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Gaza ist kein Verwaltungsproblem: Solange Hamas hinrichtet, bleibt jeder Wiederaufbau eine Illusion

Gaza ist kein Verwaltungsproblem: Solange Hamas hinrichtet, bleibt jeder Wiederaufbau eine Illusion


Der Westen entwirft neue Gaza-Pläne, Verwaltungen und Wiederaufbauzonen. Doch Hamas zeigt auf den Straßen, wer wirklich entscheidet: Wer widerspricht, wird bedroht, gejagt und im Zweifel hingerichtet.

Gaza ist kein Verwaltungsproblem: Solange Hamas hinrichtet, bleibt jeder Wiederaufbau eine Illusion
Bildnachweis: Pixabay

Die wichtigste Nachricht aus GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen war nicht, dass Proteste gegen die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen ausblieben. Die wichtigste Nachricht war, warum sie ausblieben. Für den 26. Juni waren Demonstrationen gegen die Terrorherrschaft angekündigt worden, vor allem über FatahFatah: Von Arafats Kampfbewegung zur erstarrten Machtpartei der PalästinenserFatah ist eine säkular-nationalistische palästinensische Bewegung, die Ende der 1950er Jahre um Jassir Arafat entstand. Sie wurde zur dominierenden Kraft in der PLO und prägt bis heute die Palästinensische Autonomiebehörde.Mehr lesen-nahe Kanäle. Es sollte um die katastrophalen Lebensbedingungen, die stockenden Verhandlungen und die Verantwortung der Hamas für Gazas Zerstörung gehen. Doch am Ende blieb der große Aufstand aus.

Nicht, weil die Menschen in Gaza zufrieden wären. Nicht, weil sie frei entschieden hätten, der Hamas weiter zu folgen. Sondern weil die Hamas vor dem Protest tat, was Terrorherrschaften tun: Sie machte klar, was mit denen geschieht, die ihr gefährlich werden.

Nach dem Bericht verstärkte die Hamas ihre Abschreckung in den Tagen vor den angekündigten Protesten. Dazu gehörte auch die Veröffentlichung von Hinrichtungen von Menschen, denen sie Zusammenarbeit mit IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen vorwarf. Genau dieser Punkt ist entscheidend. Eine Organisation, die angebliche Kollaborateure öffentlich töten lässt oder solche Tötungen zur Abschreckung verbreitet, sendet eine Botschaft an die ganze Bevölkerung: Wer sich bewegt, kann verschwinden. Wer widerspricht, kann als Verräter enden. Wer protestiert, riskiert nicht nur eine Festnahme, sondern sein Leben.

Das ist keine politische Kontrolle. Das ist Herrschaft durch Angst.

Darum führt die westliche Debatte über Gaza so oft in die Irre. In Washington, Brüssel und arabischen Hauptstädten werden Modelle für eine neue Ordnung entworfen: technokratische Verwaltung, Sicherheitszonen, Wiederaufbau, internationale Aufsicht, schrittweise Entmachtung der Hamas. Auf dem Papier klingt das vernünftig. In Gaza aber steht eine bewaffnete Organisation auf der Straße, die Gegner einschüchtert, mutmaßliche Kollaborateure hinrichtet, Rivalen jagt und jeden Ansatz von Widerspruch im Keim erstickt.

Ein solcher Ort ist kein Verwaltungsproblem. Er ist ein Machtproblem.

Man kann Gaza nicht neu ordnen, solange die Hamas Waffen, Angst und soziale Kontrolle behält. Man kann Ministerien umbenennen, Hilfsgelder zusagen, Wiederaufbaupläne schreiben und neue Ausschüsse bilden. Solange Hamas entscheidet, wer reden darf und wer schweigen muss, bleibt jede neue Struktur nur eine Fassade über demselben Terrorapparat.

Gerade deshalb ist der Wiederaufbau so heikel. Natürlich brauchen die Menschen in Gaza Wohnungen, Wasser, Strom, Schulen, Kliniken und Arbeit. Aber Wiederaufbau unter Hamas-Herrschaft ist niemals neutral. Zement kann wieder in Tunnel fließen. Geld kann in Machtstrukturen versickern. Hilfsgüter können kontrolliert, verteilt, verkauft oder als politisches Druckmittel genutzt werden. Eine Verwaltung ohne Schutz vor Hamas wäre keine Befreiung der Bevölkerung, sondern ein neuer Schreibtisch für alte Angst.

Die Hamas hat kein Interesse an einer freien palästinensischen Gesellschaft. Eine freie Gesellschaft würde fragen, warum Gaza in Tunneln, Waffenlagern und Märtyrerpropaganda versenkt wurde. Sie würde fragen, warum die Terrorführung überlebt, während Familien zwischen Ruinen stehen. Sie würde fragen, warum jede Kritik an Hamas lebensgefährlich wird. Genau deshalb muss Hamas solche Fragen verhindern, bevor sie Masse bekommen.

Die ausgebliebenen Proteste vom 26. Juni beweisen daher nicht, dass Gaza Hamas will. Sie beweisen, dass Gaza Hamas fürchtet.

Für Israel ist diese Erkenntnis bitter, aber unvermeidlich. Solange Hamas bewaffnet bleibt, gibt es keine stabile Nachkriegsordnung. Solange sie Menschen einschüchtert und angebliche Verräter hinrichten lässt, gibt es keine echte palästinensische Selbstbestimmung. Solange sie zivile Not in politische Munition verwandelt, wird jede Feuerpause zur Pause vor der nächsten Runde.

Der Westen sollte aufhören, Gaza so zu behandeln, als müsse man nur die richtige Verwaltung finden. Die erste Frage lautet nicht, welcher Technokrat ein Büro bekommt. Die erste Frage lautet, wer die Waffen hat. Wer Angst verbreitet. Wer über Leben und Tod entscheidet. Wer Menschen daran hindert, gegen die eigene Unterdrückung aufzustehen.

Die Antwort ist Hamas.

Darum führt kein Weg an ihrer Entwaffnung vorbei. Nicht als israelische Maximalforderung, sondern als Mindestbedingung für jede Zukunft Gazas. Ohne Entwaffnung kein freies Gaza. Ohne Schutz vor Hamas kein Wiederaufbau, der diesen Namen verdient. Ohne Ende der Terrorherrschaft bleiben alle Pläne nur Papier.

Der 26. Juni hat keine Revolution gebracht. Aber er hat eine Illusion zerstört. Wer mit Hinrichtungen regiert, wird nicht durch Wiederaufbaukonferenzen entmachtet.




Autor: Redaktion
Dienstag, 30 Juni 2026

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