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Hisbollah Tunnel bei Majdal Zoun zeigt, warum Israel keiner brüchigen Waffenruhe blind vertrauen kann

Hisbollah Tunnel bei Majdal Zoun zeigt, warum Israel keiner brüchigen Waffenruhe blind vertrauen kann


Israel meldet die Einnahme einer unterirdischen Hisbollah Anlage im Südlibanon. Der Tunnel mit Raketenabschussschächten zeigt, wie tief die Terrororganisation den Angriff auf Israel vorbereitet hatte.

Hisbollah Tunnel bei Majdal Zoun zeigt, warum Israel keiner brüchigen Waffenruhe blind vertrauen kann
Bildnachweis: Screenshot: IDF-Sprecher

Die Waffenruhe im Libanon ist kaum mehr als ein dünnes Papier, solange wenige Kilometer hinter Israels Grenze unterirdische Raketenanlagen, Waffenräume und Abschussschächte der HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen liegen. Genau das zeigt der neue Fund der israelischen Armee bei Majdal Zoun im Südlibanon. Nach Angaben der IDF nahmen Soldaten der 551. Brigade der 91. Division eine große Tunnelanlage der Hisbollah unter Kontrolle, rund zehn Kilometer innerhalb des libanesischen Gebietes. Der Tunnel soll etwa 200 Meter lang und 25 Meter tief sein. Besonders brisant: In der Anlage befanden sich nach israelischen Angaben vier Schächte, aus denen Raketen auf IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen abgefeuert werden konnten.

Das ist keine abstrakte Bedrohung. Das ist vorbereitete Kriegsführung. Ein Tunnel dieser Art entsteht nicht zufällig. Er wird geplant, gegraben, ausgebaut, mit Waffen gefüllt, durch Räume gegliedert und in ein militärisches System eingebunden. Die Hisbollah hat damit nicht nur irgendeinen Unterschlupf gebaut, sondern eine unterirdische Angriffsarchitektur. Genau solche Anlagen erklären, warum Israel nicht einfach an eine Feuerpause glauben kann, wenn die Strukturen für den nächsten Beschuss weiter unter der Erde liegen.

Nach Angaben der IDF waren die Raketenabschussschächte aus der Luft nur schwer oder gar nicht zuverlässig zu zerstören. Erst durch die Kontrolle vor Ort können sie aus nächster Nähe neutralisiert werden. Dieser Punkt ist entscheidend. Wer in Europa oder in internationalen Gremien fordert, Israel solle sich vollständig zurückziehen und auf weitere Operationen verzichten, muss erklären, wer dann solche Anlagen beseitigen soll. Luftangriffe reichen offenbar nicht immer. Diplomatische Appelle beseitigen keinen Schacht. Eine Erklärung aus Beirut, Teheran oder Washington verschließt keinen Tunnel.

Bei der Einnahme der Anlage sollen israelische Soldaten 20 Hisbollah Terroristen getötet haben, darunter zehn Mitglieder der Radwan Einheit. Die Radwan Kräfte gelten als Eliteformation der Hisbollah und spielen in israelischen Sicherheitsbewertungen eine besondere Rolle, weil sie für Angriffe auf israelische Grenzorte und militärische Stellungen vorbereitet wurden. Zusätzlich meldete die Armee, rund 50 Stücke terroristischer Infrastruktur und Munition seien beschlagnahmt oder zerstört worden, darunter Drohnen, Panzerabwehrraketen, Beobachtungsposten und weitere Waffen. Von der IDF veröffentlichtes Videomaterial soll Waffen und Munition in der Anlage zeigen. Eine Aufnahme der Yahalom Spezialeinheit des Pionierkorps zeigte nach Angaben der Armee zwölf verschiedene Räume oder Abschnitte innerhalb des Tunnels.

Diese Details sind wichtig, weil sie die politische Debatte vom Schlagwort zurück zur Wirklichkeit holen. Es geht nicht nur um eine „israelische Präsenz“ im Südlibanon. Es geht um die Frage, ob eine Terrororganisation in Grenznähe dauerhaft unterirdische Waffenstellungen betreiben darf. Es geht darum, ob Bewohner im Norden Israels wieder in ihre Häuser zurückkehren können, während die Hisbollah wenige Kilometer weiter Raketen aus Schächten abfeuern kann. Und es geht darum, ob eine Waffenruhe wirklich Ruhe bedeutet oder nur eine Pause, in der die Hisbollah ihre Infrastruktur für die nächste Runde schützt.

Generalstabschef Eyal Zamir sagte bei einem Besuch bei Soldaten im Libanon, die angekündigte Waffenruhe sei brüchig. Die Armee müsse in höchster Bereitschaft bleiben, Bedrohungen vereiteln und, falls nötig, schnell wieder zum Angriff übergehen können. Er erinnerte an eine der zentralen Lehren des Massakers vom 7. Oktober: Israel werde nie wieder zulassen, dass Feinde an der Grenze ungestört Kräfte für einen Angriff aufbauen. Dieser Satz ist nicht Rhetorik. Er ist das Ergebnis einer nationalen Katastrophe. Israel hat gelernt, dass ein Feind, der offen Vernichtung, Entführung oder Angriff plant, nicht durch Hoffnung entschärft wird.

Majdal Zoun ist deshalb mehr als ein militärischer Fundort. Es ist ein Beleg für ein System. Die Hisbollah baut im Südlibanon keine Verteidigung im klassischen Sinn auf, sondern eine dauerhafte Angriffszone gegen Israel. Tunnel bei Majdal Zoun, Anlagen im Bereich Ali Taher, Strukturen rund um Beaufort, RaketenstellungenTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen, Drohnen, Panzerabwehrwaffen und Beobachtungsposten bilden gemeinsam eine Bedrohung, die direkt auf israelische Soldaten und Zivilisten zielt. Wer das ignoriert, spricht über den Libanon, als sei die Hisbollah nur ein politischer Akteur. Sie ist aber eine vom Iran bewaffnete Terrororganisation, die libanesisches Gebiet für einen Krieg gegen Israel nutzt.

An diesem Punkt muss die internationale Debatte ehrlicher werden. Welcher Staat würde anders handeln? Würde Deutschland akzeptieren, dass zehn Kilometer hinter seiner Grenze eine Terrororganisation Tunnel mit Raketenabschussschächten baut? Würde Frankreich seinen Bürgern erklären, sie müssten mit Drohnen, Panzerabwehrraketen und unterirdischen Abschussanlagen leben, weil eine Waffenruhe auf dem Papier steht? Würden die Vereinigten Staaten ihre Grenzorte ungeschützt lassen, wenn eine vom Ausland finanzierte Miliz solche Strukturen anlegt? Natürlich nicht. Jeder Staat würde handeln. Jeder Staat müsste handeln.

Wer Israel vorwirft, solche Anlagen zu beseitigen, muss deshalb beantworten, ob er denselben Verzicht auch vom eigenen Staat verlangen würde. Würde er akzeptieren, dass seine Wohnung, seine Familie oder seine Stadt von einer unterirdischen Raketenanlage bedroht wird, während die eigene Regierung aus Rücksicht auf diplomatische Gespräche nichts tut? Wenn die Antwort nein lautet, darf dieser Maßstab für Israel nicht anders gelten.

Das bedeutet nicht, dass Israel ohne Grenzen handeln darf. Jede Operation muss militärisch begründet, rechtlich geprüft und so präzise wie möglich geführt werden. Auch im Südlibanon sind zivile Opfer keine Nebensache. Aber Verantwortung darf nicht erst bei der israelischen Antwort beginnen. Sie beginnt dort, wo die Hisbollah Tunnel unter Dörfern, Hügeln und Grenzräumen baut. Sie beginnt dort, wo Waffen in zivilen Gebieten gelagert werden. Sie beginnt dort, wo der Libanon zur Abschussrampe eines iranischen Stellvertreterkrieges gemacht wird.

Die libanesische Bevölkerung zahlt für diese Lage ebenfalls einen hohen Preis. Gerade deshalb müsste jede ernsthafte Friedensforderung zuerst die Entwaffnung der Hisbollah verlangen. Solange die Terrororganisation im Südlibanon militärische Räume kontrolliert, kann der libanesische Staat keine echte Souveränität herstellen und Israel keine verlässliche Sicherheit erwarten. Wer nur Israel kritisiert, aber die Tunnel der Hisbollah verschweigt, schützt nicht den Libanon. Er schützt die Ursache der nächsten Eskalation.

Der Fund von Majdal Zoun kommt in einer Phase, in der die Vereinigten Staaten und Iran über ein neues Memorandum verhandeln, die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen als Druckmittel im Raum steht und zugleich eine Eilsitzung zur Hisbollah in der Schweiz auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Doch während Diplomaten reden, zeigt der Tunnel im Südlibanon die harte Wirklichkeit. Die Hisbollah hat sich nicht in eine politische Partei verwandelt. Sie hat nicht aufgehört, militärische Infrastruktur gegen Israel aufzubauen. Sie hat im Gegenteil unterirdische Räume geschaffen, aus denen Raketen auf israelische Ziele abgefeuert werden konnten.

Für Israel ist diese Erkenntnis bitter, aber sie bestätigt die eigene Sicherheitslinie. Eine Waffenruhe ist willkommen, wenn sie real ist. Sie ist wertlos, wenn sie nur Israel bindet und der Hisbollah Zeit gibt. Ein Sicherheitsraum ist kein Selbstzweck, wenn dahinter Tunnel, Raketen und Radwan Kräfte liegen. Und ein Rückzug kann nicht verantwortungsvoll sein, wenn dadurch erneut jene Strukturen entstehen, die den Norden Israels bedrohen.

Majdal Zoun zeigt, warum Israel nicht auf schöne Worte allein vertrauen kann. In der Erde lagen Raketenabschussschächte. In den Räumen lagen Waffen. In der Anlage standen Strukturen für Terroroperationen. Wer danach fordert, Israel solle einfach abziehen und hoffen, dass die Hisbollah sich an Abmachungen hält, verlangt von Israelis eine Naivität, die kein anderer Staat seinen Bürgern zumuten würde.

Die richtige Frage lautet deshalb nicht, warum Israel solche Tunnel übernimmt. Die richtige Frage lautet: Warum durfte eine Terrororganisation eine solche Anlage überhaupt so nah an Israel aufbauen?




Autor: Redaktion
Montag, 22 Juni 2026

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