Vier Top-Terroristen bleiben in Haft – Israel verweigert Freilassung der berüchtigtsten Terroristen

Vier Top-Terroristen bleiben in Haft – Israel verweigert Freilassung der berüchtigtsten Terroristen


Während Israel und die Hamas das erste Stadium des von Donald Trump vermittelten Abkommens umsetzen, zieht Jerusalem eine klare rote Linie: Marwan Barghouti, Ahmad Sa’adat, Hassan Salameh und Abbas al-Sayed – die Köpfe hinter einigen der blutigsten Anschläge – bleiben in Haft.

Vier Top-Terroristen bleiben in Haft – Israel verweigert Freilassung der berüchtigtsten Terroristen

Die Einigung zwischen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen markiert eine diplomatische Wende – doch die wichtigste Nachricht für viele Israelis liegt in dem, was nicht Teil der Vereinbarung ist. Vier der berüchtigtsten palästinensischen Terroristen, deren Namen seit Jahren als Symbolfiguren des mörderischen „Widerstands“ kursieren, werden auch weiterhin keine Freiheit sehen.

Nach Angaben israelischer Regierungsvertreter betrifft das den FatahFatah: Von Arafats Kampfbewegung zur erstarrten Machtpartei der PalästinenserFatah ist eine säkular-nationalistische palästinensische Bewegung, die Ende der 1950er Jahre um Jassir Arafat entstand. Sie wurde zur dominierenden Kraft in der PLO und prägt bis heute die Palästinensische Autonomiebehörde.Mehr lesen-Kommandeur Marwan Barghouti, den Generalsekretär der Volksfront Ahmad Sa’adat, sowie die Hamas-Terroristen Hassan Salameh und Abbas al-Sayed. Alle vier waren zentrale Forderungen der Hamas in den Verhandlungen um die Geiselrückgabe – und wurden von Israel kategorisch ausgeschlossen.

Marwan Barghouti gilt als der bekannteste palästinensische Häftling. Der einstige Architekt der zweiten IntifadaIntifada: Ein Wort für Terror gegen IsraelIntifada bedeutet wörtlich etwa „Abschütteln“. Politisch bezeichnet der Begriff vor allem zwei palästinensische Gewaltwellen gegen Israel. Besonders die Zweite Intifada wurde durch Selbstmordanschläge, Schussangriffe und Terror gegen israelische Zivilisten geprägt. Heute wird der Begriff oft leichtfertig als Parole benutzt.Mehr lesen wurde 2004 zu fünfmal lebenslanger Haft plus 40 Jahren verurteilt. Er war in zahlreiche Anschläge verwickelt, bei denen dutzende israelische Zivilisten ermordet wurden. Trotz seiner Haft genießt er in Teilen der palästinensischen Bevölkerung Kultstatus und wird regelmäßig als künftiger Nachfolger von Mahmud AbbasPLO: Die Organisation zwischen Terrorgeschichte, Oslo und MachtverlustDie PLO ist die Palästinensische Befreiungsorganisation. Sie wurde 1964 gegründet, wurde später international als Vertreterin der Palästinenser anerkannt und spielte im Oslo-Prozess eine zentrale Rolle.Mehr lesen ins Spiel gebracht.

Ahmad Sa’adat, Generalsekretär der marxistischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLPPFLP: Marxistische Terrororganisation gegen IsraelDie PFLP ist eine 1967 gegründete marxistisch leninistische palästinensische Organisation. Sie lehnt Israel ab, setzt auf bewaffneten Kampf und wird von den USA und der EU als Terrororganisation geführt.Mehr lesen), sitzt seit 2006 in israelischer Haft. Er gilt als Auftraggeber des Mordes am israelischen Tourismusminister Rehavam Zeevi, der 2001 in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen erschossen wurde. Seine Organisation wird von der EU, den USA und Israel als Terrorgruppe eingestuft.

Hassan Salameh, einer der ranghöchsten Hamas-Kommandanten der 1990er Jahre, steht hinter einer Reihe von Selbstmordanschlägen auf Busse in Jerusalem und Ashkelon, bei denen 46 Menschen getötet wurden. Auch zwei US-Bürger kamen ums Leben. Er wurde 1996 gefasst und zu mehreren lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Abbas al-Sayed wiederum war der Drahtzieher des Passah-Anschlags in Netanya im Jahr 2002, bei dem 30 israelische Zivilisten in einem Hotel während des Seder-Abends ermordet wurden – eine der grausamsten Terrorattacken der zweiten Intifada.

Israelische Sicherheitskreise betonen, dass die Freilassung dieser vier Männer „jede moralische und strategische Grenze überschreiten würde“. Premierminister Benjamin Netanyahu hatte schon zu Beginn der Verhandlungen erklärt, dass „Israel keine Mörder von Kindern und Familienvätern in Freiheit entlässt“.

Dass die Hamas dennoch immer wieder auf ihre Freilassung drängt, zeigt, welche symbolische Bedeutung sie für die Organisation besitzen. Sie verkörpern die Generation jener Terrorführer, die den bewaffneten Kampf als ewige Verpflichtung definieren und jeden politischen Kompromiss ablehnen.

Ein israelischer Regierungsvertreter sagte nach der Verkündung des Abkommens: „Wir werden Geiseln heimholen, aber keine neuen Mörder auf die Straßen schicken.“

Damit sendet Israel ein bewusstes Signal – an die Hamas, aber auch an die arabischen Vermittler in Kairo, Doha und Ankara: Der Preis für den Frieden darf nicht der Verlust jeder Gerechtigkeit sein.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 09 Oktober 2025

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