100 Hilfstransporter für Gaza – Israel öffnet den Grenzübergang, während die UN über Missstände klagen, an denen sie selbst beteiligt sind100 Hilfstransporter für Gaza – Israel öffnet den Grenzübergang, während die UN über Missstände klagen, an denen sie selbst beteiligt sind
Israel lässt erneut Hilfslieferungen zu – die UN warnt vor Hunger. Doch ein Teil der Verantwortung liegt bei jenen, die jetzt am lautesten mahnen.

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Nach elf Wochen strikter Blockade des Gazastreifens hat IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen am Dienstag rund 100 weitere Hilfstransporter durch den Grenzübergang Kerem Shalom genehmigt. Wie ein Sprecher des UN-Nothilfebüros (OCHA) in Genf mitteilte, sei dies ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vortagen. Bereits am Montag hatte Israel neun Lkw zugelassen, von denen jedoch nur fünf tatsächlich in den GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen gelangten. Die Ladungen enthalten laut UN hauptsächlich Babynahrung und Spezialnahrung für unterernährte Kinder.
Während UN-Vertreter die Maßnahme begrüßen, gleichzeitig aber eindringlich vor einer dramatischen Ausweitung der Mangelernährung warnen, stellt sich eine grundlegendere Frage: Wie glaubwürdig ist die humanitäre Empörung jener Organisationen, die selbst Teil des Problems sind?
UNRWAUNRWA: Das umstrittene UN Hilfswerk für Palästina FlüchtlingeUNRWA ist das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina Flüchtlinge im Nahen Osten. Es wurde 1949 gegründet und betreut registrierte Flüchtlinge sowie viele ihrer Nachkommen in Gaza, Jordanien, Libanon, Syrien und Judäa und Samaria einschließlich Ostjerusalem.Mehr lesen – Hilfswerk oder Teil des Systems?
Die Sorge über Hunger und Unterversorgung ist berechtigt. Doch wenn ausgerechnet das Palästinenserhilfswerk UNRWA Alarm schlägt, wirkt das zunehmend wie ein Ablenkungsmanöver. Denn UNRWA trägt durch jahrzehntelange institutionelle Verflechtung mit der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen eine Mitverantwortung für das Elend, das sie nun beklagt.
Ob durch die Duldung von Waffenlagern in UN-Schulen, die Anstellung von Hamas-nahen Mitarbeitern oder die Verbreitung antisemitischer Inhalte in Schulmaterialien – UNRWA hat über Jahre hinweg mit einer Terrororganisation kooperiert, die Israels ExistenzrechtExistenzrecht Israels: Das Recht des jüdischen Staates auf SicherheitDas Existenzrecht Israels bezeichnet das Recht des jüdischen Staates, als souveräner Staat sicher und anerkannt zu bestehen. Wer Israel dieses Recht abspricht, kritisiert nicht nur eine Regierung, sondern stellt jüdische Selbstbestimmung grundsätzlich infrage.Mehr lesen offen ablehnt. Ob willentlich oder aus blindem Pragmatismus: Das Hilfswerk wurde Teil der Hamas-Logistik und damit auch Teil eines Systems, das humanitäre Hilfe regelmäßig zweckentfremdet.
Israel hat aus diesen Erfahrungen gelernt. Die Blockade diente nicht dem Ziel, Zivilisten zu bestrafen, sondern sollte unterbinden, dass Waffen, Treibstoff und technisches Gerät in die Hände der Hamas gelangen – mit gutem Grund. Die Hamas hat internationale Hilfe wiederholt missbraucht, um Tunnel zu graben, Raketen zu bauen oder Kommandostrukturen aufrechtzuerhalten. Das zeigt: Hilfe ist nur dann Hilfe, wenn sie nicht das Leid verlängert oder es gar instrumentalisiert.
Verantwortung statt SchuldumkehrTäter-Opfer-Umkehr: Wenn Schuld gezielt verdreht wirdTäter-Opfer-Umkehr bezeichnet die Verdrehung von Verantwortung: Täter werden entlastet, Opfer beschuldigt oder moralisch auf die Seite der Täter gerückt. Im Antisemitismus zeigt sich dieses Muster besonders bei Holocaust-Relativierung, Israelhass und der Rechtfertigung von Gewalt gegen Juden oder Israelis.Mehr lesen
Die jetzt zugelassenen 100 Lkw sind Ausdruck eines Dilemmas, das Israel seit Jahren begleitet: Wie ermöglicht man humanitäre Hilfe, ohne gleichzeitig TerrorinfrastrukturTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen zu stärken? Wie sichert man Nahrung für Kinder, ohne die Versorgung von Kämpfern zu ermöglichen?
Die internationale Kritik blendet diesen KontextKontextualisierung: Fakten verständlich einordnenKontextualisierung bedeutet, Informationen in einen Zusammenhang zu stellen. Sie hilft, Ereignisse nicht isoliert zu betrachten, sondern mit Vorgeschichte, Ursachen, Folgen und beteiligten Akteuren zu verstehen.Mehr lesen regelmäßig aus – gerade jene UN-Organe, die sich nicht von der Hamas distanziert haben und bis heute vor Ort operieren, als sei die islamistische Gewalt nur ein Nebenschauplatz. Dabei ist klar: Jeder Sack Mehl, der in einem Tunnel verschwindet, fehlt einem Kind. Jede Lkw-Ladung, die von Hamas-Funktionären konfisziert wird, ist ein Verrat an der humanitären Idee.
Dass Israel nun dennoch Hilfstransporte erlaubt, ist weder selbstverständlich noch bequem. Es ist ein Akt politischer Reife, angesichts massiver internationaler Anfeindungen und nach dem schwersten Terrorangriff in seiner Geschichte am 7. Oktober. Wer dieses Maß an Verantwortung ernst nimmt, muss sich auch fragen: Wo war die UN, als die Hamas Schulen zu Waffenlagern machte? Wo ist die UN, wenn es darum geht, diese Täter klar zu benennen?
Keine Hilfe ohne Kontrolle
Dass die UN nun auf eine massive Ausweitung der Lieferungen drängt, mag humanitär begründet sein – es ist aber auch ein Eingeständnis eigener Unfähigkeit. Ohne Israel würde kein einziger dieser Lkw überhaupt Gaza erreichen. Ohne israelische Sicherheitsüberprüfung würde die Hamas längst wieder profitieren.
Die Forderung darf also nicht sein: „Israel muss mehr öffnen.“ Die Forderung muss lauten: „Die UN muss sicherstellen, dass Hilfe nicht zum Werkzeug der Hamas wird.“ Das wäre der erste Schritt zu echter Hilfe – und echter Glaubwürdigkeit.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 21 Mai 2025