Pro-Hamas-Milieus solidarisieren sich mit Maduro – Anti-Israel-Gruppen demonstrieren in den USA gegen Washington

Pro-Hamas-Milieus solidarisieren sich mit Maduro – Anti-Israel-Gruppen demonstrieren in den USA gegen Washington


Während die USA den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro festsetzen, gehen in mehreren amerikanischen Städten ausgerechnet jene Gruppen auf die Straße, die seit dem 7. Oktober an vorderster Front gegen Israel mobilisieren. Hammer-und-Sichel-Symbole, Hamas-Ikonografie und Parolen gegen die USA prägen die Proteste.

Pro-Hamas-Milieus solidarisieren sich mit Maduro – Anti-Israel-Gruppen demonstrieren in den USA gegen Washington
Bildnachweis: Fibonacci Blue from Minnesota / Wikimedia Commons / CC BY 2.0

Nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte haben in den Vereinigten Staaten zahlreiche linksradikale und dezidiert anti-israelische Gruppierungen Proteste organisiert. Die Demonstrationen richteten sich offiziell gegen die amerikanische Militäraktion in Venezuela – tatsächlich aber offenbarten sie erneut ein ideologisches Netzwerk, das autoritäre Regime verteidigt, Terror relativiert und IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen systematisch delegitimiert.

Zu den mobilisierenden Akteuren gehörten Organisationen wie das Palestinian Youth Movement, National Students for Justice in PalestinePalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen, die ANSWER Coalition, Code Pink sowie die Party for Socialism and Liberation. Viele dieser Gruppen waren bereits nach dem Massaker der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen vom 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen zentrale Träger anti-israelischer Kundgebungen, ohne sich je klar von dem Terrorangriff zu distanzieren.

Hamas-Symbolik und revolutionäre Ikonen

Bei Demonstrationen in Washington, New York, Los Angeles und weiteren Städten trugen Teilnehmer venezolanische Fahnen, zeigten Hammer-und-Sichel-Symbole und marschierten unter Bannern, die explizit Begriffe wie „Befreiung“ und „Rückkehr“ verwendeten – Schlagworte, die aus dem Vokabular palästinensischer Terrororganisationen bekannt sind. In New York fiel insbesondere ein Banner der Gruppe Awda NY/NJ auf, das mit dem roten, nach unten gerichteten Dreieck versehen war – ein Symbol, das von der Hamas zur Markierung israelischer Ziele genutzt wird.

In sozialen Netzwerken riefen Aktivisten dazu auf, sich dem „Palästina-Block“ der Kampagne „Hands off Venezuela“ anzuschließen. Die Verknüpfung der Themen ist dabei kein Zufall: In der Rhetorik dieser Gruppen verschmelzen Anti-Amerikanismus, Israel-Feindlichkeit und die Verteidigung autoritärer Regime zu einer geschlossenen Weltanschauung.

Offene Rechtfertigung von Gewalt

Besonders alarmierend waren Aussagen führender Aktivisten, wonach Demonstrationen allein nicht ausreichten. Die US-Aktivistin Calla Walsh forderte öffentlich dazu auf, Rüstungsbetriebe zu sabotieren, anstatt „nutzlose, von der Polizei begleitete NGO-Märsche“ zu veranstalten. Solche Aufrufe markieren die Grenze zwischen politischem Protest und direkter Gewaltbefürwortung.

Andere Redner bezeichneten die US-Aktion als „Entführung“, sprachen von „Blut-für-Öl-Politik“ und erklärten, Washington habe kein Recht, über andere Staaten zu richten. Die Tatsache, dass Maduro wegen schwerer Vorwürfe wie Drogenhandel, TerrorfinanzierungPay for Slay: Wie Terror gegen Israelis weiter belohnt wird„Pay for Slay“ ist ein kritischer Begriff für palästinensische Zahlungen an in Israel inhaftierte Täter, freigelassene Gefangene und Familien getöteter Angreifer. Kritiker sehen darin eine Belohnung für Terror gegen Israelis.Mehr lesen und systematischer Repression verfolgt wird, spielte in der Argumentation keine Rolle.

Gemeinsamer Nenner: Feindschaft gegenüber Israel

Auffällig ist, dass Israel in nahezu allen Stellungnahmen indirekt oder direkt eingebunden wurde. Die US-Regierung wurde beschuldigt, gemeinsam mit Israel einen „globalen Krieg“ zu führen, während der Krieg der Hamas gegen Israel weiterhin als „Widerstand“ verharmlost wird. Selbst der 7. Oktober tauchte in diesem Milieu nicht als Massaker, sondern lediglich als „Konsequenz“ westlicher Politik auf.

Damit zeigt sich einmal mehr: Diese Proteste richten sich nicht primär gegen einzelne militärische Maßnahmen, sondern gegen die Existenz westlicher Demokratien – und insbesondere gegen Israel. Die Solidarität mit Maduro folgt demselben Muster wie die Verharmlosung der Hamas: Wer gegen Israel kämpft, gilt als Verbündeter – unabhängig von Terror, Diktatur oder Menschenrechtsverletzungen.




Autor: Redaktion
Sonntag, 04 Januar 2026

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