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Israelischer Reisender in Taba festgenommen, weil er mit Tefillin betete

Israelischer Reisender in Taba festgenommen, weil er mit Tefillin betete


Ein Vorfall am Flughafen in Ägypten sorgt für Irritationen unter israelischen Reisenden. Sicherheitskräfte greifen ein, als ein Mann betet und verhindern zunächst seine Ausreise.

Israelischer Reisender in Taba festgenommen, weil er mit Tefillin betete

Am Flughafen von Taba Airport ist ein israelischer Staatsbürger vorübergehend festgenommen worden, nachdem er während des Wartens auf seinen Flug religiöse Gebetsutensilien angelegt hatte. Der Mann trug Tefillin und einen Gebetsschal, als ägyptische Sicherheitskräfte einschritten und ihm untersagten, weiter zu beten.

Nach Angaben von Augenzeugen wurde der Mann von einem Sicherheitsbeamten angesprochen, der ihm erklärte, dass Gebete im Terminal nicht erlaubt seien. Kurz darauf wurde er aus dem Wartebereich geführt und konnte zunächst nicht an Bord seines geplanten Fluges gehen.

Eingriff israelischer Behörden

Erst nach Intervention israelischer Stellen wurde der Mann wieder freigelassen. Anschließend durfte er einen späteren Flug antreten. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase, in der viele Israelis den Flughafen Taba nutzen, um das Land zu verlassen oder zurückzukehren, da der Flugverkehr über Ben Gurion Airport eingeschränkt ist.

Ein weiterer Passagier schilderte die Situation als angespannt. Bereits zuvor sei ein religiöser Jude von Sicherheitskräften angesprochen worden, weil er im Terminal religiöse Texte las. Erst nachdem andere Reisende erklärten, es handle sich nicht um ein Gebet, sei die Situation entschärft worden.

Als später ein anderer Mann tatsächlich begann, mit Tefillin zu beten, griffen Sicherheitskräfte erneut ein. Dieses Mal wurde der Betende festgesetzt und aus dem Terminal gebracht.

Unsicherheit unter Reisenden

Augenzeugen berichten von Verunsicherung unter den israelischen Passagieren. Viele hätten sich zurückgehalten und darauf verzichtet, religiöse Handlungen öffentlich auszuführen, aus Sorge vor Konsequenzen.

Der Vorfall wirft Fragen zum Umgang mit religiösen Praktiken in internationalen Transitbereichen auf. Gleichzeitig zeigt er die besondere Sensibilität der Situation für israelische Reisende in der Region.

Offizielle Stellungnahmen ägyptischer Behörden zu dem Vorfall liegen bislang nicht vor.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Mittwoch, 25 März 2026

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