Mord an jungen Israeli in Berlin: Tatverdächtiger in Prag festgenommen / Mahnwache am Sonntag "Gesicht zeigen für Yosi"

Mord an jungen Israeli in Berlin:

Tatverdächtiger in Prag festgenommen / Mahnwache am Sonntag "Gesicht zeigen für Yosi"




Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurde am Freitag in der tschechischen Hauptstadt Prag ein dringend Tatverdächtiger in dem Mordfall Yosi Damari. Der 22 Jahre alte Israeli war am vergangenen Sonntag in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes tot aufgefunden worden - die Identifizierung hatte Tage gedauert, da die Kopfverletzungen des Opfers so massiv waren, das ein Abgleich mit dem Foto im Reisepass oder über die Zähne nicht möglich war.

Bei dem in Prag festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 28 Jahre alten albanischen Staatsbürger. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sich der Festgeommene und das spätere Mordopfer am Freitag vergangener Woche in einem Hostel kennengelernt, am gleichen Tag geschah dann der Mord. Zu den Motiven der Tat liegen bislang noch keine Erkentnisse vor.

Am Sonntag wird am Tatort, einer Klosterruine in unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes, eine Mahnwache stattfinden, initiiert aus dem Jüdischen Studentenzentrum Berlin.

Der Aufruf zur mahnwache lautet:

Am Dienstag stand es fest: Der am Ostersonntag in der Kloster-Ruine am Alexanderplatz aufgefundene Tote war der nur 22 Jahre alte Israeli YOSI DAMARI!

Die Kopfverletzungen waren so schwer, dass eine Identifizierung anhand des Passbildes nicht möglich war. „Erst durch einen DNA-Abgleich konnte der Leichnam eindeutig identifiziert werden“, so ein Polizeisprecher.

Yosi war erst seit einigen Tagen in Berlin. Vorher hielt er sich in Köln auf. Am Freitag suchte der 22-Jährige Hilfe bei der israelischen Botschaft. „Es ging darum, seine Familie in Israel zu kontaktieren, damit sie ihm beim Erwerb eines Flugtickets behilflich sind“, sagt ein Botschafts-Sprecher.
Berichten weiterer israelischer Medien zufolge hatte sich Yosi Damari zum Sederabend bei Chabad in Berlin angemeldet und ein Zimmer gebucht. Weder zum Sederabend noch in seiner Unterkunft am Alexanderplatz sei er jedoch erschienen.

Am Samstagabend zwischen 17-21 Uhr geschah die Tat. Ob das Verbrechen womöglich antisemitisch motiviert war, muss nun die Mordkommission klären.

Ungeachtet der Tathintergründe ist ein 22-jähriger (jüdischer) Junge in den Straßen von Berlin auf brutalste Art und Weise totgeprügelt worden. Da er weder Verwandte, noch uns bekannte Freunde in Berlin hatte, liegt es an uns - der Berliner Gesellschaft und der Jüdischen Gemeinschaft - einem nach Hilfe suchenden jungen Mann die letzte Ehre zu erweisen und uns gegen die kaltblütigen und sinnlosen Gewalttaten in Berlin und auch in anderen Städten Deutschlands zu erheben!

WIR GEBEN YOSI SEIN GESICHT ZURÜCK!

Druckt das von uns gepostete Foto von Yosi Damari aus, beschriftet es mit einer persönlichen Beleidsbekundung und gebt Yosi das Gesicht zurück, was ihm samt seines Lebens genommen wurde.

WICHTIGE INFORMATIONEN:
Beginn der Mahnwache: 16 Uhr
Ort: Straßenecke Grunerstraße, Littenstraße (an der alten Klosterruine, U-Bhf Klosterstraße)
Mitbringen: Das von euch beschriftete Bild von Yosi; gerne auch Blumen, Gedenkkerzen oder auch sonstige ähnliche Sachen

 

 

Foto: Yosi Damari sel. A. (Foto: Polizei Berlin)

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Samstag, 11 April 2015






Nanu?...keine Lichterketten, keine Demos gegen "Hasskriminalität" und was es sonst noch für Faxen im rotzgrünen Lager gibt. Ei der Daus, wie konnte ich das nur vergessen, Yosi war ja kein "Rechtgläubiger" und obendrein nur ein israelischer(jüdischer) Tourist. Soll ich jetzt noch hier irgendwas von Verlogenheit erzählen? Ich glaub nicht. Yosi..R.I.P.....

diese Aktion hat auch mit Menschenwürde zu tun. Das Opfer wurde während der Tat schwer misshandelt, sein Gesicht wurde zerstört, niemand sollte ihn erkennen. Gerade deshalb ist es wichtig, das Opfer vom anonymen Status "Opfer" wieder zu einer Person und damit zu einem menschlichen Wesen zu machen. Wenn ich in Berlin lebte, würde ich mich natürlich an der Aktion beteiligen

Hat man die Familie in Israel gefunden? Es tut mir so unendlich weh, WARUM nur, WARUM ?????

Die maßlose Gewaltanwendung gegen das Gesicht des Ermordeten offenbart einen unbändigen Hass des vermutlichen albanischen Täters. Warum dieser Hass ? Weil der mutmaßliche Täter zufällig entdeckte, dass der junge Mann kein Muslim sondern ein jüdischer Israeli ist ? Diese Tat ist eine Schande für das "weltoffene" Berlin !!!

@4D.S.: Das waren auch meine ersten Gedanken. Damit wäre das "WARUM?" von @Regina beantwortet.




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