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Über 100 UNRWA-Mitarbeiter wegen Hamas-Verbindungen an US-Außenministerium gemeldet

Über 100 UNRWA-Mitarbeiter wegen Hamas-Verbindungen an US-Außenministerium gemeldet


USAID-Ermittler nennen Lehrer, Schulleiter, Sicherheitskräfte und medizinisches Personal. Der Verdacht reicht von Hamas-Zugehörigkeit bis zu mutmaßlicher Beteiligung am Massaker vom 7. Oktober.

Über 100 UNRWA-Mitarbeiter wegen Hamas-Verbindungen an US-Außenministerium gemeldet
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Der Druck auf UNRWAUNRWA: Das UN-Hilfswerk, das den Flüchtlingsstatus vererbtUNRWA ist das 1949 gegründete UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge. Es betreut heute rund 5,9 Millionen registrierte Personen und steht wegen vererbtem Flüchtlingsstatus, Schulmaterialien, Hamas-Vorwürfen und seiner politischen Dauerrolle in der Kritik.Mehr lesen wächst erneut massiv. Das Büro des Generalinspekteurs der US-Entwicklungsbehörde USAID hat 101 derzeitige oder frühere Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge an das US-Außenministerium gemeldet. Die Betroffenen sollen wegen möglicher Suspendierung oder Sperrung für US-finanzierte Hilfsprogramme geprüft werden. Der Grund ist schwerwiegend: Nach Angaben der USAID-Ermittler geht es um Beteiligung am HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Massaker vom 7. Oktober7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen 2023 und/oder Verbindungen zum militärischen Flügel der Hamas, den Izzadin-al-Qassam-Brigaden.

Unter den gemeldeten Personen befinden sich nach dem Untersuchungsbericht nicht nur Randfiguren oder technische Hilfskräfte. Genannt werden Schulleiter, stellvertretende Schulleiter, Lehrer, Sicherheitskräfte, Aufsichtspersonal, psychosoziale Berater und medizinische Mitarbeiter. Genau das macht den Fall so brisant. Wenn sich diese Vorwürfe bestätigen, dann geht es nicht um ein paar isolierte Fehltritte, sondern um das Eindringen einer Terrororganisation in Strukturen, die international als humanitäre Infrastruktur finanziert und geschützt wurden.

Der Bericht nennt konkrete Fälle. Zwei stellvertretende Schulleiter einer UNRWA-Einrichtung sollen zugleich hohe Positionen in den Izzadin-al-Qassam-Brigaden bekleidet haben. Ein UNRWA-Mitarbeiter soll als stellvertretender Kompaniekommandeur in einem Infanteriebataillon gedient haben, ein anderer als Gruppenführer in der Khan-Yunis-Brigade. Ein stellvertretender Schulleiter soll Zugführer im Nuseirat-Bataillon gewesen sein und während des Massakers vom 7. Oktober Kommunikationsaufgaben wahrgenommen haben. Ein Lehrer soll zwei Panzerabwehrraketen an einen vorgegebenen Ort gebracht haben, damit sie bei dem Hamas-Angriff eingesetzt werden konnten.

Bereits diese Details zerstören die bequeme Erzählung, UNRWA sei lediglich Opfer politischer Kampagnen. Natürlich gilt: Verdächtigungen müssen geprüft werden, und nicht jeder Vorwurf ist automatisch bewiesen. Doch die USAID-OIG ist keine Parteiorganisation, sondern eine unabhängige US-Aufsichts- und Ermittlungsstelle. Wenn diese Behörde mehr als 100 Namen zur Prüfung auf Suspendierung oder Ausschluss weiterleitet, dann ist das kein gewöhnlicher Verwaltungsvorgang. Es ist ein Alarmzeichen für alle Staaten, die UNRWA über Jahre finanziert haben.

UNRWA erklärte gegenüber der JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post, man nehme Vorwürfe von Neutralitätsverstößen sehr ernst. Es gebe eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Terroristen, Kriminellen oder Personen, die die Werte der Vereinten Nationen nicht teilten. Die Organisation betonte außerdem, man habe Informationen an USAID übermittelt und sei bereit, bei belegten Vorwürfen zu reagieren. Diese Antwort ist erwartbar. Sie reicht aber nicht mehr aus. Denn das Problem ist nicht neu. Bereits 2024 bestätigten die Vereinten Nationen, dass neun UNRWA-Mitarbeiter möglicherweise am Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren und entlassen wurden. Nun steht ein wesentlich größerer Kreis im Raum.

Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist das keine bürokratische Randnotiz, sondern eine Frage nationaler Sicherheit. UNRWA arbeitet in einem Umfeld, in dem Hamas seit Jahren zivile Einrichtungen, Schulen, Krankenhäuser, Moscheen, Hilfsstrukturen und Wohnviertel für ihre Terrorherrschaft nutzt. Wenn Mitarbeiter eines UN-Hilfswerks zugleich Funktionen in Hamas-Strukturen übernehmen, wird humanitäre Hilfe zur Tarnung, zur Infrastruktur oder zumindest zur gefährlichen Grauzone. Genau davor warnt Israel seit Jahren.

Das schwerste Versagen liegt dabei nicht allein bei einzelnen Mitarbeitern. Es liegt in einem System, das offenbar zu lange nicht verhindern konnte, dass Personal mit Hamas-Bezügen in sensiblen Positionen arbeitete. Schulleiter und Lehrer prägen Kinder. Sicherheitskräfte kontrollieren Zugänge. medizinisches Personal und Berater haben Zugang zu besonders verletzlichen Menschen. Wer solche Rollen mit terroristischer Zugehörigkeit verbindet, zerstört nicht nur die Neutralität einer Organisation. Er missbraucht das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft.

Besonders heikel ist die Finanzierung. Wenn das US-Außenministerium die von USAID-OIG genannten Personen suspendiert oder sperrt, dürfen sie nicht mehr für US-finanzierte Hilfsorganisationen arbeiten. In einem Fall ist dies bereits geschehen: Hafez Mousa Mohammed Mousa, ein UNRWA-Schulleiter und mutmaßlicher Hamas-Aktivist des Ost-Dschabalia-Bataillons, wurde laut USAID-OIG wegen seiner Rolle bei Kommunikationsabläufen während des 7. Oktober ausgeschlossen. Solche Maßnahmen zeigen, dass es hier nicht nur um politische Kritik geht, sondern um konkrete Konsequenzen im Umgang mit Steuergeldern.

Europa muss diese Frage ebenfalls beantworten. Viele europäische Staaten haben UNRWA über Jahre als nahezu unverzichtbaren Partner behandelt. Kritik aus Israel wurde oft als überzogen, politisch motiviert oder störend abgetan. Doch jeder neue Bericht über Hamas-Verbindungen innerhalb von UNRWA stellt diese Haltung infrage. Wer weiter finanziert, muss erklären, wie er sicherstellt, dass kein Geld, keine Infrastruktur und kein Personal indirekt TerrorstrukturenTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen stützen. Allgemeine Bekenntnisse zur Neutralität reichen nicht mehr.

Dabei geht es nicht darum, zivile Hilfe für Palästinenser grundsätzlich infrage zu stellen. Menschen in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen brauchen Hilfe. Kinder brauchen Versorgung. Kranke brauchen medizinische Unterstützung. Aber gerade deshalb darf humanitäre Hilfe nicht in Strukturen fließen, die von Hamas durchdrungen oder missbraucht werden können. Wer Hilfe retten will, muss sie aus der Nähe zur Terrororganisation lösen. Wer UNRWA trotz immer neuer Vorwürfe einfach weiterbehandelt wie bisher, schützt nicht die Hilfsbedürftigen, sondern ein gescheitertes System.

Der 7. Oktober war ein Massaker. Er war kein politischer Zwischenfall, kein militärischer Grenzkonflikt, keine Tragödie ohne Täter. Hamas-Terroristen ermordeten, vergewaltigten, verschleppten und folterten Menschen in Israel. Wenn Mitarbeiter einer UN-Organisation an diesem Angriff beteiligt waren oder der militärischen Struktur der Hamas angehörten, dann ist das ein Skandal von internationaler Tragweite. Und wenn diese Mitarbeiter Lehrer, Schulleiter oder Sicherheitskräfte waren, dann reicht keine interne Untersuchung hinter verschlossenen Türen.

UNRWA steht damit erneut an einem Punkt, an dem Worte nicht mehr genügen. Es braucht vollständige Offenlegung, unabhängige Prüfung, personelle Konsequenzen und eine Neuordnung der Hilfsstrukturen. Israel hat jedes Recht, diese Fragen mit Nachdruck zu stellen. Und die Geberstaaten haben die Pflicht, ihren Bürgern zu erklären, warum eine Organisation weiter finanziert werden soll, deren Personal immer wieder mit Hamas und dem 7. Oktober in Verbindung gebracht wird.

Dieser neue Bericht ist keine Fußnote. Er ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Debatte über UNRWA nicht beendet, sondern dringender denn je ist.

Thematische Einordnung



Autor: Redaktion
Mittwoch, 10 Juni 2026

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