des Gründers der Islamischen Republik, hat das Memorandum zwischen den Vereinigten Staaten und Iran als großen Erfolg Teherans dargestellt und erklärt, ab jetzt beginne der „größere Dschihad“. Diese Worte sind kein nebensächlicher religiöser Schmuck. Sie sind ein politisches Signal. Während Washington den Iran Deal als Schritt zur Beruhigung der Region verkauft, deutet ein Vertreter des revolutionären Erbes in Teheran denselben Vorgang als Beweis iranischer Standhaftigkeit und als Auftakt zu einer neuen Phase.

Genau darin liegt die Gefahr dieses Abkommens. Ein Vertragstext kann in Washington wie Deeskalation klingen und in Teheran wie Triumph. Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist diese Differenz entscheidend. Denn der Iran Krieg 2026 wird nicht allein durch die Unterschrift unter ein Memorandum beendet. Er wird nur dann wirklich entschärft, wenn das iranische Regime seine gefährlichsten Fähigkeiten verliert: Urananreicherung, Raketenprogramme, Drohnen, Stellvertreterarmeen, TerrorfinanzierungPay for Slay: Wie Terror gegen Israelis weiter belohnt wird„Pay for Slay“ ist ein kritischer Begriff für palästinensische Zahlungen an in Israel inhaftierte Täter, freigelassene Gefangene und Familien getöteter Angreifer. Kritiker sehen darin eine Belohnung für Terror gegen Israelis.Mehr lesen und die Erpressung über die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen. Wenn Teheran dagegen Geld, Öl und Zeit erhält, ohne diese Machtmittel tatsächlich aufzugeben, dann ist der Jubel aus dem Umfeld Khomeinis keine PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen ohne Bedeutung. Er ist eine Warnung.

Hassan Khomeini sprach davon, die Amerikaner hätten Maßnahmen ergriffen, die viele Länder hätten in die Knie zwingen können. Iran habe jedoch durchgehalten. Damit liefert er die Erzählung, die das Regime jetzt braucht: Die Islamische Republik sei nicht gebrochen worden, sondern habe dem Druck standgehalten und am Ende einen besseren Ausgang erzwungen. Das ist für die Herrschenden in Teheran von enormem Wert. Ein Regime, das nach Krieg, Sanktionen, Blockade, inneren Protesten und wirtschaftlicher Not unter Druck steht, braucht Bilder des Sieges. Es braucht eine Geschichte, die die eigenen Reihen schließt und Kritiker einschüchtert.

Auffällig ist deshalb auch Khomeinis Mahnung, die Iraner müssten sich von „sinnlosen Streitigkeiten“ fernhalten. Dieser Satz richtet sich nicht nur an eine abstrakte Öffentlichkeit. Er fällt in einem Land, dessen Führung von inneren Spannungen, wirtschaftlicher Erschöpfung und Misstrauen geprägt ist. Die Islamische Republik hat in den vergangenen Monaten nicht nur äußeren Druck erlebt. Sie musste auch Proteste, harte Kritik aus eigenen politischen Lagern und Demonstrationen von Anhängern bewältigen, die den Kurs der Verhandlungen ablehnten. Dass selbst regimenahe Kreise wütend auf Außenminister Abbas Araghchi reagierten, zeigt, wie umkämpft dieses Memorandum in Teheran ist.

Khomeinis Botschaft lautet daher: Streit beenden, Reihen schließen, Sieg sichern. Das ist die Sprache eines Machtapparats, der weiß, dass er Entlastung erhalten hat und sie nun politisch absichern muss. Wer diese Rede nur als religiöse Floskel abtut, verkennt ihre Funktion. Der Begriff „größerer Dschihad“ wird hier nicht in einem stillen spirituellen Raum verwendet, sondern im KontextKontextualisierung: Fakten verständlich einordnenKontextualisierung bedeutet, Informationen in einen Zusammenhang zu stellen. Sie hilft, Ereignisse nicht isoliert zu betrachten, sondern mit Vorgeschichte, Ursachen, Folgen und beteiligten Akteuren zu verstehen.Mehr lesen eines Krieges, eines Abkommens und einer Staatspropaganda, die das Überleben der Islamischen Republik als historischen Erfolg verkaufen will.

Für Israel muss diese Deutung alarmierend sein. Die amerikanische Seite spricht von einer 60 Tage Phase, von Verhandlungen, von Kontrolle, von einem Weg zu Stabilität. Teheran spricht von Sieg. Das ist kein kleiner Unterschied. Wer in einem Abkommen wirklich nachgibt, verkauft es selten als Beginn einer neuen Kampfphase. Wer dagegen glaubt, die Gegenseite habe den Druck abgebrochen und wirtschaftliche Entlastung geliefert, kann genau so sprechen.

Das Memorandum gibt Iran nach bisherigen Berichten mehrere sofort spürbare Vorteile. Die Straße von Hormus soll wieder geöffnet werden. Ölexporte sollen möglich werden. Sanktionen werden für die Verhandlungsphase gelockert oder ausgesetzt. Eingefrorene Gelder können wieder zum Thema werden. Zugleich bleiben die entscheidenden Fragen schwierig: Was geschieht mit dem angereicherten Uran? Was wird aus den Zentrifugen? Welche Kontrolle erhält die Internationale Atomenergieorganisation tatsächlich? Wie wird verhindert, dass Material, Wissen und Technik in ein geheimes Programm verschoben werden? Und weshalb werden Raketen und Stellvertreterstrukturen nicht in derselben Härte behandelt?

Genau diese offenen Punkte machen den Jubel in Teheran so bedeutsam. Ein Regime, das militärisch und wirtschaftlich schwer getroffen wurde, erhält jetzt die Möglichkeit, den Krieg nicht als Niederlage, sondern als bestandene Prüfung zu erzählen. Es kann seinen Anhängern sagen: Die Vereinigten Staaten wollten uns zwingen, aber sie mussten verhandeln. Israel wollte uns brechen, aber wir stehen noch. Unsere Ölexporte kehren zurück. Unser Regime bleibt. Unsere Revolution lebt. Das ist keine Friedenssprache. Das ist Durchhaltepropaganda mit neuem Treibstoff.

Für die iranische Bevölkerung klingt diese Siegesrhetorik offenbar anders. Reuters berichtete, dass viele Iraner kaum Hoffnung sehen, dass sich ihr Leben durch das Abkommen rasch verbessern wird. Krieg, Sanktionen, Inflation, Armut und Repression haben tiefe Spuren hinterlassen. Viele Menschen denken nicht an geopolitischen Triumph, sondern an Preise, Arbeit, Sicherheit, Internet, Angst und Alltag. Gerade deshalb braucht das Regime seine großen Worte. Wenn die Wirklichkeit der Bürger nicht besser wird, muss die symbolische Erzählung umso lauter sein.

Dieser Gegensatz ist wichtig. Das iranische Volk ist nicht das Regime. Millionen Iraner haben unter der Islamischen Republik gelitten, unter wirtschaftlicher Misswirtschaft, Gewaltapparaten, religiösem Zwang, Korruption und internationaler Isolation. Viele haben in den vergangenen Jahren Mut gezeigt, auch unter großem persönlichem Risiko. Wenn Hassan Khomeini nun von Sieg und „größerem Dschihad“ spricht, spricht er nicht für diese Menschen, sondern für eine Herrschaftsideologie, die sich an der Macht halten will.

Gerade westliche Politiker müssen diesen Unterschied begreifen. Wer Iran wirtschaftlich entlastet, stärkt nicht automatisch die Bevölkerung. In einem System, in dem RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen, Sicherheitsapparate, regimenahe Stiftungen und korrupte Machtzirkel tief in Wirtschaft und Staat verankert sind, fließt neues Geld nicht einfach in Freiheit, Brot und Würde. Es kann auch in Überwachung, Raketen, Milizen, Propaganda und die Stabilisierung jener Strukturen fließen, die das Land seit Jahrzehnten gefangen halten. Deshalb ist jede Entlastung ohne harte Bedingungen politisch gefährlich.

Trump kann das Memorandum innenpolitisch als Erfolg verkaufen. Der amtierende US Präsident kann auf fallende Ölpreise, weniger unmittelbare Kriegsgefahr und eine große Unterschrift verweisen. Doch im Nahen Osten zählt nicht die erste Pressekonferenz, sondern die Deutung der Gegner. Wenn Teheran den Deal als Sieg versteht, wenn Khomeinis Enkel zum Zusammenhalt aufruft und vom Beginn des „größeren Dschihad“ spricht, dann muss Washington erklären, weshalb Israel und die Region diesem Papier vertrauen sollen.

Die Antwort kann nicht lauten, man werde später alles regeln. Später ist genau der Raum, den Iran seit Jahren nutzt. Später werden Inspektionen verhandelt. Später werden Fristen verschoben. Später werden Auslegungen umstritten. Später stellt sich heraus, dass nicht jedes Material gefunden wurde, nicht jede Zentrifuge erfasst ist und nicht jeder Standort offenliegt. Wer heute Milliarden, Öl und politische Anerkennung in Aussicht stellt, ohne die harten Punkte vorher zu sichern, gibt Teheran ein Druckmittel zurück.

Das gilt besonders für Israel. JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen kann sich keine Illusion leisten, nur weil Washington Ruhe braucht. Der jüdische Staat lebt mit den Folgen iranischer Politik direkter als jede europäische Hauptstadt und auch direkter als Washington. HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen im Libanon, HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen, HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen im Roten Meer, Milizen im Irak, Raketen, Drohnen und das Atomprogramm sind keine theoretischen Felder. Sie sind Bausteine einer Strategie, die Israel umzingeln und erschöpfen soll. Wenn ein Vertreter des Khomeini-Erbes nun sagt, der größere Kampf beginne erst, muss Israel das wörtlich ernst nehmen.

Das bedeutet nicht, dass jede diplomatische Öffnung falsch ist. Diplomatie kann Kriege verkürzen, Geiseln retten, Fronten beruhigen und Zeit kaufen. Aber Diplomatie gegen die Islamische Republik darf nicht auf Hoffnung beruhen. Sie muss auf Kontrolle, Druck und der Fähigkeit zur sofortigen Reaktion beruhen. Ein Abkommen, das Teheran nur dann einhält, wenn es sich lohnt, braucht Mechanismen, die Verstöße teuer machen. Es braucht klare Rückkehr von Sanktionen, harte Inspektionen, Zugriff auf verdächtige Standorte, Begrenzung von Raketen und eine eindeutige Linie gegenüber den Stellvertretern.

Khomeinis Rede zeigt, wie weit das Memorandum davon noch entfernt wirken kann. Für Teheran ist der Deal offenbar nicht das Ende des revolutionären Anspruchs. Er ist ein Atemzug. Eine Pause. Eine Gelegenheit, die innere Front zu ordnen und die äußere Erzählung neu zu setzen. Wer glaubt, das Regime werde durch eine Unterschrift zu einem normalen Staat, hat die Islamische Republik nicht verstanden.

Der gefährlichste Satz in dieser ganzen Entwicklung ist deshalb nicht einmal die Rede vom „größeren Dschihad“. Der gefährlichste Punkt ist die Selbstgewissheit, mit der Teheran das Papier als Sieg behandelt. Denn Sieger geben selten freiwillig ihre stärksten Karten ab. Sie versuchen, den nächsten Schritt vorzubereiten. Genau darauf muss Israel sich einstellen.

Der Iran Krieg 2026 ist mit diesem Memorandum nicht erledigt. Er geht in eine politische Phase über, in der Worte, Fristen, Kontrollen und Geldflüsse zu Waffen eigener Art werden. Hassan Khomeini hat diese Phase aus iranischer Sicht bereits benannt. Washington sollte genau hinhören. Jerusalem wird es tun.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 18 Juni 2026

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