Jüdische Stimmen, dissonant Eklataz im Centrum Judaicum

Jüdische Stimmen, dissonant

Eklataz im Centrum Judaicum




Am 27. April hatten wir drei Vertreter von Berliner Zeitungen zu einer Podiumsdiskussion eingeladen: Thomas Schmid, Herausgeber der Tageszeitung DIE WELT, Ines Pohl, Chefredakteurin der Tageszeitung taz und Stephan-Andreas Casdorff, Chefred akteur der Tageszeitung Der Tagesspiegel, Moderator war Thierry Chervel, Chefredakteur des Onlinemagazins „Perlentaucher“.

Thema des Abends war die Frage nach dem Umgang deutscher Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und Antisemitismus, Aufhänger ein in der taz erschienener Kommentar mit dem Titel: „Pilgerfahrt nach Auschwitz“. Die jüdische, in Israel geborene Autorin Iris Hefets behauptet darin, Israel instrumentalisiere die Schoa zur Legitimierung seiner menschenrechtsfeindlichen Politik und inszeniere so einen „Schoa-Kult“. Weiter werde diese "Religion mit festen Ritualen" auch in Deutschland dazu missbraucht, Kritiker israelischer Politik mundtot zu machen. Als Beispiel dafür führt die Autorin das Schicksal Norman Finkelsteins auf, bekannt für sein umstrittenes Buch "Die Holocaust-Industrie", der vor kurzem in Berlin Absagen von Veranstaltungsorten in Kirchen und Stiftungen erhielt.

Aber weder Norman Finkelstein noch Iris Hefets sollten Thema des Abends sein und nicht die Frage, wie die jüdische Mehrheit mit den Extremisten in den eigenen Reihen umgeht oder umgehen sollte. Es ging um die Frage, warum in der deutschen Öffentlichkeit immer wieder jüdische Menschen mit wenig repräsentativen Meinungen zu Wort kommen, mit Israelkritik in einer Sprache, die die Grenzen der Geschmacklosigkeit überschreitet, und die bisweilen nachweisbar antisemitische Thesen vertreten. Gefragt werden sollten die anwesenden Chefredakteure und Herausgeber, wie sie diese Tatsache begründen. Auch Frau Pohl war selbstverständlich das Thema der Veranstaltung bekannt und ihr Erscheinen wurde ausdrücklich begrüßt.

Aber schon Tage vor der Veranstaltung tauchten Briefe und Pressemitteilungen im Internet auf, die hier ein „Tribunal“ gegen die Autorin Iris Hefets witterten.

Nach dem Grußwort der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, sprangen dann also etwa 20 Leute auf und hielten vorbereitete Plakate mit Solidaritätsbekundungen zu Iris Hefets hoch. Die Chefredakteurin der taz solidarisierte sich nun „spontan“ mit diesen Störern und schloss sich der Forderung an, man müsse die Autorin des zitierten Beitrages aufs Podium holen. Das wurde abgelehnt mit der Begründung, dass es nicht nötig sei, zu einem veröffentlichten Text den Autor einzuladen und seine Thesen wiederholen zu lassen.

Es ist aber skandalös, dass ein Podiumsgast den Veranstalter mit der Aussage erpresst, entweder wird getan, was die Störer tun oder ich gehe. Frau Pohl tat genau das und verließ den Saal.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin stellt hiermit fest, dass diese Veranstaltung von Anfang an mit einem Saalmikrofon ausgestattet war. Es war vorgesehen, dass sich jeder aus dem Publikum, der es wollte, zu Wort melden konnte. Beim Einlass wurde nicht kontrolliert, wer teilnehmen wollte. Frau Hefets hätte also problemlos im Saal sitzen und sich zu Wort melden können. Wir stellen fest, dass es wohl vielmehr so ist, dass die Störer auf ihre eigene Propaganda hereingefallen sind. Sie hätten und haben zum Teil sagen können, was sie sagen wollten. Es wurde von uns als den Veranstaltern und von den Diskutanten auf dem Podium sogar erwartet, dass es kontrovers zugehen wird.

Nicht erwartet haben wir diese destruktive und aggressive Form der Störung und schon gar nicht die Solidarisierung und den stillosen Abgang der Chefredakteurin einer Tageszeitung.

Wir danken daher Herrn Casdorff, Herrn Schmid und Herrn Chervel dafür, die Diskussion trotzdem geführt zu haben. Ihre nachdenklichen und auch tiefgründigen Bemerkungen haben es vermocht, das Thema des Abends den weiterhin anwesenden ca. 300 Gästen zu vermitteln und ihnen das Gefühl zu geben, nicht umsonst gekommen zu sein.

 PM der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Video & Foto: df 30.04.2010

Anmerkung: Die Videodokumentation der gesamten Veranstaltung, in hoher Qualität, sowie Bildmaterial stehen für Journalisten bzw. andere Medien zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Redaktion von haOlam.de: mail[at]haOlam[dot]de


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Freitag, 30 April 2010






Es ist doch augenscheinlich, das die "ehrenwerte" Dame von der linksradikalen TAZ die Tumulte ihrer Genossen als Vorwand nahm, um sich der Diskussion zu entziehen.

Links- und Rechtsextremisten im Bund mit Islamisten - das ist die Querfront gegen Israel und gegen die freie Welt! Und Schützenhilfe bekommen sie von Linksextremisten aus Israel, die den Soldaten, die auch ihr Leben und ihre Freiheit verteidigen, hinterhältig in den Rücken fallen.

Bezeichnend und entlarvend, aber auch passend zur Taz und ihrem Lesermilieu.

Welch ein geistiges Armutszeugnis für die Chefredakteurin der taz! Die hier veröffentlichten Ausschnitte aus dem Video überführen Frau Pohl eindeutig der mehrfachen Lüge! Zuerst uminterpretiert Frau Pohl dreist die klaren und eindeutigen Worte von Frau Süßkind, die das Verhalten der Störer im Saal "kindisch und dumm" nannte, dann nimmt sie diese mutwillig von ihr an den Haaren herbeigezogene Uminterpretation als Anlass dafür, sich mit den pöbelnden Störern solidarisierend das Podium und den Saal zu verlassen. Es gab keinerlei Tätlichkeiten gegen Frau Pohl, und es hat sie auch niemand bespuckt. Frau Pohls Behauptung, sie sei von Anwesenden attackiert und bespuckt worden, und dies sei der Grund dafür gewesen, dass sie nicht mehr habe an der Veranstaltung teilnehmen wollen, entpuppt sich durch das vorliegende Videomaterial als eine äußerst dreiste Lüge! Denn sie selbst gab als Grund für ihren Auszug aus dem Saal über Mikrofon an, dass Frau Süßkinds (von Frau Pohl gewollt fehlinterpretierter) "kindisch und dumm"-Satz der Grund für ihren Auszug sei! "Kindisch und dumm", dass trifft in der Tat nur auf das hochnotpeinliche Verhalten der Frau Pohl und der paar mit ihr offenkundig verbandelten antidemokratischen Krawallmacher zu, nicht jedoch auf die restlichen etwa 300 Leute im Saal! Was für ein unglaublich peinlicher Abgang!

Thomas, auch nachträglich scheint sich Frau Pohl als "Heldin" in Szene setzen zu wollen und die jüdische Gemeinde in den Dreck ziehen zu wollen. Wie ich gesehen habe, haben selbst neonazistische Portale den taz-Artikel gegen Israel übernommen - wortwörtlich, ungekürzt, unkommentiert. So sehr sprechen taz-Artikel zwischenzeitlich den Nazis aus ihrer braunen Seele .....

Respekt für Frau Pohl & Frau Hefets. Sie macht die Bücklinge gegenüber den Terrorstaat "Israel" nicht mit. Meinungsfreiheit auch für Israel-Kritiker! Schluss mit dem Schoa-Kult!!!

Bei Joker und Hefetz heisst es "Schluß mit dem Shoa-Kult", bei Holger Apfel von der NPD heisst es "Schluß mit dem Holocaust-Kult". Das sind schon mehr als nur verblüffende Ähnlichkeiten.

@ Joker: Es geht nicht um Kritik an israelischer Politik oder an der israelischen Regierung. Israel ist ein demokratischer Staat, jeder kann die Politik der Regierung in Jerusalem kritisieren. Es geht darum, das Antisemiten ihre Hetze unter dem Tarnbegriff "Israelkritik" versuchen zu verschleiern.

Das alles sieht die Gegenseite etwas anders. Hier die Stellungnahme der "Antisemiten": http://schmok.blogsport.eu/2010/05/02/stellungnahme-der-judischen-antisemiten-zum-eklat-in-der-judischen-gemeinde/

Schmock, an allen entscheidenden Punkt wird in der "Erklärung" der Störer nicht die Wahrheit gesagt, es genügt schon, das Video zu sehen, um dies zu erkennen. Lala Süßkind hat den Störern mehrmals angeboten, an der Diskussion teilzunehmen unter Verwendung des dafür vorgesehenen Mikros, damit alle Anwesenden die Diskussionsbeiträge mitbekommen. Das wollte keiner der Störer, sie waren von Anfang an darauf aus, die Veranstaltung zu verhindern. Und: Die Entfernung der Störer hat rein gar nichts damit zu tun, das diese angeblich "keine europäischen Pässe" haben. Die Entfernung der Störer durch die Polizei erfolgte auf der Grundlage des Versammlungsgesetzes. Die Störer wären auch dann von der Polizei entfernt worden, wenn sie bundesdeutsche Pässe hätten. Sie wollen sich hier nur auf eine sehr billige Art und Weise als vermeintliche "Märtyrrer" inszenieren.

Als vollkommen Unbeteiligter gebe ich auch mal meinen Senf ab ;-) Für mich sieht es so aus, als wenn alle beteiligten Parteien wenig souverän aufgetreten sind. Die Protestierer hätten vielleicht etwas weniger provokant auftreten können. Die Versammlungsleitung hat mit ihren Statements "kindisches Verhalten" "undemokratisch" etc. aber auch völlig übers Ziel hinausgeschossen. Vielleicht ist man ja in der Lage einen Kompromiss zu finden - sprich eine neue Veranstaltung zu organisieren, an der auch Frau Hefets teilnimmt. Denn eine Veranstaltung in der ihre Thesen auch diskutiert werden, sollte ihr die Möglichkeit geben Stellung zu nehmen. Ansonsten könnte man in der Tat den Eindruck gewinnen, dass das Ganze etwas von einem Tribunal hat.