Catherine Ashton: The windmills of my mind

Catherine Ashton:

The windmills of my mind




In ihrer Funktion als Chefin der EU-Diplomatie hat Catherine Ashton gestern in Bruxelles vor einer Gruppe palästinensischer Schüler gesprochen und konnte es sich zu diesem Anlass nicht verkneifen, das Attentat auf die Otzar haTorah Schule in Toulouse für ihre außen-"politischen" Zwecke auszuschlachten.

von Gerrit Liskow

Frau Ashton sagte wörtlich: “Wenn wir jetzt daran denken, was heute in Toulouse geschehen ist, dann erinnern wir uns daran, was letztes Jahr in Norwegen geschehen ist. Wir wissen, was in Syrien geschieht, und wir sehen, was in Gaza und anderen Orts geschieht – wir erinnern uns an junge Leute und Kinder, die ihr Leben verlieren.“

Mit ihrer Anspielung auf das, was "in Gaza und andernorts geschieht“, wollte Frau Ashton doch wohl kaum auf die Hamas anspielen, die ihre Bevölkerung im Gaza-Streifen wie Geiseln gefangen hält und als menschliche Schutzschilde für ihre Terror-Infrastruktur benutzt, ihre Bevölkerung also als Manövriermasse im „politischen“ Machtkampf um die Vernichtung Israels missbraucht.

Sicher nicht. Auf „das, was in Gaza und andernorts" wirklich geschieht, hat sich Frau Ashton nicht bezogen, sondern vielmehr auf das Gaza ihrer Phantasie, die windmills of her mind, jenen imaginären Ort der EU-Diplomatie, an dem die heute sogenannten Palästinenser die verlorenen Schlachten vergangener Tage gegen einen jüdischen und demokratischen Staat kämpfen, der für Frau Ashton auf einer Stufe mit einem Massenmörder wie Bashahr el-Assad und Anders Breivik steht.

Interessant. Aber das an sich ist angesichts einer Person wie Frau Ashton nicht weiter verwunderlich. Immerhin steht sie an der Spitze einer EU-Bürokratie, die jedes Jahr etliche Millionen in die von der Hamas und Fatah besetzten Gebiete transferiert, wo sich EU-Steuergelder dann auf krummen Wegen in Waffen für den „legitimen Widerstand“, also den internationalen antisemitischen Terror, zu verwandeln pflegen; alles im Sinne von „Frieden“ und „Verständigung“.

Dass also Frau Ashton nicht sieht, was sie nicht sehen will, nämlich „was in Gaza und andernorts“ wirklich geschieht, muss ebenso wenig verwundern, wie der Fakt, dass sie Israel offensichtlich für einen Terroristen vom Schlage eines Assad und Breivik hält; und selbstverständlich wird sich Frau Ashton wegen ihrer „Israel-kritischen“ Linientreue jetzt keinen neuen Job in ihrer EU-Behörde suchen müssen.

Was indes überrascht ist der Umstand, dass Frau Ashton ihre Bemerkungen ausgerechnet loswerden musste, nachdem ein Serienmörder vor einer jüdischen Schule in Toulouse vier Menschen ermordet und eine weitere Person schwer verletzt hat, bloß weil sie Juden sind.

Das Timing hätte nicht besser sein können, wenn Frau Ashton mit ihren wohlgewählten Worten sagen wollte: Sehr ihr, das kommt davon – geschieht euch jetzt mal recht, das habt ihr nun davon. Aber weil Frau Ashton weiß, dass man das so direkt und voller schadenfroher Häme nur sagen kann, wenn man keine Chef-Diplomatin ist, hat sie ihre Botschaft von „Frieden“ und „Verständigung“ etwas diplomatischer verpackt und mit ein paar palästinensischen Schulkindern dekoriert.

Außenminister Avigdor Liberman distanzierte sich während seiner Chinareise von Frau Ashtons Worten und drückte seine Hoffnung aus, sie möge ihre Formulierung zurücknehmen.

Im deutlichen Kontrast zu den Äußerungen von Frau Ashton stehen die Statements von Ban Ki-moon, Generalsekretär der UNO, sowie vom US-Außenministerium, die das Attentat auf die Ozar haTorah Schule verurteilten; Victoria Nuland, Sprecherin des US-Außenministeriums, fügte hinzu, die USA fühlen sich „betroffen und betrübt“.

StandWithUs France hat inzwischen den Rücktritt der EU-Außenbeauftragten gefordert. Roz Rothstein, Vorsitzender von StandWithUs, bemerkte:
“Der Angriff, der in Toulouse stattgefunden hat, ist in keiner Weise vergleichbar mit der Situation in Gaza. Seit Israel sich aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen hat, haben palästinensische Terrorgruppen tausende von Raketen auf Israel abgeschossen, die unterschiedslos Kinder und Erwachsene in Israel verstümmelt und getötet haben.“

 


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Dienstag, 20 März 2012






Natürlich ist der Tod eines jeden Kindes eine Tragödie, egal wer dessen Eltern sind. Aber der Vergleich der Frau Ashton hinkt gewaltig, weil nicht die toten Kinder zu vergleichen sind, sondern die Art, wie und von wem sie ihren Tod empfangen haben. Beide haben den Tod aus heiterem Himmel empfangen, die einen, weil sie Geiseln ihrer hassverblendeten Eltern sind, die anderen, weil sie Kinder einer gehassten Rasse sind. Die Schulkinder in Tolouse sind direkt Opfer eines Angriffs, der nur ihnen galt, die anderen Opfer in Gaza, sind welche die der Angreifer tunlichst hat vermeiden wollen. Man stelle sich einmal vor, die Amerikaner hätten, bevor sie die Bomben über Dresden abwarfen, telephonisch die Einwohner gewarnt. Das sollte man sich vor Augen halten.