Ein Land erinnert sich: Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober [Video]Ein Land erinnert sich: Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober [Video]
Zwei Jahre nach dem Massaker der Hamas steht Israel still. In Tel Aviv, am Nova-Festival-Gelände und an zahllosen Orten im Land wird erinnert – an die Ermordeten, die Vermissten, die Überlebenden. Die Trauerfeiern laufen seit Stunden und sind online zu sehen.
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Seit dem Nachmittag ist IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen von einer seltenen Stille erfasst. Überall im Land versammeln sich Menschen, um der Opfer des 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen zu gedenken – jenes Tages, an dem HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terroristen in israelische Gemeinden eindrangen, über 1200 Menschen ermordeten und Dutzende verschleppten. Zwei Jahre danach steht das Land erneut zusammen: mit Kerzen, Gebeten, Musik und Tränen.
Die zentrale Gedenkveranstaltung findet im Park HaYarkon in Tel Aviv statt, getragen von Angehörigen, Überlebenden, Soldaten und politischen Vertretern. Seit Stunden läuft sie live, begleitet von Sängern, Reden und Schweigeminuten. Es ist kein Staatsakt im feierlichen Sinn, sondern eine offene Wunde, die das Land gemeinsam spürt.
Parallel dazu wird am Gelände des Nova-Festivals – einem der blutigsten Tatorte des Massakers – ein zweiter zentraler Gedenkakt abgehalten. Viele der Überlebenden kehrten dorthin zurück, wo sie Freunde verloren haben. Sie errichteten aus Stoff, Licht und Klang ein stilles, aber überwältigendes Mahnmal. Wer nicht selbst anwesend sein kann, verfolgt die Übertragung online – live oder später als Aufzeichnung.
Zuschauerinnen und Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen diese Momente, viele in Stille, andere in Tränen. Die Bilder zeigen ein Land, das sich weigert, den Schmerz zu verdrängen. In Reden, Liedern und Schweigeminuten schwingt derselbe Satz mit: „Wir leben weiter.“
Das Forum der Geisel- und Vermisstenfamilien erinnerte in seiner Erklärung daran, dass die Trauer unvollständig bleibt, solange noch immer 48 Geiseln nicht heimgekehrt sind. „Jede dieser Seelen ist eine Welt für sich. Jeder Einzelne muss zurück nach Hause.“
Auch Präsident Donald Trump, der in den letzten Wochen neue Vermittlungsgespräche unterstützt, wurde in den Reden mehrfach erwähnt. Sein Engagement habe, so viele Familien, „neue Hoffnung“ geschaffen, dass endlich eine Einigung mit den Terroristen zustande kommt und die verbliebenen Geiseln nach Israel zurückkehren können.
In Tel Aviv, JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen, Netanja und Be’er Scheva leuchten zur Stunde unzählige Kerzen. Auf den Straßen, an Mauern, auf Plätzen sind Namen zu lesen, Gesichter zu sehen – Zeugnisse eines Landes, das sich an seine Ermordeten erinnert, nicht als Zahl, sondern als Menschen.
Wer heute Abend zusieht, sieht kein Ritual, sondern ein kollektives Bekenntnis: Israel vergisst nicht. Das Land trauert, aber es lebt – und es bleibt wachsam.
Autor: Redaktion
Dienstag, 07 Oktober 2025