Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an und nimmt Radwan-Einheiten ins Visier

Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an und nimmt Radwan-Einheiten ins Visier


Die israelische Armee hat eine neue Welle von Angriffen gegen die Hisbollah im Libanon durchgeführt. Ziel waren Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandostrukturen der Eliteeinheit Radwan.

Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an und nimmt Radwan-Einheiten ins Visier
Bildnachweis: IDF

Die israelischen Streitkräfte haben in der Nacht erneut militärische Infrastruktur der Terrororganisation HezbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen im Libanon angegriffen. Nach Angaben des Militärs richteten sich die Luftschläge gegen Raketenabschussanlagen, WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen und operative Einrichtungen der Organisation in mehreren Regionen des Landes, darunter im Bekaa-Tal sowie im Süden des Libanon.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf Einrichtungen der sogenannten Radwan-Einheit. Diese Eliteformation der Hisbollah gilt als offensiver Kern der Organisation und ist auf Angriffe gegen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen spezialisiert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden zwei Kommandostrukturen dieser Einheit zerstört.

Auch mehrere Kommandeure der Radwan-Truppe wurden bei einem Angriff nahe dem Ort Majdal Selm ins Visier genommen. Laut israelischem Militär waren diese Führungspersonen unmittelbar an der Planung von Angriffen auf israelische Soldaten und Zivilisten beteiligt.

Die Operationen stehen im Zusammenhang mit der aktuellen militärischen Lage in der Region, die sich seit Beginn der Angriffe gegen das iranische Regime deutlich ausgeweitet hat. Hisbollah-Einheiten haben sich in den vergangenen Tagen zunehmend aktiv in die Auseinandersetzung eingeschaltet.

Israel betont, dass bei den Angriffen umfangreiche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Gefahr für die Zivilbevölkerung zu reduzieren. Dazu gehörten frühzeitige Evakuierungswarnungen sowie der Einsatz präziser Munition, um militärische Ziele möglichst genau zu treffen.

Während die Luftschläge im Libanon fortgesetzt werden, berichten libanesische Medien zusätzlich über eine ungewöhnliche Bodenoperation der israelischen Armee. Demnach sollen israelische Hubschrauber im Bekaa-Tal gelandet sein, woraufhin Soldaten ein Gelände betreten hätten, das möglicherweise mit dem Schicksal des vermissten Piloten Ron Arad in Verbindung steht.

Ron Arad, ein Navigator der israelischen Luftwaffe, wurde 1986 im Libanon gefangen genommen, nachdem sein Flugzeug während eines Einsatzes beschädigt worden war. Er geriet in die Hände der schiitischen Miliz Amal, bevor sich seine Spur später verlor. Trotz jahrzehntelanger Ermittlungen ist sein Schicksal bis heute ungeklärt.

In Israel gilt der Fall als eines der schmerzhaftesten ungelösten Kapitel der Militärgeschichte. Die Suche nach Informationen über Arad und mögliche Überreste dauert bis heute an und wird immer wieder durch Geheimdienstoperationen und militärische Einsätze begleitet.

Sollten sich die Berichte über die jüngste Operation bestätigen, würde dies zeigen, dass Israel auch nach fast vierzig Jahren weiterhin versucht, Antworten auf das Verschwinden seines Piloten zu finden.




Autor: Redaktion
Samstag, 07 März 2026

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