IDF tötet Terrorchef, der Rom Braslavski gefangen hieltIDF tötet Terrorchef, der Rom Braslavski gefangen hielt
Mahmoud Fatair drang am 7. Oktober nach Israel ein und war an Rom Braslavskis 738 Tage dauernder Geiselhaft beteiligt. Nun traf ihn ein israelischer Luftangriff in Deir al-Balah.

Bildnachweis: Symbolbild / KI
Mahmoud Fatair konnte dem 7. Oktober entkommen, aber nicht der Verantwortung. Der Kommandeur des Palästinensischen Islamischen Dschihad drang nach Angaben der israelischen Armee während des Massakers nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ein und war anschließend an der Gefangenhaltung von Rom Braslavski beteiligt. Am Wochenende wurde Fatair bei einem gezielten Luftangriff im Gebiet von Deir al-Balah im zentralen GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen getötet.
Fatair war kein längst bedeutungslos gewordener Teilnehmer des Terrorangriffs. Er gehörte der zentralen Gaza-Brigade des Islamischen Dschihad an und bekleidete dort eine Führungsposition. Nach Angaben der IDF versuchte er bis zuletzt, weitere Anschläge gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorzubereiten. Der Angriff beseitigte deshalb nicht nur einen Täter des 7. Oktober, sondern einen weiterhin aktiven Terroristen, von dem eine konkrete Gefahr ausging.
Im November 2023 war Fatair öffentlich in Uniform zu sehen. Er beteiligte sich an einer inszenierten Übergabe israelischer und ausländischer Geiseln. Für die Terrororganisation war die Freilassung entführter Menschen keine Rückkehr zur Menschlichkeit, sondern eine propagandistische Vorführung. Bewaffnete Männer präsentierten sich vor Kameras als Herren über Menschen, die zuvor verschleppt, bedroht und ihrer Freiheit beraubt worden waren. Auch Fatair nutzte diese Bühne.
Was damals wie eine Machtdemonstration wirken sollte, wurde später zu einem Beweismittel. Das Bild eines uniformierten Kommandeurs bei der Geiselübergabe dokumentierte seine Nähe zu jenem Terrorapparat, der Israelis entführte, versteckte, hungern ließ und als Verhandlungsmasse missbrauchte.
Ein Täter des 7. Oktober blieb Teil des Terrors
Rom Braslavski arbeitete am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen als Sicherheitsmitarbeiter beim Nova-Festival. Als die Terroristen das Gelände überfielen, versuchte er, andere Menschen zu schützen. Berichten zufolge wehrte er sich sogar mit Steinen, bevor er überwältigt und in den Gazastreifen verschleppt wurde.
Es folgten 738 Tage in der Gewalt des Palästinensischen Islamischen Dschihad. Braslavski wurde von seiner Familie getrennt, ausgehungert, bedroht und misshandelt. Im Sommer 2025 veröffentlichte die Terrororganisation ein Propagandavideo, das ihn sichtbar abgemagert und verzweifelt zeigte. Er berichtete darin, kaum noch Nahrung und Wasser zu erhalten. Diese Aufnahmen sollten Israel unter Druck setzen. Tatsächlich dokumentierten sie die Grausamkeit seiner Bewacher.
Am 13. Oktober 2025 kehrte Braslavski im Rahmen eines Abkommens nach Israel zurück. Erst nach seiner Befreiung konnte er über das ganze Ausmaß seiner Gefangenschaft sprechen. Er berichtete öffentlich von sexualisierter Gewalt, vom Entkleiden, Fesseln und gezielter Erniedrigung. Die Gewalt habe nicht allein seinem Körper gegolten. Sie sollte seine Würde zerstören und ihn innerlich brechen.
Es ist wichtig, bei der Verantwortung präzise zu bleiben. Die IDF erklärte, Fatair sei an Braslavskis Gefangenhaltung beteiligt gewesen. Bislang wurde nicht öffentlich belegt, dass er persönlich jede von Braslavski geschilderte Misshandlung verübte. Er gehörte jedoch zu dem Terrorapparat, der einen jungen Israeli fast zwei Jahre lang seiner Freiheit beraubte und ihn schwer gezeichnet zurückließ.
Die Verantwortung eines Kommandeurs endet nicht an der Tür eines Verlieses. Wer an der Organisation einer Geiselhaft beteiligt ist, trägt Verantwortung für das System, das einen Menschen gefangen hält, bewacht und der Willkür seiner Bewacher ausliefert.
Die Geiselhaft endet nicht mit der Heimkehr
Braslavskis Reaktion auf die Nachricht von Fatairs Tod war keine nüchterne militärische Erklärung. Sie kam von einem jungen Mann, der noch immer mit dem lebt, was ihm in Gaza angetan wurde. In einer auf Arabisch veröffentlichten Videobotschaft erklärte er, die IDF habe einen weiteren Mann getötet, der seine Seele zerstört habe. An die noch lebenden Terroristen gerichtet sagte er, sie würden einer nach dem anderen sterben.
Diese Worte sind nicht von außen zu bewerten, als handele es sich um eine gewöhnliche politische Stellungnahme. Sie stammen von einem Überlebenden, der 738 Tage lang nicht wusste, ob er den nächsten Morgen erleben würde. Wer seine Sprache verstehen will, muss sich daran erinnern, dass die Heimkehr aus Gaza die Gefangenschaft nicht einfach beendet. Der Körper kehrt nach Israel zurück, doch Angst, Erniedrigung und Erinnerungen bleiben.
Die Tötung Fatairs kann Braslavski diese verlorenen Jahre nicht zurückgeben. Sie heilt keine Wunde und löscht keine Nacht der Gefangenschaft aus. Sie stellt jedoch klar, dass Israel die Männer, die am 7. Oktober mordeten, entführten und anschließend weitere Anschläge planten, nicht als unangreifbar betrachtet.
Fatair wurde nicht verfolgt, weil er PalästinenserPalästinenser: Herkunft, Begriffswandel und politische IdentitätPalästinenser bezeichnet heute meist palästinensische Araber mit eigener nationaler Identität. In der Mandatszeit konnte der Begriff jedoch allgemein Bewohner des britischen Mandatsgebiets Palästina meinen, auch Juden.Mehr lesen war, sondern weil er als Kommandeur einer Terrororganisation nach Israel eingedrungen war, an einer Geiselhaft mitgewirkt hatte und nach Angaben der Armee weiterhin Anschläge vorbereitete. Diese Unterscheidung wird in vielen internationalen Debatten bewusst verwischt. Aus einem Terroristen wird dort schnell ein bloßer „Kämpfer“, aus einem gezielten Schlag eine angeblich grundlose Gewaltanwendung und aus israelischer Selbstverteidigung ein Gegenstand moralischer Belehrung.
Israel schuldet seinen Bürgern jedoch nicht Gleichgültigkeit gegenüber ihren Entführern. Es schuldet ihnen Schutz, Aufklärung und die konsequente Verfolgung jener, die weiterhin eine Gefahr darstellen. Kein Staat kann hinnehmen, dass Menschen an einem Musikfestival verschleppt, über Jahre misshandelt und ihre Bewacher anschließend unbehelligt erneut Anschläge vorbereiten.
Mahmoud Fatair nahm am 7. Oktober teil, gehörte zum System der Geiselhaft und blieb danach im Terrorgeschäft. Nun ist er tot. Für Rom Braslavski wird damit nicht alles gut. Aber einer der Männer, die an seiner Hölle beteiligt waren, kann keinem Israeli mehr etwas antun.
Autor: Redaktion
Dienstag, 04 August 2026