Trump schlägt Deal vor – Israel sagt Ja, die arabischen Vermittler zögernTrump schlägt Deal vor – Israel sagt Ja, die arabischen Vermittler zögern
Israel akzeptiert offen die Initiative von US-Präsident Trump zur Beendigung des Gaza-Krieges. Doch während Jerusalem sich klar positioniert, blockieren Ägypten, Katar und die Hamas hinter den Kulissen – ausgerechnet jene Akteure, die den Krieg angeblich beenden wollen.

GPO
Seit Wochen sucht die Welt nach einem Ausweg aus dem GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen-Krieg. Nun hat US-Präsident Donald Trump einen Vorschlag auf den Tisch gelegt – und IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen hat heute zum ersten Mal offiziell zugestimmt. Außenminister Gideon Sa’ar erklärte, man wolle das Ende der Kämpfe auf Grundlage der Trump-Initiative und im Einklang mit den Vorgaben des israelischen Sicherheitskabinetts erreichen. Damit signalisiert JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen nicht nur Gesprächsbereitschaft, sondern vor allem Entschlossenheit, eine politische Lösung zu ermöglichen.
Doch während Israel die Hand ausstreckt, zeigen die arabischen Vermittler in Kairo und Doha wenig Begeisterung. Laut dem libanesischen Blatt „Al-Akhbar“ wurde der Trump-Plan von ihnen bislang nicht einmal ernsthaft diskutiert. Stattdessen lautet das Urteil: „nicht umsetzbar“. Begründung: fehlende Garantien und angebliche Unausgewogenheit. Hinter den Kulissen versuchen ägyptische Unterhändler, Washington zu bewegen, mehr Druck auf Israel auszuüben – nicht etwa auf die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen.
Ägyptische Furcht vor Israels Stärke
Nach Angaben eines hochrangigen ägyptischen Vertreters treibt Kairo die Sorge um, dass die USA Israel einen „Freifahrtschein“ für verstärkte Militäroperationen in Gaza geben könnten. Präsident Abdel Fattah al-Sisi wollte deshalb zuletzt persönlich mit Trump telefonieren – ein Gespräch, das aus amerikanischer Sicht bislang nicht zustande kam. Parallel dazu drängte Ägypten Israel, neue Hilfslieferungen nach Gaza zuzulassen. Doch diese Anfragen blieben unbeantwortet, da sie inmitten laufender Kämpfe eher wie eine politische Forderung der Hamas wirken als wie neutrale humanitäre Hilfe.
Bemerkenswert ist, wie klar Kairo inzwischen Position bezieht: Während es nach außen den Status des Vermittlers wahrt, arbeitet es faktisch daran, die israelischen Operationen in Gaza zu begrenzen. Mit humanitären Argumenten wird Druck aufgebaut – tatsächlich jedoch dient dies vor allem dazu, die Hamas vor einer vollständigen Niederlage zu bewahren.
Die Hamas beschuldigt Israel – und übersieht die eigene Verantwortung
In Katar meldete sich Hamas-Vertreter Mahmud Mardawi zu Wort. Er behauptete, Israel blockiere die Verhandlungen und sei das „Hindernis“ für eine Einigung. Dabei ist es die Hamas, die seit Jahren jede Feuerpause nutzt, um sich neu zu bewaffnen. Mardawi sprach von einer angeblich schon vereinbarten Initiative unter ägyptisch-katarischer Schirmherrschaft, der sich „alle palästinensischen Fraktionen“ angeschlossen hätten. Israel habe sich zunächst darauf eingelassen, sei dann aber „zurückgerudert“.
Hinter dieser Darstellung steckt eine klare Strategie: Die Terrororganisation will den Eindruck erwecken, Israel sei nicht an Frieden interessiert, sondern halte an Krieg und Zerstörung fest. Dass die Hamas selbst den Krieg durch den brutalen Angriff vom 7. Oktober begonnen hat, dass sie immer wieder WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen unter Wohnhäusern versteckt und bewusst Zivilisten als SchutzschildeMenschliche Schutzschilde: Wie Terror Zivilisten als Deckung missbrauchtMenschliche Schutzschilde sind Zivilisten, deren Anwesenheit absichtlich genutzt wird, um militärische Ziele vor Angriffen zu schützen oder militärische Operationen zu behindern. Das humanitäre Völkerrecht verbietet diese Praxis.Mehr lesen missbraucht – all das wird verschwiegen.
Wer will den Krieg wirklich beenden?
Es zeigt sich ein bemerkenswertes Muster: Israel akzeptiert die US-Initiative, während die arabischen Vermittler sie für „nicht umsetzbar“ erklären. Ägypten fürchtet eine Stärkung Israels, Katar schützt die Hamas, und die Hamas selbst verlangt einmal mehr einen vollständigen Rückzug Israels, eine unbegrenzte Feuerpause und massiven Wiederaufbau – also die politischen Gewinne, ohne den Preis für ihre Taten zu zahlen.
Dass Trump seine Initiative bewusst auf die Realität Israels abgestimmt hat, wird dabei übergangen. Israel kann und wird keinen Deal akzeptieren, der der Hamas ihr Terrornetzwerk belässt. Die Trump-Initiative ist der Versuch, ein Ende der Kämpfe mit klaren Bedingungen zu verbinden. Die Reaktionen aus Kairo und Doha zeigen jedoch: Es geht weniger um Frieden, sondern darum, Israels Handlungsspielraum einzuschränken und den Status quo der Hamas zu sichern.
Jerusalem hat sich entschieden. Israel will diesen Krieg beenden – nicht durch Kapitulation, sondern durch Sicherheit. Wer also blockiert? Die Antwort liegt nicht in Jerusalem.
Autor: Redaktion
Dienstag, 09 September 2025