Abbas will Verhandlungsergebnis vor Verhandlungsbeginn

Abbas will Verhandlungsergebnis vor Verhandlungsbeginn




Ehe man sich mit Israel an einen Tisch setze, soll Israel zu den "67er-Grenzen" (also zur Waffenstillstandsgrenze von 1949) zurückkehren, den Bau von Wohnungen stoppen und dem Gebietstausch zustimmen. Das sagte der Verhandlugnsführer der PA Erekat bei seinem Treffen mit den Vertretern Deutschlands und Grossbritanniens. Er fügte hinzu, dass die Frist für die indirekten Verhandlungen vermittels des US-Nahostgesandten Mitchell am 4 September ablaufe. "Unsere Position ist hart, und wir haben es nicht vor, Zugeständnisse zu machen", so der PA-Unterhändler. Israel hat sich bereits lange davor zum Verhandlungsbeginn ohne Vorbedingungen bereit erklärt - die PA und die sie tragende Terrororganisation Fatah von Mahmud Abbas lehnen diese bislang ab und bestehen auf "ergebnisgeschlossenen" Verhandlungen.

Abbas weiter gegen direkte Gespräche

Trotz des enormen Druck "der ganzen Welt" ist der palästinensische Präsident Mahmud Abbas nicht zu direkten Gesprächen mit Israel bereit. Das betonte Abbas am Sonntag gegenüber dem Radiosender "Stimme Palästinas". Ohne klare Rahmenbedingungen wären solche Gespräche von Beginn an dem Untergang geweiht.

Abbas habe in den vergangenen Tagen Anrufe der Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Italien erhalten. Diese und andere Politiker drängten ihn zur Aufnahme direkter Verhandlungen, teilten Berater des palästinensischen Präsidenten laut der Tageszeitung "Ha´aretz" mit.

Dem Bericht zufolge sollen am kommenden Donnerstag die Außenminister der Arabischen Liga bei einem Treffen in Kairo über ihre Unterstützung für direkte Gespräche entscheiden.

HII/INN


Autor: haolam.de
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Montag, 26 Juli 2010