Waffenruhe unter Druck: IDF tötet drei Terroristen, die neue Angriffe vorbereitetenWaffenruhe unter Druck: IDF tötet drei Terroristen, die neue Angriffe vorbereiteten
Israel hat im Gazastreifen drei Terroristen von Hamas und Palästinensischem Islamischen Dschihad gezielt ausgeschaltet. Nach Angaben der IDF arbeiteten die Männer an neuen Angriffen auf israelische Soldaten und am Wiederaufbau der militärischen Strukturen ihrer Organisationen.

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Die israelischen Streitkräfte haben am Donnerstag bei gezielten Luftangriffen im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen drei führende beziehungsweise operative Mitglieder der Terrororganisationen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und Palästinensischer Islamischer DschihadIslamischer Dschihad: Irans Terrorpartner gegen IsraelDer Islamische Dschihad ist eine palästinensische Terrororganisation, die Anfang der 1980er Jahre entstand. Sie lehnt Israel ab, wird stark vom Iran unterstützt und verfügt mit den Al Quds Brigaden über einen bewaffneten Arm.Mehr lesen getötet. Die IDF machte die Angriffe am Freitag öffentlich und begründete sie mit konkreten Aktivitäten der Männer zur Vorbereitung neuer Anschläge und zur Wiederherstellung terroristischer Fähigkeiten.
Zwei der Getöteten gehörten dem Palästinensischen Islamischen Dschihad an. Hassam Walid Hassan Abu Al-Ata war nach israelischen Angaben Kommandeur einer Raketeneinheit des militärischen Flügels der Terrororganisation. Er wurde in Gaza-Stadt getroffen. Ebenfalls dort wurde Magdi Moein Yousef Al-Ayoubi getötet, den die IDF als Mitglied des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad identifizierte.
Der dritte Getötete, Muhammad Aja, war nach Angaben der israelischen Armee Kompaniekommandeur im militärischen Flügel der Hamas. Er wurde im Gebiet Al-Furqan ausgeschaltet.
Entscheidend ist aus israelischer Sicht nicht allein die Funktion der drei Männer. Nach Angaben der IDF hatten sie zuletzt konkrete Angriffsvorhaben gegen israelische Streitkräfte vorangetrieben und gleichzeitig daran gearbeitet, die militärischen Fähigkeiten ihrer Organisationen wiederherzustellen. Die Armee wertet diese Aktivitäten als systematischen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe.
Damit setzt sich ein Muster fort, das IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen seit Monaten dokumentiert: Hamas und Islamischer Dschihad nutzen die Phase ohne großflächige Kämpfe nach israelischer Einschätzung nicht ausschließlich für zivile Stabilisierung, sondern versuchen parallel, Kommandostrukturen, Waffenbestände und operative Fähigkeiten wieder aufzubauen.
Waffenlager zerstört, Kommandeure ausgeschaltet
Nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe der drei gezielten Tötungen meldeten IDF und Shin Bet einen weiteren Schlag gegen die militärische Infrastruktur der Terrororganisationen. Vier WaffenlagerTerrorinfrastruktur: Wie Terrorgruppen Krieg in zivile Räume verlagernTerrorinfrastruktur bezeichnet Einrichtungen, Netzwerke und Strukturen, die Terrororganisationen für Angriffe, Waffenlagerung, Kommandoführung, Ausbildung, Raketenbeschuss, Tunnelbau oder Logistik nutzen. Besonders gefährlich wird sie, wenn sie in Wohngebieten, Schulen, Moscheen oder Krankenhäusern versteckt wird.Mehr lesen von Hamas und Islamischem Dschihad wurden im Gazastreifen zerstört.
Nach Angaben der Sicherheitskräfte befanden sich darin unter anderem Raketen, Sprengsätze, Mörsergranaten, Kalaschnikow-Gewehre und weiteres militärisches Gerät. Die Lager waren damit keine bloßen Altbestände aus früheren Kampfphasen, sondern Teil jener Fähigkeiten, deren Wiederaufbau Israel verhindern will.
Die israelische Strategie wird dadurch immer deutlicher. JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen führt derzeit keinen neuen flächendeckenden Krieg im Gazastreifen, behandelt die Waffenruhe aber auch nicht als Schutzschild für Terroristen, die neue Angriffe vorbereiten oder militärische Infrastruktur wiederherstellen.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte die IDF mehrfach Terroristen angegriffen, die nach israelischen Erkenntnissen an Anschlagsplanungen beteiligt waren. haOlam berichtete Anfang September über die zunehmenden Hinweise, dass Hamas Waffen aus Depots holt, bewaffnete Kräfte reorganisiert und militärische Fähigkeiten wiederherstellt. Hinzu kamen Sprengstoffanschläge und weitere Zwischenfälle gegen israelische Soldaten.
Der aktuelle Fall bestätigt diese Entwicklung aus Sicht der israelischen Sicherheitsführung erneut.
Besonders deutlich wird die israelische Linie auch an weiteren Angriffen dieser Woche. Am Montag wurde Muhammad Muhsen Nimr Yazji getötet, ein Kommandeur des Schati-Bataillons der Hamas. Nach Angaben der IDF war Yazji während des Krieges an der Gefangenhaltung israelischer Geiseln in Gaza7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen-Stadt beteiligt.
Zu den von ihm festgehaltenen Geiseln gehörten nach israelischen Angaben Emily Damari, Romi Gonen und Matan Angrest. Damari und Gonen waren während des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 verschleppt worden. Angrest wurde aus seinem Panzer nahe Nahal Oz entführt, nachdem seine Kameraden getötet worden waren.
Yazji gehörte damit nicht nur zu den militärischen Strukturen der Hamas, sondern war unmittelbar mit dem System der Geiselhaft verbunden, das die Terrororganisation seit dem 7. Oktober als Druckmittel gegen Israel einsetzte.
Am Dienstag wurde außerdem Muhammad Fawzi Muhammad Awad Gamal vom Daraj-Tuffah-Bataillon der Hamas in Gaza-Stadt ausgeschaltet. Nach Angaben der IDF hatten sowohl Yazji als auch Gamal zuletzt neue Angriffe gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und am Wiederaufbau der Hamas-Strukturen gearbeitet.
Vor den Angriffen seien Maßnahmen getroffen worden, um die Gefahr für unbeteiligte Zivilisten zu reduzieren. Die Armee nennt dabei den Einsatz präziser Munition und Luftaufklärung.
Die entscheidende Frage ist nicht die Waffenruhe, sondern die Entwaffnung
Die jüngsten Angriffe machen das Grundproblem der gegenwärtigen Gaza-Ordnung sichtbar. Eine Waffenruhe kann großflächige Kampfhandlungen unterbrechen. Sie löst aber das Sicherheitsproblem nicht, solange Hamas und Islamischer Dschihad über bewaffnete Kämpfer, Raketen, Sprengsätze, Waffenlager und funktionsfähige Kommandostrukturen verfügen.
Israel steht deshalb vor einem bekannten Dilemma. Lässt die IDF bekannte Terroristen unbehelligt, obwohl Erkenntnisse über neue Anschlagsvorbereitungen vorliegen, wächst das Risiko eines erneuten Angriffs. Greift sie ein, werfen Hamas und ihre Unterstützer Israel regelmäßig eine Verletzung der Waffenruhe vor.
Jerusalem zieht die Grenze inzwischen erkennbar dort, wo aus terroristischen Strukturen wieder eine unmittelbare militärische Bedrohung entsteht.
Das ist auch vor dem Hintergrund des 7. Oktober von Bedeutung. Das zentrale israelische Versprechen nach dem Massaker lautete nicht lediglich, Hamas vorübergehend zu schwächen. Die Terrororganisation sollte dauerhaft daran gehindert werden, ihre militärische Macht wiederherzustellen und erneut einen Angriff dieser Größenordnung vorzubereiten.
Genau deshalb sind Raketenkommandeure, Kompanieführer, Waffenlager und neu entstehende Anschlagspläne für Israel keine nebensächlichen Verstöße gegen eine politische Vereinbarung. Sie berühren den Kern der israelischen Sicherheitsstrategie nach dem größten Terrorangriff in der Geschichte des Landes.
Eine Waffenruhe, unter deren Schutz Hamas ihre Bataillone reorganisiert, der Islamische Dschihad seine Raketeneinheiten wieder aufbaut und Waffenlager neu gefüllt werden, wäre aus israelischer Sicht keine nachhaltige Friedensordnung. Sie wäre lediglich eine Pause bis zur nächsten Konfrontation.
Die Angriffe dieser Woche zeigen deshalb eine klare Linie: Solange Terroristen neue Anschläge vorbereiten und die militärischen Fähigkeiten von Hamas und Islamischem Dschihad wiederherstellen, wird Israel versuchen, diese Bedrohungen auszuschalten, bevor aus dem Wiederaufbau erneut ein Krieg wird.
Autor: Redaktion
Freitag, 09 Oktober 2026