Iranische Waffen für den Westjordan – Israels vergessene Front wird zur Hochsicherheitszone

Iranische Waffen für den Westjordan – Israels vergessene Front wird zur Hochsicherheitszone


Der Iran will die Westbank mit Terror fluten – doch Israel hat den Plan durchkreuzt und rüstet sich mit Milliardeninvestition

Iranische Waffen für den Westjordan – Israels vergessene Front wird zur Hochsicherheitszone
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Jahrelang galt die Grenze zu Jordanien als ruhig, fast nebensächlich. Heute ist sie ein Brennpunkt. Denn Teheran hat sie ins Visier genommen. Der Iran, das Zentrum des sogenannten „Axis of ResistanceAchse des Widerstands: Irans Terrornetzwerk gegen Israel„Achse des Widerstands“ ist die Eigenbezeichnung eines von Iran unterstützten Netzwerks aus Terrororganisationen und Milizen. Dazu zählen unter anderem Hisbollah, Hamas, Islamischer Dschihad, Huthi und proiranische Milizen im Irak und in Syrien. Das Netzwerk bedroht Israel mit Raketen, Drohnen, Terroranschlägen und Stellvertreterkrieg.Mehr lesen“, wollte über dieses Schwachstelle moderne Waffen ins Westjordanland schmuggeln – direkt in die Hände palästinensischer TerrorzellenTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen. Ziel: Mehr Anschläge, mehr Tote, mehr Chaos.

Doch IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen war schneller. In einem selten gewürdigten, aber sicherheitsstrategisch entscheidenden Manöver hat die israelische Armee unter der Leitung von Oberst Aviv Amir einen der gefährlichsten Pläne des Iran vereitelt. Bei seiner Abschiedsrede als Kommandeur der Grenzverteidigung im Jordantal offenbarte Amir nun erstmals das Ausmaß der Bedrohung – und wie sie gestoppt wurde.

In den vergangenen zwei Jahren hätten sich Waffenschmuggel und Infiltrationen dramatisch professionalisiert. Unterstützt durch das iranische Netzwerk von Terrororganisationen – HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, Islamischer DschihadIslamischer Dschihad: Irans Terrorpartner gegen IsraelDer Islamische Dschihad ist eine palästinensische Terrororganisation, die Anfang der 1980er Jahre entstand. Sie lehnt Israel ab, wird stark vom Iran unterstützt und verfügt mit den Al Quds Brigaden über einen bewaffneten Arm.Mehr lesen – wurde die jordanische Grenze zum zentralen Korridor für geplante Massaker im Westjordanland. Die Terroristen waren nicht mehr nur mit Messern oder Pistolen unterwegs, sondern mit Waffen, die bisher dem GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen vorbehalten waren.

Amir und seine Einheiten agierten unter enormem Druck, häufig im Schatten der medialen Aufmerksamkeit. Und doch sprechen die Zahlen eine klare Sprache: 85 getötete Terroristen, über 500 sichergestellte Waffen, rund 40 vereitelte Schmuggelaktionen und 120 festgesetzte Infiltratoren – eine stille, aber messbare Erfolgsbilanz im Kampf gegen Irans Griff nach Judäa und SamariaJudäa und Samaria: Israels historisches Kernland im politischen StreitJudäa und Samaria bezeichnen historische Landschaften zwischen Jerusalem, dem Jordantal und den zentralen Höhenzügen des Landes Israel. In Israel ist der Begriff gebräuchlich. International wird das Gebiet oft anders bezeichnet und politisch als umstritten eingeordnet.Mehr lesen.

Dieser Erfolg bleibt nicht folgenlos. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat das Ausmaß der Bedrohung erkannt – und zieht Konsequenzen. Ein neues, hochmodernes Grenzschutzsystem wird errichtet. Kostenpunkt: 5,2 Milliarden Schekel (etwa 1,3 Milliarden Euro). Sein Vorgänger Yoav Gallant war an der Umsetzung gescheitert. Katz dagegen brachte das Finanzministerium unter Betzalel Smotrich auf seine Seite – ob durch politisches Geschick oder schlicht durch den Ernst der Lage.

Warum jetzt? Weil Israel es sich nicht leisten kann, eine zweite Gaza-Front im Herzen des Landes zu riskieren. Die Westbank darf nicht zu einem zweiten Raketenarsenal des Iran werden. Die Gefahr ist real, wie sich seit Oktober 2023 mehrfach gezeigt hat. Das Ziel Teherans ist klar: Die Instabilität im Westjordanland soll eskalieren – nicht aus ideologischer, sondern aus strategischer Motivation, um Israel zu überfordern und gleichzeitig Druck auf Jordanien und die Abraham-AbkommenAbraham-Abkommen: Israels Durchbruch in der arabischen WeltDie Abraham-Abkommen sind Normalisierungsvereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen beziehungsweise muslimisch geprägten Staaten. Sie begannen 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.Mehr lesen auszuüben.

Aviv Amirs nächste Aufgabe führt ihn ins Herz der Kampfzone: als neuer Chef der Operationen im Süden, wo die IDF derzeit gegen Hamas und andere Terrorgruppen kämpft. Ein klares Signal, dass sein Einsatz an der Ostgrenze als Erfolg gewertet wird – und dass Israel in einer Zeit multipler Bedrohungen auf seine erfahrensten Offiziere setzt.

Der neue Grenzzaun an der jordanischen Grenze ist mehr als ein Bauprojekt. Er ist ein Schutzschild gegen den geopolitischen Würgegriff des Iran. Und er ist ein Symbol dafür, dass Israel – trotz aller internen Krisen und außenpolitischen Herausforderungen – wachsam bleibt.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 23 April 2025

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