Einschüchterung an der Grenze: Wie Kanada pro-palästinensischen Druck über Recht und Sicherheit stelltEinschüchterung an der Grenze: Wie Kanada pro-palästinensischen Druck über Recht und Sicherheit stellt
Sechs Stunden Verhör, eine politisch motivierte Anzeige, ein tätlicher Angriff vor laufenden Kameras. Der Fall Guy Hochman zeigt, wie weit westliche Behörden inzwischen bereit sind zu gehen, wenn anti-israelische Kampagnen Druck ausüben.
Was dem israelischen Komiker Guy Hochman in Kanada widerfahren ist, ist kein bedauerlicher Einzelfall, kein Missverständnis und schon gar kein normales Sicherheitsprocedere. Es ist ein politisches Versagen der kanadischen Behörden und ein weiterer Beleg dafür, wie anti-israelische Aktivisten mit juristischen und physischen Mitteln versuchen, Israelis weltweit einzuschüchtern und mundtot zu machen.
Hochman wurde bei seiner Ankunft in Toronto sechs Stunden lang festgehalten, nicht wegen eines Delikts, nicht wegen eines konkreten Verdachts, sondern aufgrund einer Anzeige der sogenannten Hind Rajab Foundation. Einer Organisation, die systematisch versucht, Israelis im Ausland zu kriminalisieren, sie an der Einreise zu hindern und ihnen mit konstruierten Vorwürfen das Leben schwer zu machen. Dass kanadische Behörden sich überhaupt auf dieses Spiel einlassen, ist ein politischer Offenbarungseid.
Noch schwerer wiegt, was danach geschah. Vor Hochmans Auftritt für rund 400 Israelis sammelte sich eine aggressive pro-palästinensische Menge. Nicht stiller Protest, nicht Meinungsäußerung, sondern gezielte Einschüchterung. Es kam zu einem versuchten körperlichen Angriff auf Hochman. Nur weil sein Manager eingriff und die Polizei schließlich handelte, wurde Schlimmeres verhindert.
Hier liegt der eigentliche Skandal. Nicht nur die Gewalt selbst, sondern die Tatsache, dass kanadische Behörden es so weit kommen ließen. Wer einem Künstler die Einreise verzögert, ihn faktisch unter Generalverdacht stellt und dann zulässt, dass vor einer genehmigten Veranstaltung ein aufgebrachter Mob Druck ausübt, trägt Mitverantwortung. Staaten haben die Pflicht, Gäste zu schützen. Kanada hat diese Pflicht erst erfüllt, nachdem die Situation beinahe eskalierte.
Die Hind Rajab Foundation agiert dabei nicht zufällig. Sie nutzt gezielt westliche Rechtsstaaten, deren Institutionen auf Offenheit und Rechtsstaatlichkeit bauen, um diese Prinzipien gegen Israelis zu wenden. Anzeigen, Grenzinterventionen, öffentliche Diffamierung, Proteste mit Gewaltbereitschaft. Das ist keine Menschenrechtsarbeit. Das ist politischer Missbrauch des Rechts.
Ebenso problematisch ist das Signal an die Straße. Wer sieht, dass Anzeigen ohne Substanz Behördenreaktionen auslösen, wer erlebt, dass aggressive Proteste Aufmerksamkeit und Wirkung erzielen, lernt daraus. Die nächste Einschüchterung kommt sicher. Der nächste Künstler. Der nächste Israeli. Der nächste Versuch, jüdisches Leben aus der Öffentlichkeit zu drängen.
Hochman selbst brachte es nüchtern auf den Punkt, als er dennoch auftrat. Nicht aus Trotz, sondern aus Verantwortung gegenüber der israelischen Gemeinschaft. Genau das macht den Fall so deutlich. Während ein Künstler Haltung zeigt, versagen staatliche Institutionen in ihrer Klarheit.
Das ist keine Debatte über Meinungsfreiheit. Demonstrieren ist legitim. Angreifen ist es nicht. Menschen an Grenzen festzusetzen, weil politische Aktivisten Druck machen, ist es erst recht nicht. Wer Gewalt duldet und juristische Schikanen akzeptiert, stellt sich nicht neutral. Er ergreift Partei.
Der Fall Hochman sollte in Kanada Konsequenzen haben. Nicht kosmetische Erklärungen, sondern eine klare politische Linie. Keine Kooperation mit Organisationen, die systematisch Israelis kriminalisieren. Keine Toleranz für Gewalt unter dem Deckmantel von Protest. Und vor allem: kein Einknicken staatlicher Behörden vor ideologischen Kampagnen.
Denn wenn westliche Demokratien hier nachgeben, verlieren sie nicht nur ihre Glaubwürdigkeit. Sie öffnen Tür und Tor für genau jene Kräfte, die sie angeblich bekämpfen wollen.
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Bild Quelle: Screenshot X
Dienstag, 20 Januar 2026