Israel erhöht Druck auf Washington: Kommt jetzt die US-Beteiligung am Krieg gegen Teheran?

Israel erhöht Druck auf Washington: Kommt jetzt die US-Beteiligung am Krieg gegen Teheran?


Jerusalem drängt auf aktive US-Unterstützung im Kampf gegen Irans Nuklearprogramm – Trump blockt militärische Beteiligung bisher ab

Israel erhöht Druck auf Washington: Kommt jetzt die US-Beteiligung am Krieg gegen Teheran?
IDF

Während Israels Luftwaffe weiter iranisches Militär und nukleare Infrastruktur ins Visier nimmt, verschiebt sich der Schwerpunkt hinter den Kulissen zunehmend in Richtung Washington. Die israelische Regierung drängt auf eine offenere Beteiligung der USA an den nächsten Phasen der laufenden Operation „Rising Lion“. Wie aus gut informierten israelischen Regierungskreisen hervorgeht, versucht JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen derzeit, die amerikanische Regierung zu einem aktiven militärischen Eingreifen zu bewegen. Der diplomatische Druck nimmt stündlich zu – doch aus dem Weißen Haus kommen bislang nur mahnende Worte, keine Truppen.

Seit den frühen Morgenstunden des Freitags fliegen israelische Kampfjets Welle um Welle gezielter Angriffe gegen strategische Ziele im Iran. Besonders das Nuklearzentrum Natanz wurde massiv getroffen, ebenso Hauptquartiere der RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen (IRGCIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen) und Forschungsstätten des iranischen Atomwaffenprogramms. Es war die bisher härteste militärische Machtdemonstration Israels gegen Teheran – und sie hält weiter an. Doch obwohl die Angriffe in „voller Koordination“ mit den USA erfolgten, wie US-Außenminister Marco Rubio betonte, blieb eine Beteiligung amerikanischer Einheiten bislang ausdrücklich aus.

Die israelische Führung empfindet das als unzureichend. Man habe Washington zwar frühzeitig eingebunden, jedoch erwarte man in Jerusalem nun mehr als Rückendeckung auf diplomatischer Ebene. Nach jahrzehntelangem iranischen Täuschungsmanöver, TerrorfinanzierungPay for Slay: Wie Terror gegen Israelis weiter belohnt wird„Pay for Slay“ ist ein kritischer Begriff für palästinensische Zahlungen an in Israel inhaftierte Täter, freigelassene Gefangene und Familien getöteter Angreifer. Kritiker sehen darin eine Belohnung für Terror gegen Israelis.Mehr lesen und nuklearer Aufrüstung sei ein symbolischer Schulterschluss nicht mehr genug. Der Iran habe rote Linien überschritten – jetzt müsse der Westen handeln, so der Tenor in israelischen Sicherheitskreisen.

„Die Vereinigten Staaten und IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen stehen Schulter an Schulter in der Einschätzung der Bedrohung durch Iran – aber nicht in der Art der Reaktion darauf“, beschreibt ein Regierungsinsider die Kluft. Hinter verschlossenen Türen werde über eine mögliche amerikanische Luftunterstützung, nachrichtendienstliche Kooperation auf operativer Ebene sowie logistische Hilfen debattiert. Doch Präsident Donald Trump zögert. In einem Truth-Social-Post sagte er zwar, er habe „dem Iran viele Chancen für einen Deal gegeben“, doch der Subtext seiner Botschaft bleibt defensiv. „Der Iran muss jetzt einlenken, bevor nichts mehr übrig ist“ – das klingt mehr nach Warnung als nach militärischem Schulterschluss.

Außenminister Rubio fand in seinen Worten zumindest mehr Klarheit: „Iran sollte keinesfalls amerikanische Interessen oder Personal angreifen“, stellte er klar – eine rote Linie, bei deren Überschreitung womöglich doch ein Umdenken in Washington einsetzen könnte. Bis dahin jedoch, so ist in Jerusalem zu hören, wolle Israel notfalls auch allein weitermachen. Doch für einen echten strategischen Schlag gegen das Regime in Teheran brauche es mehr als präzise Bomben – es brauche die unmissverständliche Entschlossenheit des Westens.

Für Iran ist die Botschaft ohnehin angekommen. Die getroffenen Einrichtungen waren keine Randziele, sondern das Herzstück des Atomprogramms. Dass unter den Getöteten hochrangige IRGC-Offiziere und Wissenschaftler waren, ist ein Signal mit maximaler Wirkung. Doch je länger Washington militärisch abwartet, desto größer wird die Gefahr einer iranischen Antwort – möglicherweise gegen US-Basen in der Region. Genau das will die Trump-Regierung offenbar vermeiden.

Israel jedoch hat seine Wahl bereits getroffen. Der jüdische Staat sieht sich gezwungen, jetzt zu handeln – bevor Teheran eine nukleare Schwelle überschreitet, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Die diplomatische Bühne wird kleiner, der militärische Druck größer. Und während über Teheran weiterhin Rauch aufsteigt, richtet sich der Blick Israels nun auf Washington: Hält der wichtigste Verbündete stand – oder bleibt es beim Zusehen?




Autor: Redaktion
Samstag, 14 Juni 2025

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage