Trump kommt nach Israel: Rede in der Knesset geplant – kein offizielles Treffen

Trump kommt nach Israel: Rede in der Knesset geplant – kein offizielles Treffen


US-Präsident Donald Trump wird am Montagmorgen in Israel erwartet. Nach seiner Landung am Flughafen Ben Gurion wird er direkt zur Knesset fahren, wo er eine Rede halten soll. Weitere Treffen oder Zeremonien sind nicht vorgesehen.

Trump kommt nach Israel: Rede in der Knesset geplant – kein offizielles Treffen
By The White House - https://twitter.com/WhiteHouse/status/1886934644354122143, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=159137650

IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen bereitet sich auf den Besuch von US-Präsident Donald Trump vor, der am Montagmorgen um 9:20 Uhr am Flughafen Ben Gurion landen soll. Der Termin fällt auf den Vorabend von Simchat Tora, weshalb die israelischen Behörden und das Protokollteam des Präsidenten einen besonders kompakten Ablauf planen.

Nach einer kurzen Begrüßung am Flughafen wird Trump ohne offizielle Treffen oder Zeremonien weiter nach JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen reisen, um in der Knesset zu sprechen. Sein Aufenthalt in Israel wird nur wenige Stunden dauern; direkt nach der Rede ist der Rückflug in die USA vorgesehen.

Kurzbesuch mit Symbolwert

In Washington gilt der Besuch als Ausdruck der engen Abstimmung zwischen den USA und Israel nach dem Abschluss des Geiselabkommens mit der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen. Trumps Team – darunter Jared Kushner und Steve Witkoff – war maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt und traf bereits am Donnerstagabend in Jerusalem ein, um der Kabinettssitzung beizuwohnen.

Nach Angaben aus dem Weißen Haus soll die Reise Teil einer breiteren Nahost-Tour sein, während der Trump auch in Ägypten und möglicherweise in Saudi-Arabien erwartet wird. In den USA wird spekuliert, dass der Präsident seine Präsenz im Nahen Osten bewusst mit der anstehenden Bekanntgabe der Nobelpreisträger für den Frieden verbindet – ein symbolischer Zeitpunkt, um die amerikanische Rolle im neuen GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen-Abkommen zu unterstreichen.

Einladung der Familien der Geiseln

Auch in Israel löst der angekündigte Besuch starke Reaktionen aus – insbesondere bei den Familien der entführten Israelis. Das Hauptquartier der Geiselfamilien sandte am Donnerstag einen Brief an den Präsidenten, in dem sie ihn baten, sich während seines Aufenthalts mit ihnen zu treffen.

In dem Schreiben heißt es:
„Es wäre uns eine große Ehre, wenn Sie sich während Ihres Besuchs in Israel mit uns treffen würden. Wir laden Sie ein, auf dem Platz der Geiseln zu sprechen. Dies könnte eine der größten Solidaritätskundgebungen in der Geschichte Israels werden – für einen Freund und Verbündeten unseres Landes.“

Ob ein solches Treffen stattfinden wird, ist unklar. Der Besuchsplan sieht derzeit keine zusätzlichen Stationen vor.

Stimmung im Land

Seit der Verkündung des Abkommens zwischen Israel und der Hamas herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung Erleichterung. In Tel Aviv versammelten sich am Donnerstagabend Tausende auf dem „Platz der Geiseln“, um die Entscheidung zu feiern und die baldige Rückkehr der Entführten zu fordern.

In Regierungskreisen heißt es, die israelische Seite betrachte den Besuch Trumps als Zeichen politischer Unterstützung und persönlicher Anerkennung für Premierminister Netanjahu und seine Regierung. Auch wenn der Aufenthalt kurz ist, soll er die enge strategische Bindung zwischen Jerusalem und Washington bekräftigen.

Der Präsident wird voraussichtlich noch am selben Tag nach Washington zurückkehren.




Autor: Redaktion
Freitag, 10 Oktober 2025

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