Offener Brief an die Berliner URANIA: Keine Räume für das iranische Regime!

Offener Brief an die Berliner URANIA:

Keine Räume für das iranische Regime!




Sehr geehrter Herr Dr. Bleyer,

Am 16. August findet in den Räumlichkeiten der Berliner Bildungseinrichtung URANIA eine Propaganda-Veranstaltung der Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran statt, die sich gegen die Existenz Israels richtet.

Wir fordern Sie als Verantwortlichen hiermit auf, diese Veranstaltung abzusagen, und dem iranischen Regime keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, um eindeutig zu vermeiden, dass die URANIA das iranische Regime indirekt bei seiner Propaganda unterstützt.

Was die Kulturabteilung des iranischen Regimes unter "Frieden auf der Basis von Gerechtigkeit“ versteht (so der Titel der Veranstaltung), ist die Auslöschung Israels von der nahöstlichen Landkarte.

Deutlich wird dies bereits in der Einladung, in der von „sieben Jahrzehnten Besatzung“ phantasiert wird. Damit richtet sich die Veranstaltung gegen einen jüdischen Staat Israel schlechthin.

Israel zu zerstören, ist das erklärte politische Ziel des iranischen Regimes seit der islamischen Revolution vor über drei Jahrzehnten. Erst kürzlich hat der oberste religiöse Führer Khamenei getwittert, die westlichen Regierungen unterstünden zionistischer Kontrolle, Palästina erstrecke sich vom Meer bis zum Jordan. An anderer Stelle bezeichnete Khamenei Israel als ein Krebsgeschwür, das entfernt werden müsse.

Für die antizionistische Stoßrichtung der Veranstaltung stehen ebenfalls die eingeladenen Referenten, neben deutschen und palästinensischen Israelfeinden vor allem der Islamist Yavuz Özoğuz, dessen Internetportal „Muslim-Markt“ für die Terrororganisation Hisbollah agitiert und israelfeindlichen Antisemitismus verbreitet.

Was das iranische Regime unter „Kultur“ versteht, belegen Todesfatwas wie die gegen den Schriftsteller Salman Rushdie 1989 oder den in Deutschland lebenden Musiker Shahin Najafi 2012. Die diplomatischen Einrichtungen des iranischen Regimes im Ausland sind Terrorzentralen, von denen aus Anschläge gegen iranische Exiloppositionelle und andere Regimegegner geplant wurden und werden. [1]

Wir glauben kaum, dass die Hetze und Propaganda des iranischen Regimes mit der selbstgestellten Programmatik Ihres Vereins - „wissenschaftliche Bildung“ als „demokratische Aufgabe“ - vereinbar sind. Wir fordern Sie daher auf, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und die Veranstaltung abzusagen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrike Becker, Andreas Benl und Jörg Rensmann

STOP THE BOMB Kampagne

 

[1] Vgl. z.B. den Dokumentarfilm „Zeuge C: Genf, Stadt der Schatten

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Samstag, 10 August 2013