Die millionenschweren Terrorzahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde: Was steckt hinter der "Pay-for-Slay"-Politik?

Die millionenschweren Terrorzahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde: Was steckt hinter der "Pay-for-Slay"-Politik?


Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Über eine Milliarde Euro wurden in den letzten Jahren von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) an Terroristen und deren Familien gezahlt.

Die millionenschweren Terrorzahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde: Was steckt hinter der "Pay-for-Slay"-Politik?

Der 8. März 2016 markiert einen tragischen Wendepunkt: Taylor Force, ein amerikanischer Staatsbürger, wurde während eines Studienaufenthalts in Tel Aviv von einem palästinensischen Terroristen erstochen. Taylor, ein Absolvent von West Point und Veteran der Irak- und Afghanistan-Einsätze, wurde das zufällige Opfer eines kaltblütigen Anschlags. Nach seiner Ermordung enthüllte ein erschreckender Fakt das wahre Gesicht der Palästinensischen Autonomiebehörde: Sie zahlte der Familie des Terroristen eine Belohnung für dessen Tat. Diese Entdeckung war der Auslöser für den Taylor Force ActPay for Slay: Wie Terror gegen Israelis weiter belohnt wird„Pay for Slay“ ist ein kritischer Begriff für palästinensische Zahlungen an in Israel inhaftierte Täter, freigelassene Gefangene und Familien getöteter Angreifer. Kritiker sehen darin eine Belohnung für Terror gegen Israelis.Mehr lesen (TFA), ein US-amerikanisches Gesetz, das 2018 beschlossen wurde, um gegen die sogenannte "Pay-for-Slay"-Politik der PA vorzugehen.

Ein System des Terrors: Die "Pay-for-Slay"-Politik

Die Praxis der PA, Terroristen finanziell zu belohnen, ist in ihren Gesetzeswerken tief verankert. Das Gesetz über Gefangene und Freigelassene von 2004 definiert inhaftierte und freigelassene Terroristen als einen "wesentlichen Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft".

Den Höhepunkt dieser Entlohnungen bilden monatliche Gehaltszahlungen an Terroristen, die in israelischen Gefängnissen einsitzen oder entlassen wurden. Die Höhe der Zahlungen steigt proportional zur Schwere der Tat: Je mehr Menschen ermordet oder verletzt wurden, desto höher ist die finanzielle Belohnung. Auch Familien von getöteten Terroristen profitieren, ebenso wie verletzte Attentäter. All diese Zahlungen werden unabhängig von der Zugehörigkeit zu Terrororganisationen wie FatahFatah: Von Arafats Kampfbewegung zur erstarrten Machtpartei der PalästinenserFatah ist eine säkular-nationalistische palästinensische Bewegung, die Ende der 1950er Jahre um Jassir Arafat entstand. Sie wurde zur dominierenden Kraft in der PLO und prägt bis heute die Palästinensische Autonomiebehörde.Mehr lesen, HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen oder der Islamischen Dschihad ausgezahlt.

Die Rolle des Taylor Force Acts

Der TFA sieht vor, dass alle finanziellen Hilfen der USA an die PA ausgesetzt werden, solange diese weiterhin Terroristen finanziell belohnt. Der PA-Präsident Mahmoud Abbas reagierte prompt und betonte unmissverständlich: "Selbst wenn uns nur ein einziger Penny bliebe, wäre dieser für die Terroristen bestimmt." Diese Haltung untermauert die systematische Verankerung des Terrors im administrativen und gesellschaftlichen Gefüge der PA.

Auch IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen hat mit dem Einfrieren von Mitteln reagiert: Gemäß dem Freeze Law von 2018 werden Gelder, die durch den israelischen Steuertransfer an die PA gehen, um die für Terroristen bestimmten Beträge reduziert. Dies führt jedoch zu Kontroversen, da die PA seitdem finanziell immer stärkere Schwierigkeiten erlebt.

Erschreckende Zahlen: Die Kosten des Terrors

Zwischen 2018 und 2023 wurden laut Berichten des israelischen Verteidigungsministeriums allein für diese Politik mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben. Hier die Übersicht:

Jahr Zahlungen an inhaftierte und freigelassene Terroristen (EUR) Zahlungen an Familien verstorbener Terroristen (EUR) Gesamt (EUR)
2018 115.620.310,00 34.248.266,61 149.868.576,61
2019 105.961.294,86 34.248.266,61 140.209.561,47
2020 103.225.003,03 34.248.266,61 137.473.269,64
2021 106.234.930,00 34.248.266,61 140.483.196,61
2022 109.523.700,00 33.204.936,70 142.728.636,70
2023 110.400.000,00 34.682.979,03 145.082.979,03

Zusammengefasst ergibt das eine Summe von über 755 Millionen Euro allein für Zahlungen an inhaftierte und freigelassene Terroristen sowie über 205 Millionen Euro an Familien verstorbener Attentäter.

Wie beeinflusst der Krieg die "Pay-for-Slay"-Politik?

Der jüngste Krieg hat auch hier Veränderungen gebracht. Nach dem Massaker am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen hat Israel tausende neue Terroristen festgenommen. Theoretisch müssten diese zu einem Anstieg der PA-Zahlungen führen. Doch es gibt Gegenindikatoren:

  1. Behinderung der Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz: Israel hat der Internationalen Rotkreuz-Organisation den Zugang zu Gefangenen eingeschränkt, was die PA-Zahlungsabläufe stört.

  2. Finanzkrise der PA: Durch den Steuertransfer-Stopp seit November 2023 kann die PA nur noch 60 bis 70 Prozent ihrer Mitarbeitergehälter bezahlen. Auch Terroristengehälter sollen gekürzt worden sein.

  3. Verwaltungsprobleme in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen: Die Konflikte haben viele Bürokratieprozesse lahmgelegt, sodass Anträge für neue Zahlungen nicht bearbeitet werden konnten.

Obwohl diese Faktoren vorübergehend zu geringeren Zahlungen führen könnten, liegt der Grund nicht in einem Sinneswandel der PA, sondern in externen Umständen.

Ein Sponsor des Terrors

Die Praxis der PA, Terrorismus finanziell zu belohnen, steht im direkten Widerspruch zu jeglichen Bemühungen um Frieden. Solange diese Politik fortgeführt wird, bleibt die PA eine Instanz, die nicht als ernstzunehmender Partner für Friedensverhandlungen gelten kann. Wer Terror mit Millionen Euro subventioniert, sät Hass und Gewalt statt Frieden.




Autor: Redaktion
Samstag, 18 Januar 2025

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