IDF verlegt 2 weitere Divisionen nach Südlibanon für Operationen gegen Hisbollah

IDF verlegt 2 weitere Divisionen nach Südlibanon für Operationen gegen Hisbollah


Israel verstärkt den Einsatz deutlich und rückt tiefer in libanesisches Gebiet vor. Ziel ist die Zerschlagung versteckter Waffenstrukturen der Hisbollah.

IDF verlegt 2 weitere Divisionen nach Südlibanon für Operationen gegen Hisbollah
Bildnachweis: IDF

Die israelischen Streitkräfte bereiten eine Ausweitung ihrer Bodenoperationen im Lebanon vor. Die 162. und 98. Division sollen in den kommenden Tagen in den Süden des Landes verlegt werden, um die laufenden Einsätze gegen die HezbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen zu intensivieren.

Der Schritt markiert eine deutliche Verstärkung der bisherigen Operationen. Während in den vergangenen Wochen vor allem begrenzte Kräfte eingesetzt wurden, nähert sich der Umfang nun wieder dem Niveau größerer Militäreinsätze an.

Die neuen Einheiten sollen vor allem in Gebieten eingesetzt werden, die bislang nicht vollständig kontrolliert wurden. Dabei geht es insbesondere um die zweite Linie von Ortschaften im Süden des Libanon. Dort vermutet IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen weitere WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen und Infrastruktur der Hisbollah, die bislang verborgen geblieben sind.

Fokus auf versteckte Waffenstrukturen

Bereits in früheren Einsätzen wurden zahlreiche Waffenverstecke entdeckt und zerstört. Dabei zeigte sich nach israelischer Darstellung ein wiederkehrendes Muster. Militärische Infrastruktur wird gezielt in oder nahe zivilen Strukturen verborgen, um Angriffe zu erschweren.

Die aktuelle Ausweitung der Operationen zielt darauf ab, diese Strukturen systematisch aufzudecken und zu beseitigen. Mit dem Vorrücken in weitere Ortschaften soll verhindert werden, dass die Hisbollah ihre militärischen Fähigkeiten erneut aufbaut oder verlagert.

Aus israelischer Sicht ist dies eine notwendige Maßnahme. Die Organisation verfügt weiterhin über erhebliche Kapazitäten und hat Israel in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen.

Rückkehr zu größerem militärischem Einsatz

Zu Beginn des aktuellen Konflikts standen mehrere Divisionen bereit, darunter die 91., 36., 162., 98. und 146. Division. Mit fortschreitender Dauer wurden schrittweise mehr Einheiten eingesetzt.

Die 91. und 36. Division drangen bereits tiefer in den Südlibanon vor. Mit der nun geplanten Entsendung der 162. und 98. Division wird dieser Vorstoß weiter ausgeweitet. Damit erreicht der Einsatz eine neue Intensität.

Die 146. Division befindet sich weiterhin in Bereitschaft und könnte bei Bedarf ebenfalls eingesetzt werden.

Strategische Bedeutung der Offensive

Die Verstärkung zeigt, dass Israel den Konflikt im Norden nicht als begrenzte Auseinandersetzung betrachtet. Ziel ist es, die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah nachhaltig zu schwächen und die Bedrohung für israelische Städte zu reduzieren.

Für Israel steht dabei die Sicherheit der eigenen Bevölkerung im Mittelpunkt. Raketenangriffe aus dem Libanon gehören weiterhin zur Realität, und die militärische Führung sieht Handlungsbedarf, diese Gefahr dauerhaft zu verringern.

Die Ausweitung der Operationen deutet darauf hin, dass Israel bereit ist, den Druck weiter zu erhöhen. Gleichzeitig wächst damit das Risiko einer weiteren Eskalation im Libanon.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 26 März 2026

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