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Jordanien fängt Irans Raketen auf US Truppen ab

Jordanien fängt Irans Raketen auf US Truppen ab


Nach neuen amerikanischen Schlägen gegen rund 90 Ziele in Iran meldet Jordanien den Abschuss von acht Raketen. Teherans Antwort trifft nicht nur Washington, sondern zieht die Golfstaaten und Jordaniens Luftraum in den nächsten Schlagabtausch hinein.

Jordanien fängt Irans Raketen auf US Truppen ab
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Jordanien hat nach eigenen Angaben acht aus Iran gestartete Raketen abgefangen. Die Flugkörper seien in den jordanischen Luftraum eingedrungen, Verletzte oder Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Nach israelischen Berichten richteten sich die Raketen gegen amerikanische Kräfte und Stützpunkte im Königreich. In Jordanien wurden Alarme ausgelöst, Warnungen waren auch in Teilen des Jordantals zu hören. Zugleich meldeten iranische und israelische Quellen am frühen Nachmittag weitere Explosionen in Bandar Abbas, einem der wichtigsten militärischen und maritimen Zentren Irans am Persischen Golf. Reuters berichtete ebenfalls unter Berufung auf jordanische Angaben, acht Raketen seien abgefangen worden, ohne dass Schäden oder Opfer gemeldet wurden.

Damit greift die neue Runde zwischen Washington und Teheran weit über die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen hinaus. Was mit iranischen Angriffen auf Handelsschiffe begann, hat inzwischen amerikanische Großschläge gegen iranische Militärinfrastruktur ausgelöst und iranische Raketen sowie Drohnen gegen US Ziele und GolfstaatenStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen nach sich gezogen. Bahrain meldete abgefangene iranische Luftangriffe und erklärte seine Streitkräfte in höchste Verteidigungsbereitschaft. In Kuwait wurden Explosionen gemeldet, zuvor hatten dort bereits Sirenen geheult. Katar führte ein Telefonat mit Irans Außenminister Abbas Araghchi und verurteilte die Angriffe auf Handelsschiffe im Hormus Raum, weil sie das Vertrauen untergraben, die internationale Schifffahrt gefährden und regionale Sicherheitsbemühungen beschädigen könnten.

Im Zentrum steht der bisher schwerste amerikanische Schlag seit dem Memorandum mit Teheran. Das US Militär erklärte nach Angaben von N12, rund 90 militärische Ziele in Iran getroffen zu haben. Darunter seien Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachung, Lagerstätten für Raketen und Drohnen, maritime Fähigkeiten und militärische Logistik entlang der iranischen Küste gewesen. Auch Reuters berichtete über neue amerikanische Angriffe gegen Iran, nachdem Trump das Memorandum faktisch für erledigt erklärt hatte und Washington die iranischen Angriffe auf die Schifffahrt als Bruch der Waffenruhe wertete.

Die amerikanische Linie ist nun offen ausgesprochen. Ein US Vertreter sagte der JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post, alles hänge von Irans Antwort ab. Wenn Teheran weiter feuere, könne das, was in der Nacht geschehen sei, täglich oder wöchentlich wiederkehren. Washington sei vorbereitet. Diese Aussage verändert die Lage. Es geht nicht mehr um einen einzelnen Gegenschlag, sondern um die Drohung einer wiederkehrenden Kampagne gegen jene Strukturen, mit denen Iran die freie Schifffahrt am Golf bedroht.

Iran versucht, die eigene Antwort als Vergeltung darzustellen. Die Revolutionsgarde drohte mit massiven Angriffen auf amerikanische Stützpunkte in der Region. Iranische Quellen meldeten, Einheiten für Raketen und Drohnen würden in kurzer Zeit eine große Antwort beginnen. Später berichteten iranische Stellen von Angriffen gegen Ziele in Bahrain und Kuwait. Reuters meldete, Irans Armee habe nach Angaben staatlicher Medien unter anderem US Patriot Systeme in Kuwait, eine Frühwarnanlage in Katar und ein Treibstofflager der US Armee in Bahrain angegriffen. Kuwait erklärte, seine Streitkräfte hätten eine Marschflugrakete, drei ballistische Raketen und zehn Drohnen bekämpft. Eine Person sei durch herabfallende Trümmer verletzt worden.

Besonders heikel sind die Meldungen aus Buschehr. Iranische Medien behaupteten, ein amerikanischer Flugkörper habe das Gelände des Atomkraftwerks Buschehr getroffen. Zuvor und danach wurden Explosionen in der Region gemeldet. Solche Angaben müssen mit Vorsicht behandelt werden, weil Teheran in dieser Lage ein eigenes Interesse daran hat, amerikanische Angriffe als besonders gefährlich oder rücksichtslos darzustellen. Aus früheren Berichten ging zugleich hervor, dass lokale iranische Stellen keine Schäden am Atomkraftwerk selbst gemeldet hatten. Entscheidend bleibt: Schon die Nähe solcher Meldungen zu einer Nuklearanlage zeigt, wie gefährlich der militärische Schlagabtausch geworden ist.

Auch der Norden Irans rückte in den Blick. Nach einem Bericht von N12 unter Berufung auf Fars griffen die USA eine Eisenbahnbrücke im strategischen Korridor zwischen China, Turkmenistan und Iran an. Ein amerikanischer Beamter wurde mit der Aussage zitiert, das US Militär habe zwei Eisenbahnbrücken im Norden Irans mit Marschflugkörpern getroffen. Es wäre nach dieser Darstellung das erste Mal seit der Waffenruhe vom 8. April, dass die USA Infrastruktur in Iran angegriffen haben. N12 berichtet, über diese Strecke seien seit November verstärkt Güter aus Russland transportiert worden, während der Güterverkehr aus China deutlich zugenommen habe.

Donald Trump stellte die Angriffe als Vergeltung für die iranische Bombardierung von Schiffen dar. Wenn es erneut geschehe, werde die Lage für Iran erheblich schlimmer, schrieb er. Auf Air Force One sagte Trump zudem, die Iraner hätten angerufen und wollten dringend einen Deal. Gleichzeitig äußerte er Zweifel, ob Teheran eine Vereinbarung überhaupt einhalten werde. Sein Satz, jedes Mal, wenn Iran die USA treffe, würden die Vereinigten Staaten zwanzigfach zurückschlagen, ist keine diplomatische Formel. Es ist die Ankündigung einer neuen Abschreckungsrechnung.

Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist diese Entwicklung keine entfernte Krise am Golf. Sie bestätigt eine Erfahrung, die Jerusalem seit Jahren macht. Iran bedroht nicht nur Israel. Teheran bedroht Handelswege, Golfstaaten, amerikanische Stützpunkte und inzwischen auch den Luftraum Jordaniens. Wer aus Europa die iranische Gefahr lange als israelische Übertreibung abtat, sieht nun, wie dieselbe Revolutionslogik auf Tanker, Häfen, RaketenstellungenTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen, Eisenbahnkorridore, US Stützpunkte und Nachbarstaaten übergreift.

Der Westen steht damit vor einer harten Wahrheit. Iran nutzt Abkommen nicht wie ein Staat, der sich binden will. Iran nutzt sie, solange sie Zeit verschaffen. Es spricht von Gesprächen, während seine Streitkräfte Raketen und Drohnen einsetzen. Es behauptet, auf amerikanische Angriffe zu reagieren, nachdem es selbst Handelsschiffe bedroht hat. Es will die Vorteile von Diplomatie, ohne die Logik der Erpressung aufzugeben.

Jordanien, Bahrain, Kuwait und Katar werden nun Teil dieser Realität. Nicht, weil sie den Konflikt gesucht hätten. Sondern weil Teheran die Region als Druckraum behandelt. Die Botschaft des Regimes ist brutal einfach: Wer amerikanische Kräfte beherbergt, wer internationale Schifffahrt schützt, wer sich Teherans Vorgaben nicht beugt, kann zur Zielscheibe werden.

Genau deshalb ist die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus kein technisches Thema. Sie ist ein Test der internationalen Ordnung. Wenn Iran dort mit Raketen, Drohnen und kleinen Angriffsbooten Regeln setzen kann, ist kein Abkommen sicher. Wenn die Antwort ausbleibt, wird jeder Bruch billiger. Wenn die Antwort kommt, steigt das Risiko einer größeren militärischen Konfrontation. Aber die Verantwortung darf nicht verschoben werden. Wer zivile Schiffe angreift und Nachbarstaaten bedroht, trägt die Schuld am Zerfall der Waffenruhe.

Die neue Lage zeigt auch, warum Israel auf überprüfbare Sicherheit setzt. Papier schützt keine Grenze. Ein Memorandum schützt keinen Tanker. Ein Gespräch schützt keinen Piloten, keinen Matrosen und keine Familie in einem Land, über dessen Himmel iranische Raketen abgefangen werden. Sicherheit entsteht erst, wenn ein Regime versteht, dass jeder Angriff einen Preis hat.

Die jüngsten Stunden folgen deshalb einer klaren Chronologie. Zuerst wurden Handelsschiffe am Hormus Raum angegriffen. Dann schlugen die USA gegen iranische Militärziele. Iran drohte mit massiver Antwort. Bahrain, Kuwait und Jordanien meldeten Alarme, Abwehrmaßnahmen und abgefangene Angriffe. Gleichzeitig behauptet Teheran, es wolle weiter handlungsfähig bleiben, während Trump sagt, Iran wolle einen Deal. Diese Gleichzeitigkeit ist der ganze Widerspruch des Regimes.

Teheran will verhandeln und schießen. Es will drohen und entlastet werden. Es will als Staat behandelt werden, verhält sich aber wie ein Machtapparat, der die Region in Geiselhaft nimmt. Jordanien hat nun acht Raketen vom Himmel geholt. Das ist die neueste Meldung. Es ist zugleich ein Symbol für den Zustand dieser Krise: Irans Kriegspolitik bleibt nicht dort, wo sie beginnt. Sie breitet sich aus, bis andere Staaten sie stoppen müssen.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 09 Juli 2026

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