Hamas-Führung in Gaza offenbar zerschlagen – IDF lässt Tod von Mohammed Sinwar vorerst offen

Hamas-Führung in Gaza offenbar zerschlagen – IDF lässt Tod von Mohammed Sinwar vorerst offen


Seit Monaten jagt die israelische Armee Mohammed Sinwar – nun mehren sich Berichte über seinen Tod.

Hamas-Führung in Gaza offenbar zerschlagen – IDF lässt Tod von Mohammed Sinwar vorerst offen
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Doch die IDF bleibt vorsichtig: Am Sonntag erklärte das israelische Militär, es könne ausländische Berichte über den Fund von Sinwars Leiche bislang nicht bestätigen. Auch der Tod weiterer HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Kommandeure, darunter der Rafah-Brigadeführer Mohammed Shabanah, wurde gemeldet – eine offizielle Bestätigung aus IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen oder von Seiten der Hamas steht jedoch aus.

Der mutmaßliche Angriff fand am Dienstag statt, als israelische Luftwaffe eine massive Bombardierung auf ein unterirdisches Tunnelversteck unter einem Krankenhaus in Khan Younis durchführte. Ziel: Mohammed Sinwar – seit Oktober 2024 Chef der Hamas in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen und verantwortlich für das Schicksal der letzten 58 verbliebenen israelischen Geiseln, von denen etwa 21 noch am Leben sein sollen. Seine Berufung erfolgte unmittelbar nach dem Tod seines Bruders Yahya Sinwar, dem Hauptplaner des Massakers vom 7. Oktober, der in Rafah durch israelische Spezialkräfte getötet wurde.

Fotos vom Ort des Angriffs zeigen schwere Zerstörungen am Europäischen Krankenhaus in Khan Younis. Das Gebäude wurde teilweise beschädigt – unterirdisch allerdings, so der Verdacht, befand sich das eigentliche Ziel: ein Tunnelnetzwerk, das Sinwar und seine engsten Kommandeure als Rückzugsort diente.

Unter den angeblich getöteten engen Vertrauten befand sich auch Mohammed Shabanah, Kommandeur der Rafah-Brigade und einer der beiden meistgenannten Nachfolgekandidaten für den militärischen Oberbefehl über die Hamas. Sein Tod würde die ohnehin dezimierte militärische Führungsriege weiter ausdünnen. Laut israelischen Verteidigungskreisen bliebe dann nur noch Brigadekommandeur Az-adin al-Hadad aus Gaza-Stadt als letzter Überlebender der ursprünglichen fünf Brigadeführer übrig – er gilt nun als wahrscheinlichster Anwärter auf die militärische Leitung der Terrororganisation.

Ein weiterer Schlag für die Hamas-Familie traf offenbar auch Zakaria Sinwar – ein weiterer Bruder von Yahya und Mohammed Sinwar. Berichten zufolge wurde er gemeinsam mit mehreren seiner Söhne bei einem Luftangriff auf ein Zeltlager im Nuseirat-Flüchtlingslager in Zentralgaza getötet. Auch hier steht eine offizielle Bestätigung noch aus, doch Quellen in Gaza berichten übereinstimmend von mehreren Toten aus dem Umfeld der Familie Sinwar.

Ob der Tod von Mohammed Sinwar tatsächlich bestätigt wird, hängt offenbar entweder von einer öffentlichen Erklärung der Hamas oder gesicherter Identifikation durch israelische Geheimdienste ab. Bis dahin bleibt die offizielle Linie der IDF: kein Kommentar. Doch die Auswirkungen wären gravierend – militärisch, strategisch und symbolisch. Denn Sinwar galt als zentrale Figur bei der Organisation der Geiselverstecke und der Fortführung der bewaffneten Hamas-Struktur nach dem Verlust zahlreicher Kommandeure und WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen.

Ein möglicher Führungswechsel zur weniger erfahrenen Generation könnte für die Hamas weitreichende Konsequenzen haben – sowohl im Hinblick auf künftige Angriffe als auch auf die Verhandlungsbereitschaft. Für Israel hingegen wäre es ein schwerer, aber bedeutender Schlag gegen die zentrale Kommandostruktur der Organisation.




Autor: Redaktion
Sonntag, 18 Mai 2025

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