Israel greift über 200 Militärziele in Iran an und zerstört RaketenwerferIsrael greift über 200 Militärziele in Iran an und zerstört Raketenwerfer
Israels Luftwaffe intensiviert ihre Angriffe auf iranische Raketeninfrastruktur. Innerhalb von 24 Stunden werden mehr als 200 militärische Ziele getroffen, während aus dem Libanon erneut Raketen auf Nordisrael abgefeuert werden.
Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der israelischen Armee innerhalb eines Tages mehr als 200 militärische Ziele in Iran angegriffen. Nach Angaben des Militärs richteten sich viele der Angriffe gezielt gegen Abschussanlagen für ballistische Raketen, die für Angriffe auf Israel vorbereitet waren.
Die israelische Armee erklärte, dass mehrere der zerstörten Raketenwerfer bereits einsatzbereit gewesen seien. Kampfflugzeuge griffen außerdem Luftabwehrsysteme, Abschussrampen sowie Anlagen zur Lagerung von Waffen an. Ziel der Operation sei es, die Fähigkeit Irans zu schwächen, weitere Raketen auf israelisches Gebiet abzufeuern.
Nach Darstellung der Armee konzentrieren sich viele Angriffe derzeit auf Raketenstellungen. Damit soll die Zahl der Raketen reduziert werden, die aus Iran in Richtung Israel gestartet werden können. Die israelische Luftwaffe versucht damit, die Bedrohung für israelische Städte möglichst schnell zu verringern.
Während die Angriffe in Iran andauern, bleibt auch die Lage an der Nordgrenze Israels angespannt. In der nordisraelischen Stadt Safed heulten erneut Raketenalarme auf. Die Raketen wurden aus dem Libanon abgefeuert, wo die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hisbollah weiterhin sporadisch Raketen und Drohnen auf israelisches Gebiet abschießt. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Die israelische Armee überwacht die Lage entlang der Grenze weiterhin genau. Luftabwehrsysteme sind in höchster Alarmbereitschaft, um weitere Angriffe abzufangen.
Parallel zu den militärischen Entwicklungen gibt es Hinweise auf mögliche diplomatische Kontakte zwischen Israel und dem Libanon. Nach Berichten aus diplomatischen Kreisen könnten in den kommenden Tagen direkte Gespräche stattfinden. Als mögliche Orte werden Paris oder Zypern genannt.
Auf israelischer Seite soll der enge Vertraute von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Ron Dermer, eine Delegation anführen. Auch aus den Vereinigten Staaten wird Unterstützung erwartet. Jared Kushner, Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, soll nach Berichten in die diplomatischen Bemühungen eingebunden werden.
Die Gespräche könnten Teil eines größeren Versuchs sein, die Spannungen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon zu reduzieren. Seit Beginn der aktuellen militärischen Auseinandersetzungen kommt es dort regelmäßig zu Raketenbeschuss und Luftangriffen.
Gleichzeitig droht Iran mit einer Ausweitung des Konflikts. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte laut staatlichen Medien, dass iranische Streitkräfte Einrichtungen amerikanischer Unternehmen im Nahen Osten angreifen könnten, falls iranische Energieanlagen Ziel weiterer Angriffe werden.
Teheran betonte zwar, zivile Gebiete möglichst nicht treffen zu wollen. Dennoch zeigen die Drohungen, wie stark sich der Konflikt inzwischen über mehrere Staaten der Region ausgedehnt hat.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: IDF
Samstag, 14 März 2026