Allah hu Akbar, Genossen: `Linke´PR-Show für das iranische Regime

Allah hu Akbar, Genossen:

`Linke´PR-Show für das iranische Regime




In seiner Funktion als „Ex-Waffeninspektor“ schlägt MdB Jan van Aken („Die Linke“) in Hamburg derzeit die Werbetrommel für einen spannenden Dia-Abend, der sich hauptsächlich der Iran-Reklame zu widmen verspricht.

 

von Gerrit Liskow

 

Zurückgekehrt von Gesprächen mit handverlesenen „Gewerkschaftlern“ im Iran sowie einem Besuch an einem „medizinischen“ Forschungsreaktor in Teheran, fantabuliert Jan van Aken morgen, am 28. September (während andere Leute die Apfelspalten in den Honig stippen) munter und öffentlich in den öffentlichen Räumen der Ganztagsschule St. Pauli, die offensichtlich beste Verbindungen zur nationalen „Linken“ hat.

Unter dem Titel „Zwischen Demokratiebewegung und Atomstreit“ erinnert van Aken nicht nur daran, wie wichtig es ihm ist, die handfesten nuklearen Ambitionen der Mullahs in Teheran „begrifflich“ zu einem Kommunikationsproblem zu relativieren und die Vernichtungsdrohung gegen Israel so gut es ihm eben möglich ist zu de-realisieren, sondern vor allem:

„durch einen Dialog mit allen beteiligten Seiten ein möglichst umfassendes Bild der Sichtweisen, des Verhandlungsstandes und möglicher Auswege zu bekommen“.

Er meint es also nur gut, ach so. Dies tut van Aken übrigens auch in seiner Funktion als Mitglied im Außenausschuss des deutschen Bundestages, dessen Vorsitzender noch immer Ruprecht Polenz (CDU) ist, ein bewährter Freund „unserer Freunde“ in Teheran.

Was nun van Akens zitierte „Sichtweisen“ anbelangt, ließ sich erst am letzten Freitag bei Herrn Ban Ki-moon am East River ein „umfassendes Bild“ von ihnen bekommen, als der Chef-Mullah der Islamischen Republik einer überraschten Weltöffentlichkeit erläuterte, der Holocaust wäre nur eine Erfindung der Juden, um sich interessant zu machen und die Welt zu erpressen.

Aber das wissen wir doch schon seit der Diskussion um Martin „Moralkeule“ Walser – wo ist denn da die Neuigkeit, Herr Achmedinejad?

Was Jan van Akens Rapport „kritischen“ Dialog mit diesen gesellschaftlichen Kräften in Teheran anbelangt, wünschen wir ihm masel tov!

Man traf sich sicherlich in einer Atmosphäre echter Kongenialität, wie zuletzt bei diesem gemütlichen Kameradschaftsabend mit Norman Paech, damals noch „außenpolitischer Sprecher“ der sogenannten Linken, der allen, die da waren, in lebhaftester Erinnerung sein muss.

Vor allem, als von den anwesenden Volks-Genossen der „Links“-Partei die Forderung beklatscht und bejubelt wurde, zur Sicherung der nächsten „Freedom“-Flottille die deutsche Marine einzusetzen, gegen Israel, versteht sich, und nicht etwa gegen die Hamas; „Palästina-Solidarität“ als praktizierter „Antizionismus“.

Das war übrigens in der Louise-Schröder-Schule in Hamburg-Altona; vielleicht sollte sich die Hamburger Schulbehörde mal ansehen, wer ihre Liaison zum nationalen Sozialismus bewirkt?

Indes, was Herr van Aken anlässlich des deutschen Afghanistan-Einsatzes zu sagen hat, macht Mut, und fast möchte man ihm eine Fahrkarte nach Kabul schenken:

„Aufbau“, dünkt es ihn in einem in Gesinnungsschmalz frittierten „politischen“ Bewusstseinsaufsatz, „kann nur dort stattfinden, wo das Militär gerade nicht ist. Das hat die Erfahrung der vergangenen Jahre deutlich gezeigt.“

Ob der MdB das in dieser Form auch den AufbauhelferInnen mitgeteilt hat, die vom Taliban-Terror in den letzten Jahren in Afghanistan ermordet wurden, und zwar vorzugsweise immer da, wo gerade kein Militär zur Stelle war, ist mir nicht bekannt.

Ebenso wenig weiß ich, ob dies die Form von „Aufbau“ ist, die Jan van Aken gefällt; wie er es findet, dass die Afghanen, die der Kollaboration mit den Kreuzfahrern verdächtigt sind, abgemurkst werden, und der islamistische Terror in der islamischen Welt jedes Jahr tausende von Menschen ermordet.

Aber immerhin erfährt man an gleicher Stelle etwas über seine Sympathien für Christine Buchholz, mit der van Aken sich ein paar schöne Tage im vorderindischen Paradies des pazifistischen Volks-Sturms gemacht hat – an der Bewachung seiner werten Person durch die Bundeswehr hat er bei dieser Gelegenheit übrigens nicht viel auszusetzen gehabt.

MdB Christine Buchholz hat sich als lebhafte „Israel-Kritikerin“ und Frauendeck-Passagierin einer Milli Görus-Partnerorganisation einen Namen gemacht; dass sie parteiintern „Die Graue Wölfin“ heißt, ist wohl nur ein Gerücht.

Vermutlich sind beide auch der Meinung, Soldaten wären Mörder, und weil ihre Phantasien von Freedom & Democracy es nicht anders erlauben, werden sie mit der Unterscheidung zwischen töten und morden nichts anfangen können; tot ist tot und was juckt den aufrechten deutschen „Links“-Mensch eine begriffliche Spitzfindigkeit, die vor dreieinhalb tausend Jahren die Hebräer ersannen?

Wenn sich also Jan van Aken in seiner Funktion als „Linker“ bei den Mullahs in Teheran zum „kritischen“ Rapport Dialog einfand, dann wächst nun wohl auch ideologisch zusammen, was zusammen gehört.

Denn auf Grund ihres systematischen Verzichts auf Empirie, ihrer Resistenz gegenüber den Fakten und ihres soliden „antizionistischen“ Instinkts werden Jan van Aken und die Islamische Republik sich in ihrem „kritischen“ Dialog viel Einvernehmliches zu sagen gehabt haben; anders ließe sich „linke“ Symbol- bzw. Surrogat-Politik, die auf jeden ethischen Anspruch verzichtet, gar nicht machen.

Es sollte sich doch inzwischen herumgesprochen haben, dass Tucholsky einen Witz machen wollte, als er rief: „Küsst die Faschisten, wenn ihr sie trefft!“. Woher also kommt das authentische Talent deutscher „Linker“ für den Faschismus?

 

Erstveröffentlicht bei tw_24

 

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Dienstag, 27 September 2011