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VAE dementieren Angriff auf iranische Anlage und kritisieren Berichte aus Jerusalem

VAE dementieren Angriff auf iranische Anlage und kritisieren Berichte aus Jerusalem


Ein angeblicher Angriff der Emirate auf eine iranische Entsalzungsanlage sorgt für diplomatische Spannungen. Abu Dhabi weist die Darstellung entschieden zurück und wirft israelischen Quellen unangemessenes Verhalten vor.

VAE dementieren Angriff auf iranische Anlage und kritisieren Berichte aus Jerusalem

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Berichte über einen angeblichen Angriff auf eine iranische Entsalzungsanlage entschieden zurückgewiesen. Ein hochrangiger Vertreter aus Abu Dhabi erklärte, sein Land habe keinen solchen Angriff durchgeführt und kritisierte gleichzeitig Informationen, die aus Jerusalem verbreitet worden seien.

Zuvor war berichtet worden, die Emirate hätten erstmals selbst ein Ziel auf iranischem Gebiet angegriffen. Demnach sollte eine Entsalzungsanlage getroffen worden sein. Diese Darstellung wurde jedoch kurz darauf von emiratischen Stellen deutlich bestritten.

Ein mit der Regierung in Abu Dhabi vertrauter Vertreter erklärte, die Emirate hätten Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wie entsprechende Berichte entstanden seien. Besonders kritisch äußerte er sich über Aussagen, die angeblich von einem hochrangigen israelischen Beamten stammten.

Es sei nicht angemessen, dass ein Vertreter eines anderen Staates im Namen der Emirate spreche oder Gerüchte über militärische Aktionen verbreite. Die Vereinigten Arabischen Emirate seien ein souveräner Staat, der seine Entscheidungen selbst treffe.

Auch das israelische Militär stellte klar, dass es nicht an einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage beteiligt gewesen sei.

In diplomatischen Kreisen wird zudem darauf hingewiesen, dass die Emirate bei einer möglichen militärischen Reaktion eher militärische Ziele angreifen würden und nicht zivile Infrastruktur. Eine Entsalzungsanlage gilt in der Regel als zivile Einrichtung, da sie zur Trinkwasserversorgung dient.

Die Regierung in Abu Dhabi veröffentlichte zusätzlich eine offizielle Erklärung zur aktuellen Lage. Darin betonte das Außenministerium, dass das Land weiterhin ausschließlich in Selbstverteidigung handle.

Die Emirate sehen sich seit Beginn des Krieges wiederholt iranischen Drohnen- und Raketenangriffen ausgesetzt. In der Erklärung wurde von brutaler und nicht gerechtfertigter Aggression gesprochen.

Gleichzeitig stellte die Regierung klar, dass sie nicht in eine weitere Eskalation hineingezogen werden wolle. Das Land habe jedoch das Recht, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Souveränität, seine Sicherheit und seine territoriale Integrität zu schützen.

Auch politisch versuchen die Emirate eine differenzierte Botschaft zu senden. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im emiratischen Parlament, Ali al Nuaimi, erklärte, man unterscheide klar zwischen der iranischen Bevölkerung und dem iranischen Regime.

Die Menschen im Iran seien selbst Opfer der Politik ihrer Führung. Als Nachbarstaaten erkenne man diese Realität an und habe Interesse am Wohlergehen der iranischen Bevölkerung.

Die Diskussion über einen möglichen Angriff der Emirate reiht sich in weitere Berichte über militärische Spannungen in der Golfregion ein. Bereits in der vergangenen Woche hatte eine diplomatische Quelle berichtet, Katar habe möglicherweise ebenfalls Angriffe innerhalb Irans durchgeführt. Auch diese Informationen wurden jedoch nicht offiziell bestätigt.

Die Emirate hatten in den vergangenen Tagen offen darüber beraten, ob sie auf die iranischen Angriffe reagieren sollten. Mehrere Golfstaaten wurden seit Beginn des Krieges Ziel iranischer Drohnen und Raketen.

In der emiratischen Stadt Fudschaira wurde vor wenigen Tagen ein Brand in einer Industriezone gelöscht, nachdem Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in der Nähe einer Ölindustrieanlage eingeschlagen waren.

Parallel zu den militärischen Spannungen werden auch wirtschaftliche Maßnahmen diskutiert. Berichten zufolge prüfen die Emirate, iranische Vermögenswerte im Wert von mehreren Milliarden Dollar einzufrieren. Ein solcher Schritt könnte Irans Zugang zum internationalen Finanzsystem erheblich erschweren.

Während diese politischen Entscheidungen vorbereitet werden, bleibt die Sicherheitslage angespannt. Das Verteidigungsministerium der Emirate bestätigte am Sonntag, dass die Zahl der Todesopfer durch iranische Angriffe inzwischen auf vier gestiegen ist.

Auch andere Staaten der Golfregion melden weiterhin iranische Angriffe. In Kuwait kamen zwei Feuerwehrleute bei einem Einsatz ums Leben, während Drohnen und Raketen in mehreren Ländern abgefangen wurden.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian versuchte unterdessen, die Spannungen mit den Nachbarstaaten zu entschärfen. Er entschuldigte sich für Angriffe auf amerikanische Militärbasen in der Region, die sich auf dem Territorium mehrerer Golfstaaten befinden.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By David Raykovitz - http://www.maj.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=116670, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5122986
Sonntag, 08 März 2026

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