Erschreckendes Umfrageergebnis: Mehrheit der Palästinenser hält Hamas-Massaker weiter für „richtig“Erschreckendes Umfrageergebnis: Mehrheit der Palästinenser hält Hamas-Massaker weiter für „richtig“
Ein neues Meinungsbild aus Ramallah zeigt: Die Hamas genießt trotz des Grauens vom 7. Oktober noch immer breite Unterstützung. Mehr als die Hälfte der Palästinenser befürwortet die Angriffe – und 86 Prozent leugnen die Massaker an israelischen Zivilisten.

Symbolbild
Die Illusion eines Lernprozesses im palästinensischen Bewusstsein zerbricht an Zahlen, die kaum zu fassen sind. Laut einer aktuellen Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research in Ramallah – unter Leitung des bekannten Soziologen Khalil Shikaki – betrachten 53 Prozent der Palästinenser den HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terrorangriff vom 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen weiterhin als richtige Entscheidung.
Diese Haltung bedeutet nicht nur Zustimmung zu einem militärischen Angriff, sondern zu einem beispiellosen Massaker, bei dem über 1.200 Israelis – darunter Kinder, Babys und ganze Familien – auf grausamste Weise ermordet wurden.
Noch schwerer wiegt, dass 86 Prozent der Befragten behaupten, Hamas habe die international dokumentierten Kriegsverbrechen – Morde, Vergewaltigungen, Folter – nicht begangen. Nur 10 Prozent erkennen die Realität der Taten an.
Zustimmung zur Hamas bleibt erschreckend stabil
Die Daten zeigen: Der gesellschaftliche Rückhalt für Hamas ist trotz der militärischen Niederlagen und der katastrophalen Lage in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen kaum gebrochen. Im Westjordanland liegt die Zustimmung sogar bei 59 Prozent, in Gaza selbst bei 44 Prozent – ein Anstieg um sieben Punkte seit der letzten Erhebung im Mai.
Bei hypothetischen Neuwahlen würde die Hamas nach dieser Umfrage 44 Prozent der Stimmen erhalten, während FatahFatah: Von Arafats Kampfbewegung zur erstarrten Machtpartei der PalästinenserFatah ist eine säkular-nationalistische palästinensische Bewegung, die Ende der 1950er Jahre um Jassir Arafat entstand. Sie wurde zur dominierenden Kraft in der PLO und prägt bis heute die Palästinensische Autonomiebehörde.Mehr lesen auf 30 Prozent käme. Nur 10 Prozent würden für kleinere Parteien stimmen.
Dass ausgerechnet in Gaza – wo die Bevölkerung die Folgen der Hamas-Herrschaft am unmittelbarsten spürt – der Rückhalt wächst, zeigt, wie tief die ideologische Verankerung und die gesellschaftliche Manipulation reichen.
Wunsch nach „Expertenregierung“ – aber nicht ohne Hamas
Zwar sprechen sich 67 Prozent der Befragten theoretisch für eine Verwaltung des Gazastreifens durch ein „Komitee aus palästinensischen Fachleuten“ unter internationaler Aufsicht aus, doch die Mehrheit lehnt es ab, wenn dieses Gremium unabhängig von Hamas oder der Palästinensischen Autonomiebehörde wäre.
Das bedeutet: Selbst der Gedanke an eine zivile, neutrale Regierung ohne bewaffnete Organisationen stößt auf Ablehnung. Der Schatten der Hamas bleibt Teil der politischen Identität.
Nur 33 Prozent der Palästinenser wünschen sich eine Rückkehr der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Verwaltung von Gaza – ein klares Zeichen des Misstrauens gegenüber der Führung um Mahmoud Abbas, aber auch der Weigerung, auf Gewalt als Machtbasis zu verzichten.
Gewalt wird weiter legitimiert
Das Umfragebild legt offen, was viele westliche Beobachter verdrängen: In der palästinensischen Gesellschaft ist Gewalt längst nicht mehr Ausnahme, sondern politisch legitimiertes Mittel. Der 7. Oktober, der Tag des schlimmsten antisemitischen Massakers seit der ShoahShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen, wird in großen Teilen der Bevölkerung nicht als Verbrechen, sondern als Heldentat verstanden.
Diese Realitätsverweigerung ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erziehung zum Hass. In Schulen, Medien und Moscheen werden Generationen geprägt, für die IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen kein Nachbar, sondern ein Feindbild ist. Die Folge: selbst in Momenten totaler Zerstörung fehlt jede Einsicht.
Der Westen sieht, was er nicht sehen will
Die Umfrage zeigt auch, wie trügerisch westliche Hoffnungen auf eine „gemäßigte Mehrheit“ unter den Palästinensern sind. Wenn über die Hälfte der Bevölkerung Terror als „richtig“ empfindet und fast 90 Prozent die Wahrheit über Massaker leugnen, ist der politische Nährboden für Frieden schlicht nicht vorhanden.
Wer Israel zu weiteren Zugeständnissen drängt, ignoriert die Realität einer Gesellschaft, in der Täter gefeiert und Opfer geleugnet werden. Es ist ein moralisches Vakuum – geschaffen durch Indoktrination, Angst und kollektive Verblendung.
Solange diese Kultur der Verleugnung anhält, wird kein Abkommen, keine Vermittlung, kein internationaler Druck den Kern des Konflikts lösen können: den Hass auf IsraelIsraelbezogener Antisemitismus: Wenn Israelhass Judenhass wirdIsraelbezogener Antisemitismus liegt vor, wenn Feindschaft gegen Juden auf Israel übertragen wird. Kritik an israelischer Politik ist nicht automatisch antisemitisch. Antisemitisch wird sie, wenn Israel dämonisiert, delegitimiert, mit doppelten Maßstäben behandelt oder Juden weltweit für Israel verantwortlich gemacht werden.Mehr lesen als Staatsidee.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 29 Oktober 2025